Archiv für den Monat: September 2013

Vergabe des Linie Förderpreis 2013 im Hotel Süllberg

Gerne bin ich der Einladung von MuthKomm zum Finale des 12. Förderpreises von Linie Aquavit und Der Feinschmecker nach Hamburg in das Hotel Süllberg gefolgt.

Linie fördert mit dem Preis die Kochkunst und die Jungköche beiderlei Geschlechts. So winkt der Siegerin bzw. dem Sieger ein Praktikum in der Küche eines Spitzenkochs in einer europäischen Metropole. Anreise, Übernachtung und Taschengeld werden durch den Förderpreis abgedeckt. Der/die Zweitplatzierte gewinnt ein Küchenpraktikum bei einem deutschen Sternekoch seiner/ihrer Wahl. Gesucht wurde 2013 das beste Fischrezept und aus über 100 verschiedenen Rezepteinsendungen, die die ganze Bandbreite an Fischen und Meeresfrüchten widerspiegelten, wurden die 6 Teilnehmer ausgewählt, darunter eine einzige Frau.

Während die 6 Finalisten unter den strengen Augen der fischaffinen und regional ansässigen Jury (Dieter Braatz – Vorsitz, Marvin Böhm, Ali Güngormüs, Karlheinz Hauser, Dirk Kowalke, Julia Lübcke, Cornelia Poletto, Christoff Rüffer und Christian Scharrer

©2013 Linie Förderpreis  - Küche Süllberg (1)

©2013 Linie Förderpreis  - Küche Süllberg (2)

in zwei Gruppen ihre Gerichte zubereiteten, durften die Gäste das folgende Menü genießen.

Der Gruß aus der Küche:

©2013 Linie Förderpreis  - Gruß aus der Küche

Die Vorspeise, Bretonische Makrele, Paprika-Gurken-Relish mit Linie-Aquavit-Aromaten und Mandel-Speck-Crumble, war das Siegermenü von Jury-Mitglied Marvin Böhm, der den Förderpreis 2012 gewann.

©2013 Linie Förderpreis  - Vorspeise

Holsteiner Kalbsrücken unter der Kräuterkruste mit Sellerie, Steinpilzen, Frühlingslauch und Kartoffelgratin:

©2013 Linie Förderpreis  - Hauptspeise

Präsentiert wurde das Dessert Maralumi Schokolade mit Mohn, Holunderbeeren und Honig

©2013 Linie Förderpreis  - Dessert

von dem Jungen Wilden 2012 Marco Marco d’Andrea. Das war nicht so meins, jung und wild eben. Viel Crunch durch den ungemahlenen Mohn, so dass die Schokolade nicht so richtig zur Geltung kam. Mein Tischnachbar Stefan Sanders, Förderpreisgewinner 2010, war da ganz bei mir – wie beruhigend.

Hier ein Eindruck von der Veranstaltung

12. Preisverleihung Linie
Bild mit freundlicher Erlaubnis von MuthKomm

Nach dem Dessert gegen 22:30 Uhr war es dann soweit. Die Entscheidung war gefallen:

Finalisten Linie Förderpreis 2013
Bild mit freundlicher Erlaubnis von MuthKomm

Der Sieger des 12. Linie Förderpreises heißt Matthias Walter aus dem Restaurant Überfahrt im Althoff Seehotel in Rottach Eggern. Er überzeugte die Jury sowohl geschmacklich als auch technisch mit seiner Kreation Gepuffter Zander auf gefüllter Blutwurst, Nussbutterschaum, Apfel, Meerettich und Röstzwiebelsud. Die Zweitplazierte ist Anne Zille vom Hotel und Restaurant Stolz in Plön. Für die Kieler Lachsforelle mit Kaviar und Förde Muscheln, Karotten und Giersch wurden saisonale Produkte aus der Region verwendet. Den Giersch hatte Frau Zille morgens selbst gepflückt. Auch von den Gerichten der anderen 4 Teilnehmer zeigte sich die Jury beeindruckt, wobei Frau Poletto meinte, die erste Gruppe hätte ganz klar die stärkere Leistung gezeigt.

Im Vorfeld der Abendveranstaltung hatte ich Gelegenheit zu einem Gepräch mit einigen der teilnehmenden Jungköche. Während die einen auf feine bodenständige Küche ohne Pülverchen aus der Molekularküche setzen, fahren andere darauf ab. Eine interessante Entwicklung und ich bin beeindruckt, mit welchem Elan und Hingabe die Jungköche ihrem Beruf nachgehen, das ist schon Berufung.

