Archiv für den Monat: Oktober 2009

1. Hamburg kocht! Treffen

Gestern war es dann soweit: In den Gekreuzten Möhrchen fand das perfekt von Steph und Kaoskoch organisierte 1. Hamburg kocht! Treffen mit dem Motto Hansestadt trifft Orient statt. Als ich dort eintraf, waren einige Köche schon fleißig bei der Arbeit:

©Köche bei der Arbeit

Ich hatte totalen Spaß, es war ein schöner Abend, den ich leider viel zu früh beenden musste, damit ich meinen RE 1038 in die Provinz erreichen konnte, bevor dort die Bürgersteige endgültig hochgeklappt wurden.

Das Menü

Labskaus orientalisch

©Labskaus orientalisch 001

Scharfe Tomaten-Kürbis-Dahl-Suppe mit Topinambur-Chips

©Scharfe Tomant-Kürbis-Dahl-Suppe mit Topinambur-Chips

Huhn mit Quitten und Kichererbsen-Fritten

©Huhn mit Quitten und Kichererbsen-Fritten

Brunklüten und Marokkanischer Orangensalat mit Granatapfel.

©Brunklüten und Marokkanischer Orangensalat mit Granatapfel

Für den Orangensalat empfiehlt es sich, die vom sächsischen Außenposten so liebevoll gehackten Pistazien auch zu verwenden.

©Pistazien

Statt dessen präsentierte der sächsische Außenposten das Stilleben

Selbstgefaltete Papierrose über Pistazien

©Stillleben Papierrose über Pistzien 001

alles abgelichtet mit dieser Kamera

©Die Füße vom Stativ sind ausziehbar

Man beachte: Die Füße des Stativs sind ausziehbar, für Hix zur Kenntnis :-)

Das Bild: Blogger photographieren Blogger, wie sie photographieren darf in diesem Rahmen natürlich auch nicht fehlen.

©Blogger photographieren Blogger 002

Die Erkenntnisse des Abends:

  • Genussaffine Menschen, die sich zum Kochen treffen, sind einfach nett!
  • Was man in Schleswig-Holstein essen kann, geht so in Sachsen
  • Das Wort des Abends: Moppelkotze
  • Labskaus kann man essen oder wie der Sachse sagt: Geht so
  • Auch meine Kamera hat einen Selbstauslöser
  • Stative sind meist ausziehbar
  • Ohne Stativ und Blitz liefert meine Kamera unscharfe Bilder
  • Auch ich besitze eine Poffertjes-Pfanne, die sich allerdings als Förtchenpfanne tarnt

Ich habe mich gefreut, euch alle kennenzulernen. Ich hoffe die Veranstaltung findet bald eine Fortsetzung.

Milchreis – wirklich selbst gebastelt

Janz waat Neues ist der Tipp für den Bastelfreund nun wirklich nicht, aber dazu später.

Meine jungen Herren waren von der Werbung des von mir eigentlich sehr geschätzten Moderators des WDR tief beeindruckt:

Isch hab‘ da ‚mal ‚was vorbereitet:
Tüttschen auf, drübber, fertisch!
Knackisch

So wunderte es mich auch nicht wirklich, als ich dies während des Urlaubs auf dem Tisch fand:

©Müller Milchreis 001

Natürlich wurde die Zutatenliste genau studiert.

©Müller Milchreis 002

Mit Herstellung wie zu Großmutters Zeiten haben diese Zutaten nun wirklich nichts mehr zu tun. Sohn No. 1 veranlasste dies zu folgender Bemerkung:

Da bekommt man ja viel „mehr“ für sein Geld, 3 verschiedene Verdickungsmittel, Bienenwachs und Aroma, dazu noch Spuren von Nüssen und Soja!
Das kannst du nicht :-)

Stimmt und die Herren finden das auch gut so, wie z. B. der Wunsch nach diesem Kuchen beweist. Und weil sie nun wirklich gerne Milchreis mit Zimtzucker essen, den wirklich von Grund auf selbst gebastelten Milchreis:

2 x (200 g Milchreis und 7 g Zucker-Zimt-Mischung)

©2x200g Milchreis und 2x 7g Zimtzucker- selbst gebastelt

Deckel auf

©Deckel auf

drübber

©Drübber 001

©Drübber 002

fertisch

©Fertisch

mmmhhh, knackisch

©Knackisch

Immer wenn der kleine Hunger kommt, in der praktischen, umweltfreundlichen Glasverpackung aus dem Kühlschrank, hier mit genauer Bastelanleitung aus dem Jahre 1960, also nix Neues:

Milchreis – wirklich selbst gebastelt

Menge: 4 Portionen

Milchreis - selbst gebastelt 002

Hausgmachter Milchreis mit Zimt wie aus der Werbung: Alles Milchreis oder was?

