Meine Highlights des Food Innovation Camp 2026

Wenn mich meine LeserInnen so nett bitten, kommen hier meine Highlights des Food Innovation Camp 2026.

Vorher aber ein Wort zu „Convenience“. Frau kann nicht alles selber machen. So gerne ich koche – auch mir fehlt Zeit und oft auch Energie. Erleichterungen im Alltag zu nutzen ist kein Makel, solange das Ergebnis stimmt. Mein Maßstab ist simpel: Wenn ein Produkt die Zutaten enthält und so schmeckt, wie ich es selbst machen würde, passt das. Wenn mir jemand Handgriffe abnimmt, ohne an Geschmack und Qualität zu sparen, ist das für mich schlicht effizient.

Diesen Anspruch erfüllten z.B.

SweMa:

Wer mein Blog liest, weiß: Gemüsebrühe koche ich entweder selbst – oder ich nutze SweMa. Das steht so auch schon in einigen meiner Rezepte. Die Paste spart schlicht das Schnippeln. Drin ist nur Gemüse, Salz und Gewürze – ähnlich wie bei entsprechenden Rezepten im Netz. Besonders hervorzuheben ist, dass ich bereits vor dem Kauf auf der Website sofort sehe, welche Zutaten mich erwarten.

Probiert habe ich auch die Verdure – gegrilltes Gemüse Bio-Tomatensauce, eine unbedingte Empfehlung, wenn man die nicht selber kochen möchte/kann/will.

SweMa links Tomatensauce, rechts Gemüsebrühe im Glas

The Pickle Company:

Das Berliner Start-up hat laut Pressemitteilung einen der begehrten Startup-Pitches gewonnen und ein Media-Paket im Gesamtwert von 30.000 Euro erhalten. Das erhöht für mich die Chancen, dass die Gurken bald im Supermarktregal landen. Probiert habe ich alle drei Varianten von The Classic One über The Golden One bis zu The Hot One. Geschmack und Qualität stimmen. Dass Zucker in der Lake Geschmack und Textur mitbestimmt, ist plausibel; die Balance aus Süße, Essig und Salz war stimmig und die Gurken waren knackig.

Complete Organics:

Obwohl ich ja dank eines Fermentierkurses schon selbst fermentiere, bringen die verschiedenen Sorten der Münchener Manufaktur Abwechslung in kleinen Mengen auf den Tisch. Da die Gläser laut Hersteller nicht erhitzt werden, sind die Kulturen noch aktiv. Das Sortiment reicht von klassischem Kimchi über mildes White Kimchi ohne Schärfe bis zu Smoky Jalapeño Kraut. Laut Website gibt es die sogar schon im Supermarktregal bei mir in der Nähe.

Reduced – Umami:

Das Kopenhagener Unternehmen stellt natürliche Umami-Booster her. Laut Hersteller bildet die Basis mit Koji-Pilzen fermentierter Bruchreis. Dieser wird mit Rohstoffen kombiniert, die in der Lebensmittelproduktion als Überschuss anfallen oder keine weitere Verwendung finden. Ein kleiner Tropfen bewirkt hier geschmacklich bereits viel. Einziger Haken für Endverbraucher: Im deutschen Handel sucht man sie aktuell noch vergeblich. Wie mir am Stand verraten wurde, gibt es sie derzeit nur im dänischen Supermarkt. Ich hatte das Glück, ein Probefläschchen zu bekommen.

eine Flasche reduces Gemüsebrühenkonzentrat

Cascara:

Bio-Eistee aus der Kaffeekirsche. Das Unternehmen setzt auf die Verwendung vorhandener Ressourcen und Nachhaltigkeit: Anstatt die Fruchtschalen der Kaffeebohne ungenutzt auf den Feldern verrotten zu lassen, werden sie hier als Rohstoff genutzt. Der Geschmack ist überzeugend – fruchtig und leicht herb, ohne Konzentrate oder künstliche Zusätze. Gesüßt wird gemäß Zutatenverzeichnis lediglich mit Bio-Rohrohrzucker und Bio-Traubensaftkonzentrat.

In der Mitte des Bildes eine Flasche Cascara Eistee

Natna Cuisine:

Ein echtes Manko vorweg – das Start-up besitzt keine eigene Website, sondern versteckt sich hinter Facebook, Instagram und TikTok. Wer das Produkt sucht, muss auf Social Media querlesen. Kulinarisch stimmt es aber: Die Gründer bringen mit „Tumtumo“ ein traditionelles, eritreisch-äthiopisches Linsengericht ins Glas. Die Rezeptur basiert auf einem Familienrezept mit der Gewürzmischung Berbere, die unter anderem Chili, Koriander und Piment enthält. Erste Testlistungen im Supermarkt laufen bereits. Eine wunderbare Alternative zu Hummus und köstlich zu Injera.

aufgerolltes Fladenbrot auf Teller, im Hintergrund Berbere

Fazit: Substanz schlägt Marketing

Bei den vorgestellten Produkten stimmt die Qualität, das Marketing tritt in den Hintergrund. Die Rezepturen haben mich überzeugt und sind auf der Website – bis auf Natna Cuisine – leicht zu finden.

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