Disclaimer
Die Teilnahme an dieser Veranstaltung wurde mir durch MuthKomm ermöglicht, dafür bedanke ich mich! Eine inhaltliche Beeinflussung dieses Artikels fand nicht statt. Zwei gekennzeichnete Bilder wurden mir von MuthKomm zur Verfügung gestellt.

Erbsen und Kartoffeln in roter Curry-Sauce

Und wieder eine langsam gekochte, vegetarische Hauptspeise aus dem Slow Cooker.

Erbsen und Kartoffeln in roter Curry-Sauce

©Erbsen und Kartoffeln in roter Curry-Sauce (2)

Die Cashew-Kerne sorgen für den richtigen Biss, die Süßkartoffel macht die rote Curry-Sauce so richtig schön cremig. Wer mag serviert dazu Reis, wer nicht mag, lässt ihn weg und wird trotzdem satt. Das hat auch den Herren gemundet, obwohl oder gerade weil kein Fleisch enthalten war.

Erbsen und Kartoffeln in roter Curry-Sauce

Menge: 4 Portionen

©Erbsen und Kartoffeln in roter Curry-Sauce (1)

Ein Thai-Curry aus Kartoffeln, Erbsen und Süßkaroffel zum Reis

Zutaten:

  • 700 Gramm Kartoffeln, geschält, in 3,5 cm Stücke geschnitten, vorbereitet gewogen
  • 1 Zwiebel = 140 Gramm, geschält, vertikal in Stücke geschnitten
  • 500 Gramm Kokosmilch
  • 2 – 3 Essl. Rote Curry-Paste; Ulrike: 50 Gramm Rote Curry PasteBild
  • 2 Essl. brauner Zucker
  • 1 Teel. Sojasoße
  • 300 Gramm Süßkartoffel, geschält, in 3,5 cm Stücke geschnitten, vorbereitet gewogen
  • 160 Gramm Erbsen, frisch oder TK
  • Salz
  • 60 Gramm Cashew-Kerne, geröstet, zum Servierven
  • 2 Essl.Koriander, frisch gehackt: Ulrike wie immer durch Petersile ersetzt, zum Servieren

ZUBEREITUNG

  1. Die Kartoffeln mit den Zwiebeln in den Keramik-Einsatz des Slow Cookers geben.
  2. Die Kokosmilch mit der roten Currypaste, Zucker und Sojasoße vermischen und über die Kartoffeln gießen. Den Deckel aufsetzen und 3 Stunden auf „LOW“ kochen, bis die Kartoffeln beginnen gar zu werden.
  3. Die Süßkartoffelstücke unterrühren, den Deckel wieder aufsetzeen und auf „LOW“ weitere 2 – 3 Stunden garen, bis die Kartoffeln gar sind. Die Erbsen zufügen und ca. 15 Minuten ohne Deckel garen.
  4. Mit Reis servieren und jede Portion mit 1 – 2 Essl. Cashews und Koriander bzw. Petersilie servieren.

Topfgröße: 3,5 L; Ulrike: Rival Crock-Pot, 3.5 LiterBild
Gesamtzeit: 6 Stunden 30 Minuten
Vorbereitungszeit: 15 Minuten
Koch-/Backzeit: 5-6 Stunden 15 Minuten auf LOW

Muschelnudeln in Paprika-Tomatensauce

Es fing mit dem Tweet von La Gröner an. Sie hatte ein neues vegetarisches Blog entdeckt mit Bildern, die einem das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen sollten. Neugierig An allem Neuen interessiert wie ich nun einmal bin, landete ich gleich beim Rezept der Muschelnudeln in Paprika-Tomatensauce. Mir fielen sofort die schwäbischen Muschelnudeln ein,

©Muschelnudeln

die ich völlig überraschend im Austausch gegen Sauerteig bekommen hatte und noch immer auf eine Verwendung warteten.

Also DIE Suchmaschine befragt, die mir auch in Nullkommanix das im Blogbeitrag genannte Rezept ausspuckte. Mir schwebte da eher eine langsam gekochte Variante vor, damit ich nach getaner Arbeit nur noch die Nudeln kochen musste.