Zutaten:

  • 1 Ltr. Milch
  • Butter, optional
  • 20 Gramm Zucker
  • 175 Gramm Milchreis
  • 1 Zitrone, abgeriebene Schale, optional

ZUM BESTREUEN

  • Zimtzucker

QUELLE

Bild

abgewandelt von Ulrike Westphal nach:
Reprint Schulkochbuch – mit Backteil:
Für den Elektroherd. Mit Backteil
Bild *
Ausgabe 1960

ZUBEREITUNG

  1. Alle Zutaten bis auf den Reis zum Kochen bringen, den Reis hineingeben, erneut zum Kochen brinen und ausquellen lassen. Mit Zimtzucker bestreuen.

Gesamtzeit:Vorbereitungszeit:5 Minuten
Koch-/Backzeit: 5 Minuten

 
 
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Wernesgrüner Bierfleisch aus dem Slow Cooker

Im Vogtland gibt es viele Orte, die mit -grün enden, angeblich endet jeder 5. Ortsname darauf. Diese Orte sind aus „grüner Wurzel“ gegründet worden, d.h. es gab dort vorher nichts als Wald. Ein paar Bäume davon noch hier zu sehen

©Wernesgrün

Für einen Besuch in der Brauerei der Pilslegende auf dem Weg zum Fichtelberg hat es nicht gereicht, aber wir konnten uns davon überzeugen, dass dort ein kleiner Vorrat lagerte.

©Wernesgrün 002

Auf dem Fichtelberg ein paar Kilometer war der Wald dann nicht mehr grün sondern weiß:

©Schnee auf dem Fichtelberg

Nun hat uns der Alltag wieder und ich habe zu Mittag

Wernesgrüner Bierfleisch bzw. Wernesgriener Bierflaasch

©Wernesgrüner Bierfleisch

serviert: Wie es das Rezept vorschlug mit Apfel-Möhren-Salat und Kartoffeln, denn an Klöße aus rohen Kartoffeln traue ich mich nicht so recht heran. Das Kochen des Fleisches hat der Slow Cooker übernommen. Ich habe als Sahne Kaffeesahne mit einem Fettgehalt von 12 % verwendet, das hat zwei Vorteile: Die Sahne enthält weniger Fett und kein Carrageen.

Unnötig zu erwähnen, dass das Ganze auch noch hervorragend geschmeckt hat.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Wernesgrüner Bierfleisch – Wernesgriener Bierflaasch
Kategorien: Crockpot, Slow Cooker
Menge: 6 Portionen

Zutaten

500 Gramm   Zwiebeln
30 Gramm   Margarine
1 kg   Rinderschmorfleisch
30 Gramm   Öl
60 Gramm   Tomatenmark
      Salz
      Pfeffer
1 Teel.   Geriebene Zitronenschale
1/4 Ltr.   Brühe
1/2 Flasche   Wernesgrüner, sonst geht auch anderes helles Bier
  Etwas   Stärkemehl
1/8 Ltr.   Sahne

Quelle

Bild   abgewandelt nach:
In vogtländische Küchen geschautBild
  Erfasst *RK* 26.10.2009 von
  Ulrike Westphal

Zubereitung

1. Zwiebeln in Scheiben schneiden und heißem Fett dünsten.

2. Das Fleisch in Würfel schneiden und scharf anbraten.

3. Zwiebeln und Fleisch in den Keramikeinsatz des Slow Cookers geben.

4. Tomatenmark, Gewürze , Brühe und Bier einrühren. Zuerst 1 h auf HIGH, dann 6 h auf LOW schmoren lassen, bis das Fleisch gar ist.

5. Das Stärkemehl mit der Sahne verquirlen und die Speise damit abbinden.

Beilagen:

Zum Wernesgrüner Bierfleisch werden Klöße oder Salzkartoffeln und ein Frischkostsalat (Apfel-Möhren-Salat) gereicht.

