Archiv für den Monat: Februar 2014

Casarecci mit Kichererbsensoße und Trüffelöl

Bloggen bildet, ohne Zweifel. Sonst hätte ich mich nie mit den Unterschieden von Casarecci, Strozzapreti und Umbricelli beschäftigt. Allen gemeinsam ist, dass sie über ihre Breite gewalzt, dann in Streifen geschnitten und jede Seite in eine andere Richtung eingerollt und anschließend verdreht wird. Die Stücke werden dann in unterschiedlich lange Stücke getrennt. Vom Ende aus betrachtet, sehen alle drei Nudelsorten wie ein (spiegelverkehrtes) S aus.

@Casarecci

Lt. dieser Quelle sind Casarecci ca. 5 cm, Strozzapreti ca. 3 cm und Umbricelli ca. 4,5 cm lang. Hintergrund meiner Recherche war nämlich herauszufinden, von welchem Pastahersteller ich Priesterwürger – nur mit Hartweizen hergestellt – hier im hohen Norden erwerben könne. Für den heutigen rein pflanzlichen Tierfreitag habe ich dann

Casarecci mit Kichererbsensoße und Trüffelöl

©Casareccia mit Kichererbsensoße

kombiniert nach einer Idee von Sarah Wiener kombiniert. ENZETT von Lilienstein guckte sehr skeptisch auf die Soße, war aber von dem Geschmack mehr als überzeugt. Sarah Wiener servierte dazu echte Trüffel, bei uns war noch ein Rest Trüffelöl zu finden, damit habe ich dann die Kichererbsensoße aromatisiert. Aber Vorsicht! Nicht zu viel Öl zugeben, es soll die Soße nur leicht aromatisieren.

Casarecci mit Kichererbsensoße und Trüffelöl

Menge: 4 Portionen

@Trüffelöl aromatisierte Kichererbsensoße

Wunderbares rein pflanzliches Gericht, das sich aus dem Vorrat zaubern lässt.

Zutaten:

  • 400 Gramm Strozzapreti; Ulrike: De Cecco Casareccia 88Bild *
  • Trüffelöl
  • 250 Gramm getrocknete Kichererbsen
  • 1 Zwiebel
  • 700 ml Gemüsebrühe
  • 2 Essl. Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

QUELLE

abgewandelt von Kuechen latein nach:
Sarah Wiener in Italien

ZUBEREITUNG

  1. Kichererbsen mindestens 6 Stunden oder über Nacht in reichlich kaltem Wasser einweichen.
  2. 2 El Olivenöl in einem Topf erwärmen und darin fein geschnittene Zwiebeln leicht anbraten.
  3. Die eingeweichten Kichererbsen hinzufügen, mit Brühe auffüllen und bei geöffnetem Topf ca. 20-35 Minuten weich garen.
  4. Die gegarten und noch heißen Kichererbsen in einen Mixer geben und pürieren. Mit Salz und Pfeffer und wenigen Tropfen Trüffelöl abschmecken. Das Püree bis zum Anrichten warm halten.
  5. Die Pasta nach Packungsanweisung garen. Das Mus auf die Pasta geben und servieren.

Gesamtzeit: 8 Stunden
Vorbereitungszeit: 10 Minuten
Koch-/Backzeit: 30 Minuten

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Wieviel wiegt ein Teelöffel Frischhefe?

Ich wiege ja am liebsten alles, auch Nutella, und kann mit Volumenmaßen nur etwas anfangen, wenn das abzumessende Gut streufähig oder flüssig ist und dann auch nur in Einheiten bis zu einem Esslöffel.

Heute erreichte mich dann folgender Hilferuf

Im Jahr 2005 machte ich mir dann einmal die Mühe und habe einen Würfel Frischhefe vermessen, umgerechnet und in meiner offline Rezeptdatenbank festgehalten.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Hefe – Info
Kategorien: Info
Menge: 1 Rezept

Quelle

  Erfasst *RK* 01.07.2005 von
  Ulrike Westphal

Zubereitung

42 g Hefe = 1 Würfel von 4,3 cm x 2,7 cm x 2,7 cm Kantenlänge ergibt ein Volumen von 31 ml, d.h. 1 TL Frischhefe entspricht 6,6992056 g entsprechend 1,9 g Trockenhefe

: 1/4 TL = 1,7 g entprechend 0,5 g Trockenhefe
: 1/2 TL = 3,4 g entprechend 0,95 bzw. 1 gTrockenhefe
: 3/4 TL = 5,1 g entprechend 1,4 g Trockenhefe
: 1 TL = 6,8 g entprechend 1,9 g Trockenhefe

=====

Mit diesen Angaben bin ich bis heute ganz gut gefahren.