Gesagt, getan, gegessen:

Muschelnudeln in Paprika-Tomatensauce

©Muschelnudeln in gerösteter Paprika-Tomatensoße

Orientiert habe ich mich an diesem Rezept und für den Slow Cooker angepasst. Eine Portion wurde sofort gegessen, der Rest wartet auf die Verwendung. Ich habe die Paprika geröstet, mit allen anderen Zuaten in den Slow Cooker gegeben und die Zeitschaltuhr dazwischen gehängt.

©Geröstete Paprika-Tomatensoße (2)

Geröstete Paprika-Tomatensoße

Menge:6 Portionen

©Geröstete Paprika-Tomatensoße (1)

Eine langsam gekochte Pastasauce aus Tomaten und geröstetem Paprika

Zutaten:

  • 1 kg Paprikaschoten, rot
  • 2 Dosen à 800 ml ganze Tomaten, enthäutet
  • 10 Zehen Knoblauch, zerdrückt
  • 120 ml Olivenöl
  • 4 Essl. Balsamessig
  • 2 Essl. Rosmarin, frisch gehackt
  • Salz, Pfeffer

QUELLE

abgewandelt von Kuechen latein nach:

Michael Chiarello

ZUBEREITUNG

  1. Die Paprika, waschen, halbieren entkernen und auf ein Backblech legen, Ca. 20 Minuten unter heißen Grill des Backofens legen undrösten, bis sich die Haut schwärzt und Blasen wirft. Die heißen Paprikahälften in eine Plastiktüte geben, diese Verschließen und abkühlen lassen. Sowie sich die Paprika anfassen lassen, die Haut abziehen und in den Keramikeinsatz des Slow Cookers geben.
  2. In der Zwischenzeit den Knoblauch in 2 Essl. Öl weich dünsten, aber nicht bräunen. Die Tomaten mit dem Öl, Rosmarin in den Keramikeinsatz des Slow Cookers geben, zusammen mit den gerösteten Paprika und aufgesetztem Deckel 4 h auf LOW köcheln lassen
  3. Balsamicoessig zufügen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und pürieren.
  4. Die nicht benötigten Sauce in sterilisierte Gläser füllen, mit Gummiring, Deckel und Klammern verschließen und noch 15 Minuten bei 90 °C erhitzen.

Gesamtzeit: 5 Stunden
Vorbereitungszeit: 30 Minuten
Koch-/Backzeit: 4 h LOW
Topfgröße: 3,5 Liter

Albleisasuppe mit getrockneten Aprikosen

Bloggen bildet, keine Frage, twittern auch. So hat Inkanina zwar Kenntnis von Slow Cookern, hat aber noch nicht herausgefunden, was Teil genau kann. Die Antwort ist für mich einfach, es kocht langsam vor sich hin und das unbeaufsichtigt. Das gibt Freiraum für andere Dinge. Die Vor- und Nachteile eines Langsamkochers hat Gabi hier einmal zusammengestellt. So hat die Armenian Apricot Soup, so heißt die im Buch Gourmet Vegetarian Slow CookerBild, 4 h still vor sich hingeköchelt. Währenddessen konnte ich wieder eine Bildungslücke schließen. Ich hatte zwar eine ungefähre Vorstellung davon, wo Armenien auf der Landkarte zu finden ist, aber dass dieser seit 1991 unabhängige Staat nur so groß wie Brandenburg ist, wusste ich dann doch noch nicht. Der lateinische Name der Aprikose lautet Prunus armeniaca, „armenische Pflaume“. Die Aprikose gehört zu den Symbolen Armeniens, daher auch die Farbe des untersten Streifens der Flagge Armeniens.

Für meine Suppe habe ich schwäbische Alblinsen sowie getrocknete Aprikosen türkischen Ursprungs verwendet. Ein absolutes Muss dazu „Der Traum von Eiderstedt“ und Minze aus dem eigenen Garten. Und das allerbeste, es blieb für mich noch eine Portion übrig, die ich mit zur Arbeit nehmen konnte.

©Linsensuppe mit getrockneten Aprikosen (3)

Für die

Albleisasuppe mit getrockneten Aprikosen

©Linsensuppe mit getrockneten Aprikosen (1)

habe ich einen Teil der Suppe püriert, um ihr mehr Sämigkeit zu verleihen. Die Suppe schmeckte absolut köstlich.