:Vorbereitungszeit: 20 Minuten
::Slow Cooker Größe: 3,5 Liter
:Garzeit: 6 – 7 h oder mehr
:Stufe: erst High, dann LOW

=====

Sächsisches Reformationsbrot

Wie schon im letzten Jahr haben wir auch dieses Jahr einen Teil der Herbstferien in Sachsen, aber diesmal im Vogtland, verbracht. In den von uns besuchten Bäcker- und Konditoreien wurde passend zur Jahreszeit überall Reformationsbrot angeboten, das an den Reformator Martin Luther erinnern soll. In früheren Zeiten nannte man dieses leckere Gebäck auch Pfaffenkäppchen oder Tetzelmütze, nach dem in Pirna geborenen Johann Tetzel. Es ist ähnlich zusammengesetzt wie ein Christstollen, nur enthält das Brot weniger Sultaninen und Butter. Höchste Eisenbahn, es einmal selbst zu backen, bevor die Zeit dafür vorbei ist. Rezepte sind hier oder hier zu finden. Für unser

Sächsisches Reformationsbrot

©Sächsisches Reformationsbrot 001

habe ich mich an einem Rezept aus dem Sächsisches Spezialitäten-Backbuch: Schlemmer-Rezepte von Dr. QuendtBild orientiert, das ich letztes Jahr erstanden habe. Optisch und geschmacklich genauso, wie wir es von einem sächsischen Fachhmann gebacken in Erinnerung hatten.

Sächsisches Reformationsbrot

Menge: 2 Kleine Brote

©Sächsisches Reformationsbrot 002

Zutaten:

  • 500 Gramm Weizenmehl, Type 405 Korrektur: 02.11.2009 500 g Mehl verwendet, Tippfehler
  • 330 Gramm Sultaninen, süß; Ulrike: 300 g
  • 165 Gramm Butter
  • 200 ml Milch, warm; Ulrike: 250 ml weil das Hefestück sonst zu fest war
  • 62 1/2 Gramm Zucker
  • 100 Gramm Mandeln, süß
  • 12 Gramm Mandeln, bitter; Ulrike: Bittermandelextrakt
  • 62 1/2 Gramm Zitronat
  • 15 ml Rum
  • 8 3/4 Gramm Trockenhefe
  • 2 Gramm Salz
  • 2 1/2 Gramm Stollengewürz

STOLLENGEWÜRZ

  • 15 Gramm Muskatblüte
  • 7 Gramm Kardamom
  • 50 Gramm Vanillezucker gut vermischen, nur 2,5 g davon zum Teig geben!

ZUM FERTIGSTELLEN

  • 150 Gramm Aprikosenkonfitüre
  • Mandelblättchen, geröstet

QUELLE

Bild

abgewandelt von Ulrike Westphal nach:
Sächsisches Spezialitäten-Backbuch:
Schlemmer-Rezepte von Dr. Quendt
Bild

ZUBEREITUNG

  1. Sämtliche Zutaten müssen gut temperiert sein. Das Mehl wird in eine Knetschüssel gegeben und mit der Hefe und etwa 2/3 der Milch ein festes Hefestück bereitet, das man 30 Minuten gehen lässt. Danach knetet man aus dem Hefestück, der cremigen Butter, der restlichen Milch, dem Zucker und dem Stollengewürz einen Teig und lässt ihn eine Stunde ruhen, stößt ihn aus und überlässt ihn 30 Minuten der Ruhe. Sultaninen, Zitronat, süße und bittere Mandeln werden mit dem Rum vermengt und in den Teig gedrückt (schonend verteilen, damit dieser nicht dunkel wird).
  2. Den Teig in zwei gleich große Stücke teilen und zu runden Broten formen und auf ein Backblech setzen. Nach 10 Minuten die Brote mit einem scharfen Messer ein Kreuz etwa 2 cm tief einschneiden und bei 175 – 185 °C etwa 35 Minuten backen.
  3. Nach dem Backen werden die Brote aprikotiert, mit Vanillefondant glasiert und gehobelten gerösteten Mandeln darübergestreut.

Anmerkung Ulrike: Auf das Rösten der Mandelblätter verzichtet und diese direkt auf die Konfitüre gegeben.