Damit konnte dann Peggys Frage auch beantwortet werden:

Ein unvergesslicher Produkt-Test: Weizen-Mix

Mich erreichte das sehr freundlich formulierte Angebot der PR-Agentur von Schöfferhofer (Die Bier, die so schön hat geprickelt in meine Bauchnabel), die beiden neuen Biermischgetränke Weizen-Mix Zitrone und Granatapfel+Guarana zu probieren.

Da Frau Küchenlatein keine Französin ist, prickelte das reine Hefeweizen schon das eine oder andere Mal bei sommerlichen Temperaturen nur in meinem Bauch, und da ein Wochenende mit John Kabys und ENZETT von Lilienstein anstand, nahm ich das Angebot gerne an. Die jungen Herren stehen solchen Biermischgetränken und deren Zutaten weitaus weniger kritisch gegenüber als ich.

Wie zu erwarten, lösten die Zutaten der beiden Mischungen keine Begeisterungsstürme bei mir aus:

Zutaten Weizenmixe

Weizenbiermischgetränk aus 50 % Schöfferhofer Hefeweizenbier und 50 % Zitronenlimonade
mit folgenden Zutaten:

Weizenbier (Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfenextrakt, Hefe), Zitronenlimonade (Wasser, Zucker, Zitronensaft aus Zitronensaftkonzentrat (2,6 %), Kohlensäure, natürliches Zitronenaroma, Zitronenextrakt, Antioxidationsmittel Ascorbinsäure, Stabilisator Johannisbrotkernmehl)

Weizenbiermischgetränk aus 50 % Schöfferhofer Hefeweizenbier und 50 % koffeinhaltiges Erfrischungsgetränk mit Granatapfelgeschmack und folgenden Zutaten:

Weizenbier (Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfenextrakt, Hefe), % koffeinhaltiges Erfrischungsgetränk mit Granatapfelgeschmack (Wasser, Zucker, Granatapfesaft aus Granatapfelsaftkonzentrat (1 %), Kohlensäure, natürliches Aroma, Säuerungsmittel Zitronensäure, färbendes Konzentrat aus Karotte, Antioxidationsmittel Ascorbinsäure, Guaranaextrakt)

Bei der Mischung Zitrone stammt das natürliche Aroma rein kennzeichnungsmäßig aus der Zitrone, bei Granatapfelgeschmack eher aus der Variante Schimmelpilz auf Holzspäne.
Wie schon erwähnt, sehen die Herren Kabys und v. Lilienstein das nicht so eng und stellten ein paar Flaschen zum Testen in den Kühlschrank.

Bei Chips und Film wurden die beiden Sorten getestet:

©Weizenmixe

Wie in dem Begleitschreiben vorgeschlagen, wurde die Flasche vor dem Öffnen ganz leicht geschwenkt und der Inhalt direkt aus der Flasche genossen.

©Weizenmix Granat-Apfel

Nach dem ersten Schluck Granatapfel+Guarana sprang ENZETT v. Lilienstein auf, holte das Das Känguru-ManifestBild * und las daraus von Seite 80 und 81 vor:

»Gehst du zu einer schönen Sause, vergiss nicht deine Biobrause™!«, sagt es, prostet mir mit seiner Flasche zu und trinkt einen Schluck: Sofort verzieht es das Gesicht.
»Bäh! Das schmeckt so widerlich«, flucht es. »Aubergine-Pomelo. Wer denkt sich so beknackte Geschmackrichtungen aus. Ich muss jedes Mal fast kotzen.«
[…]
»Ich bekomme jeden zweiten Tag eine ’ne Palette Brause.«
»Aubergine-Pomelo? Ich dachte, das schmeckt dir nicht.«
»Tut es auch nicht. Aber Dragonfruit-Bärlauch ist noch schlimmer«

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Dem konnte ich wenig hinzufügen und twitterte:

©Weizenmix-Zitrone

Nicht nur, dass sich das Zutatenverzeichnis vom Weizenmix Zitrone weniger gruselig liest, auch der Geschmack ist um Längen besser, erinnert doch an Alsterwasser. Damit kann der norddeutsche Biergaumen warm werden.

Die Herren und ich hatten viel Spaß an der Testaktion und einen angenehmen Abend:

Ich bedanke mich bei Schöfferhofer für dieses unvergessliche Geschmackserlebnis – über Geschmack kann man nicht streiten und Geschmäcker sind unterschiedlich. Ich hätte die Weizenmixe sonst nie probiert und die Herren wissen jetzt, was sie mögen.