Im Original wird ein Slow Cooker von 5 – 6 Quart (4,7 bis 5,7 Liter) verwendet. Ich besitze einen mit 6,5 Liter Inhalt und einen mit 3,5 Liter Inhalt, also nicht die passende Größe. Ich habe die Suppe im 6,5 l Slow-Cooker zubereitet, es ginge sicher auch der 3,5 Liter Crocky, dann müsste die Zeitangabe sicherlich angepasst werden.

Albleisasuppe mit getrockneten Aprikosen

Menge: 4 Portionen

©Linsensuppe mit getrockneten Aprikosen (2)

Eine wohlschmeckende Linsensuppe mit Aprikosen, Karotten, Zwiebeln und einem Hauch von Kreuzkümmel

Zutaten:

  • 200 Gramm Linsen; Ulrike Albleisa
  • 1400 ml Wasser = 1,4 l
  • 1 mittelgroße Zwiebel, ca. 110 Gramm, gehackt
  • 2 Karotten, ca. 120 Gramm; gewürfelt
  • 1 Teel. Kreuzkümmel, gemahlen
  • 130 Gramm Aprikosen, getrocknet, geviertelt
  • Salz
  • Pfeffer, schwarz, frisch gemahlen
  • 120 Gramm Joghurt, 10 % Fett
  • 1 Essl. Minze, frisch gehackt

ZUBEREITUNG

  1. Linsen sorgfältig waschen und verlesen. Mit dem Wasser in den Keramikeinsatz des Slow Cookers geben. Aprikosen, Karotten, Zwiebeln und Kreuzkümmel zufügen. Den Deckel aufsetzen und ca. 3 – 4 Stunden auf LOW garen, bis das Gemüse gar ist.
  2. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Bei Bedarf einen Teil der Suppe pürieren.
  3. Die Suppe mit Joghurt und frisch gehackter Minze servieren.

Topfgröße: 6,5 Liter Ulrike: Slow Cooker von BartscherBild *
Gesamtzeit: 4 Stunden 15 Minuten
Vorbereitungszeit: 10 Minuten
Koch-/Backzeit: 4 Stunden auf LOW

Resteverwertung: Fetacreme mit getrockneten Tomaten und Oliven

Im Gegensatz zu meinen drei Herren bin nicht so die Konfitüren- und Marmeladen-Esserin. Ich mag es bei Brotbelägen zu jeder Tageszeit herzhaft und nachdem ich beruflich sehr lange Zeit täglich mit Fleisch- und Fleischerzeugnissen zu tun hatte, stehe ich eher auf Käse. An wenige herzhafte Brotaufstrichen habe ich mich schon gewagt, einige davon sind auch vegetarisch:

Als dann bei Valentinas Kochbuch die Rezension von Möhrenpesto und MaronicremeBild erschien, musste ich das haben. Beim Durchblättern blieb mein Blick an Fetacreme mit getrockneten Tomaten und Oliven hängen.

Vom Reissalat mit Trauben waren noch genau 100 Gramm Feta übrig, ein kläglicher Rest von Tomaten in Öl und schwarzer Oliven fanden sich auch noch im Kühlschrank, der Fertigstellung der

Fetacreme mit getrockneten Tomaten und Oliven

©Fetacreme mit getrockneten Tomaten und Oliven (2)

stand nichts mehr im Wege. Ein schnell zubereiteter vegetarischer Brotaufstrich, der wunderbar würzig schmeckt.

Fetacreme mit getrockneten Tomaten und Oliven

Menge:ca. 150 Gramm

©Fetacreme mit getrockneten Tomaten und Oliven (1)

Würziger, schnell zubereiteter Brotaufstrich aus Feta, Tomaten und Oliven

Zutaten:

  • 100 Gramm Feta
  • 2 Essl. Olivenöl; Ulrike: Würzöl der Tomaten in Öl
  • 2 = 20 Gramm Tomaten, getrocknet, fein gehackt; Ulrike: getrocknete Tomaten in Öl, abgetropft
  • 10 Gramm Oliven, schwarz, entsteint, fein gehackt

QUELLE

Bild

abgewandelt von Kuechen latein nach:
Möhrenpesto und Maronicreme
35 vegetarische Brotaufstriche
Bild

ZUBEREITUNG

  1. Den Feta zerkrümeln, Öl zufügen und mit der Gabel gut vermischen, bis eine feine Masse entstanden ist.
  2. Die klein gehackten Tomaten und Oliven unter die Käsecreme ziehen.

Gesamtzeit: 15 Minuten
Vorbereitungszeit: 5 Minuten