Gesamtzeit: 3 Stunden
Vorbereitungszeit: 15 Minuten
Koch-/Backzeit: 35 Minuten

 
 
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Suppe der Woche: Suppe mit weißen Bohnen, Tomaten, Fenchel und Wachteleiern

Click here for the posting in English.

Ich hatte ja nicht erwähnt, dass ich das Slowcooker-Suppenkochbuch-Projekt gut finde, deshalb koche ich auch die

Suppe mit weißen Bohnen, Tomaten, Fenchel und Wachteleiern

©Suppe mit weißen Bohnen, Tomaten, Fenchel und Wachteleiern

nicht im Slow Cooker. Mir haben die Wachteleier als Einlage gereicht, die Herren haben sich noch Landjäger dazu in die Suppe geschnitten. Das im Originalrezept verwendete Tomatenmark habe ich weggelassen, ich fand die Farbe so wunderbar und der selbstgemachte Hühnerfond war schon geschmackvoll genug. Und mit vorgegarten Bohnen und Zeitschaltuhr ließ sich das Gericht auch in Abwesenheit der Köchin pünktlich auf den Tisch bringen.

Suppe mit weißen Bohnen, Tomaten, Fenchel und Wachteleiern

Menge: 4 Portionen

Suppe aus dem Slow Cooker mit Bohnen, Tomaten, Fenchel und Wachteleiern.

Zutaten:

  • 100 Gramm Weiße Bohnen, eingeweicht über mehrere Stunden oder über Nacht
    alternativ:
    212 Gramm Weiße Bohnen, gekocht
  • 15 ml Olivenöl, 1 EL
  • 1 groß. Zwiebel, fein gewürfelt
  • 1 Zehe Knoblauch, zerdrückt
  • 1 Knolle Fenchel, fein geschnitten
  • 4 Fleischtomaten, enthäutet, gewürfelt
  • 600 ml Gemüsefond oder Hühnerfond
  • 1 Essl. Noilly Prat
    oder
    90 ml Weißwein
  • 15 ml Tomatenmark, optional
  • 1 Teel. Zucker, braun, 1 TL
  • 2 Teel. Salbei, frisch, gehackt
  • 2 Teel. Thymian, frisch, gehackt
  • Salz
  • Pfeffer, schwarz, frisch gemahlen
  • 12 Wachteleier
  • 4-8 Salbeiblätter zum Garnieren
  • ZUM SERVIEREN

  • Warmes Ciabatta oder anderes frisches Weißbrot

QUELLE

Bild *

abgewandelt von Ulrike Westphal nach:
Slow Cooking from Around the MediterraneanBild *
ISBN978-0-572-03323-1

ZUBEREITUNG

  1. Die Bohnen abtropfen lassen und in einem Topf 10 Minuten sprudelnd kochten. In den Einsatz des Slow Cookers geben und auf „HIGH“ 3 – 4 Stunden gar kochen.
  2. In der Zwischenzeit Öl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebeln Fenchel und Knoblauch darin dünsten etwa 2 Minuten weich dünsten ohne Farbe nehmen zu lassen.
  3. Zu den Bohnen geben und restliche Zutaten bis auf die Eier zugeben und „High“ weiter 3 Stunden garen lassen. Umrühren und nach Belieben würzen.
  4. Die Wachteleier vorsichtig in einen Esslöffel aufschlagen und in die Suppe gleiten lassen. Zugedeckt etwa 2-4 Minuten pochieren. In vorgewärmte Suppenschüsseln geben, mit Salbei garnieren und mit warmem Brot servieren.

Anmerkung Ulrike: Ich habe die eingeweichten Bohnen separat nach dem Grundrezept Bohnen im Crockpot gegart gekocht. Etwa 212 g Bohnen und 500 ml Kochflüssigkeit in den Slow Cooker gegeben und weiter ab Punkt 2.

Topfgröße: 3,5 L; Ulrike: Rival Crock-Pot, 3.5 LiterBild *
Gesamtzeit:7,5 Stunden
Vorbereitungszeit:15 Minuten
Koch-/Backzeit:7 Stunden auf „HIGH“

 
 
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TWD

Dies mein 29. Beitrag für Debbies Souper Sunday und Suppe Nr. 31 in diesem Jahr.

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