Erwähnen möchte ich noch die absolut souveräne Haltung der PR-Agentur. Nach diesem Erlebnis eine absolute Wohltat. Geht doch!

Kleine Aufmerksamkeiten sind ohne Anfrage einfach unerwünscht

Es fing eigentlich gut an:

da ich selbst täglich immens schreckliche Bitt-Mails unter dem Deckmantel ‚Hey, das wirst Du toll finden‘ bekomme,
und unsere Agentur grad ein Food-Event für einen großen Kunden organisiert, da hab‘ ich laut in die Runde gesagt:
Nix, ich möchte die alle Vorwarnen.

Und darum geht es morgen: Du wirst eine Mail bekommen, die evtl. ein schlechtes Pic enthält und einen Save the Date-Text. Soweit, aber noch nix genaues.

So weit so gut, die angekündigte Mail kam, daran ist nichts auszusetzen, näheres sollte in Kürze folgen und eigentlich hatte ich auch Lust an dem Event teilzunehmen.

Und dann kam genau das, was ich nicht toll finde und verweise hier noch einmal auf mein Impressum, erst im November um Punkt 6 ergänzt, aus Gründen.

Nein, ich finde es nicht toll, morgens um 07:02 Uhr aus der Dusche zu springen und die Haustür zu öffnen, um dann ein Paket, das ich nicht bestellt hatte, entgegenzunehmen. Ich dachte nämlich, es wäre einer meiner Herren, der den Haustürschlüssel vergessen hätte. Doch weit gefehlt: Es handelte sich um einen weder angeforderten noch angekündigten „Appetitmacher und kleine Aufmerksamkeit“, um mir das Event schmackhaft zu machen. Nee, nee, das habe ich mir dann doch nicht angetan und der Zusammenhang von Foodbloggern, der NICHT-Aufmerksamkeit und diesem Event erschließt sich wohl nur Werbehirnen. Will ich viel, spül ich nicht mit; da weiß ich nämlich was ich habe: Wut im Bauch

Zu den Gründen:
Ich schreibe Küchenlatein in meiner Freizeit und das seit fast 9 Jahren In dieser Zeit musste ich mich schon wiederholt mit unverlangt eingesandten sogenannter Aufmerksamkeit herumschlagen Als „Highlight“ möchte ich da den riesigen Sack voll mit Süßigkeiten – die ich überhaupt nicht mochte, 5 Liter Erdnüssen, 10 kg Nudeln oder Backzutaten nennen. Es scheint das Vorstellungsvermögen von diesen Aufmerksamkeitsversendern zu übersteigen, dass man den Inhalt vielleicht nicht toll findet und dafür in seiner Freizeit – am besten auf einem Sonnabend – auch noch zur Filiale oder Packstation gehen musste. Ich habe keine Freude daran, der Tafel die Lebensmittel vorbeibringen zu müssen. Abgeholt wird nämlich nicht, weil dafür sind die Mengen zu klein. Also wird die „Aufmerksamkeit“ zur echten Qual, besonders, weil es sich um Lebensmittel handelt. Ich finde es schlimm, Lebensmittel wegzuwerfen, aber ich bin nicht bereit, mir meine Freizeit fremd bestimmen zu lassen und Abnehmer für Lebensmittel zu suchen.

Und ich bin mit meiner Meinung über unerwünschte Aufmerksamkeiten nicht allein:

Shermin

Dieser ganze Ärger wäre zu vermeiden gewesen, wäre vorher eine höfliche Anfrage per Mail gekommen. Macht kaum mehr Arbeit, spart Porto und es werden genau die erreicht, die es ansprechen soll.

Und so wie ich mir jetzt keine Sorgen machen muss, dass die besagte Firma mir nicht ungefragt ihr non-food Sortiment zuschicken wird, muss die sich keine Sorgen darüber machen, dass wir ihre Produkte auch annähmen, geschweige denn benutzen möchten:

Handy
Bild mit freundlicher Genehmigung von Cucina Casalinga.blogspot.com

Und versäumt habe ich offensichtlich auch nichts, ich bin froh, für so eine wahrscheinlich ähnlich abgelaufene Veranstaltung nicht extra 100 km angereist zu sein. Blogger Relation geht anders und besser.

Bouchons – Schokoladenkorken

Weil mir das Titelbild des bei Valentinas Kochbuch vorgestellten Bouchon BakeryBild * so gut gefiel, habe ich es mir bestellt, aber noch nie etwas daraus gebacken. Das liegt z.T. aber auch daran, dass dafür spezielle Backfomen wie z.B. 6 runde Papierbackförmchen von 10,8 cm Durchmesser oder aber eine speziell für diesen Zweck angefertigte Formen notwendig sind. An den Papierförmchen bin ich bislang gescheitert, aber für die Bouchonförmchen habe ich einfach Mini-Sturz-Form-Gläser mit 140 ml, InhaltBild * eingesetzt, die mir schon bei den Rum Babas gute Dienste leisteten.

Positiv an diesem Buch, die Mengenangaben sind auch in metrischen Maßen angegeben, was allerdings auch eine präzische Waage erfordert, um z. B.

©141 Gramm Butter ©0,4 Gramm Salz
141 Gramm Butter oder 0,4 Gramm Salz

präzise abzuwiegen, störend sind dann auch 75 Gramm Vollei. Wenn es sowieso Rührei gibt, ist das dann auch kein Problem.

Bouchon heißt auf auf französisch Korken, und weil die kleinen Küchlein in einer entsprechenden Form daher kommen, ist der Name

Bouchons – Schokoladenkorken

©Bouchons - Schokoladenkorken

wirklich passend. Sehr köstliche doppelt schokoladige Brownies.

©Bouchons - Schokoladentropfen
Interessant bei diesem Rezept, es werden gleiche Teile Kakaopulver und Mehl verwendet, dazu noch Schokoladentropfen. Wenn ich auch sonst die These verfechte, man könne Schokolade hacken, bei diesem Rezept ist die Backzeit so kurz, dass die Schokolade keine Chance hat, sich mit dem Teig zu verbinden, wie in dem Bild zu sehen ist. Ich habe deshalb Trinkschokolade EL CUADOR 70 % – natürlich ohne Lecithine – verwendet, die mir die Pressestelle von Rausch zum Testen schon vor längerer zur Verfügung stellte.

Bouchons – Schokoladenkorken

Menge:8 Stück à 70 Gramm Teigeinwaage

©Bouchons – Schokoladenkorken_ Collage

Doppelt schokoladige Brownies in Korkenform.

Zutaten:

  • 141 Gramm Butter
  • 50 Gramm Weizenmehl Type 405
  • 50 Gramm Kakaopulver, Ulrike:
  • 0,4 Gramm Salz
  • 75 Gramm Vollei, 1,5 Eier Größe M
  • 162 Gramm zucker
  • 1 Teel. Vanilleextrakt
  • 112 Gramm Trinkschokoladenchips
  • Puderzucker zum Bestäuben
  • 8 Sturzgläser von 140 ml Inhalt

QUELLE

Bild *

abgewandelt von Kuechen latein nach:
Bouchon BakeryBild*
ISBN: 978-1579654351

ZUBEREITUNG

  1. Die Hälft der Butter schmelzen, von der Kochstelle nehmen und die andere Hälfte der Butter unterrühren. Beiseite stellen. Die Sturzgläser mit Butter ausfetten.
  2. Mehl und Kakao in ein Gefäß sieben, mit dem Salz mischen.
  3. In der Rührschüssel der Küchenmaschine Eier, Zucker und Vanilleextrakt bei mittlerer Geschwindigkeit verrühren. In drei Portionen abwechselnd Kakaomehl-Mischung und flüssige Butter unterrühren.
  4. Die Schokoladenchips mit einem Gummispatel unterrühren und den Teig 2 Stunden kühl, aber nicht in den Kühlschrank stellen. Der Teig kann bis zu 2 Tagen im Kühlschrank ruhen, sollte vor dem Einfüllen in die Formen aber auf Zimmertemperatur gebracht werden.
  5. Den Teig mit Hilfe eines Spritzbeutels in die vorbereiteten Formen füllen (ca. 70 Gramm).
  6. In den auf 175 °C vorgeheizten Backofen schieben und ca 15 bis 20 Minuten backen, bis die Mitte fest und ein Holzstäbchen ohne anhaftende Schokolade wieder herauskommt.
  7. Aus dem Ofen nehmen, in der Form 10 Minuten abkühlen lassen und aus der Form stürzen und auf einem Gitterrost abkühlen lassen.
  8. Zum Servieren wieder umdrehen und mit Puderzucker bestreut servieren.

Gesamtzeit: 3 Stunden
Vorbereitungszeit: 10 Minuten
Koch-/Backzeit: 20 Minuten

*=Affiliate-Link zu Amazon