Campingwecken – wie vom Bäcker auf Föhr

Ein besonderer Genuss im Urlaub auf Föhr sind morgens die frisch gebackenen Brötchen vom Bäcker, der nur wenige Minuten von unserem Quartier enfernt liegt. Meine Herren lieben besonders die Dünenkrusties, Milchbrötchen oder Campingwecken. Bislang waren uns diese süßen Brötchen nicht bekannt, wir kannten sie nur von unseren Föhr-Urlauben. Auf Nachfrage bei verschiedenen Inselbäckern erfuhr ich, dass es sich hierbei um ein Brötchen aus zwei unterschiedlich stark gesüßten Hefeteigen handelt. Da diese Art der Teigherstellung sehr aufwändig ist, wird sie von vielen Großbäckereien nicht mehr hergestellt. Im Gegensatz zum letzten Jahr gibt es jetzt bei google auch mehrere Rezeptfundstellen. Ich habe meine Variante aus mehreren Fundstellen zusammengestellt. Der Hagelzucker löst sich beim Backen auf. Der Hagelzuckerteig der

Campingwecken – wie vom Bäcker auf Föhr

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quillt dann durch den Einschnitt nach außen und karamellisiert leicht.

Die Kinder sagen, sie schmecken genauso wie sie sein sollen. Mir schmecken sie am besten mit Käse oder süßem Belag. Die jungen Herren essen das auch mit Mettwurst.

Campingwecken wie vom Bäcker auf Föhr

Menge: 8 – 10 Brötchen

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Campingwecken sind wunderbare Frühstücksbrötchen aus zwei Teigen, diese schmecken wie vom Bäcker auf Föhr

Zutaten:

  • 500 Gramm Weizenmehl Type 550
  • 75 Gramm Butter, weich
  • 60 Gramm Zucker
  • 1 Ei Größe M
  • 10 Gramm Salz
  • 7 Gramm Trockenhefe entsprechend 25 Gramm Frischhefe
  • 250 ml Milch
  • 75 Gramm Hagelzucker, grob

ZUM BESTREICHEN UND BESTREUEN

  • Eigelb-Milchmischung
  • Hagelzucker

QUELLE

eigenes Rezept und Vorgehensweise von

ZUBEREITUNG

  • In der Rührschüssel der Küchenmaschine Trockenhefe mit 1 TL Zucker und 3 EL Mehl und etwas Milch – alle Zutaten von den vorher abgemessenen Zutaten nehmen – zu einem flüssigen Teig verrühren und abgedeckt ca. 20 Minuten stehen lassen.
  • Bis auf den Hagelzucker alle Zutaten zum Vorteig geben und so lange verkneten, bis sich der Teig vom Schüsselrand löst. Den Teig 10 Minuten ruhen lassen und anschliessend in 2 Teile teilen. Der eine Teil sollte 75 g weniger wiegen als der andere. Unter den kleineren Teigteil den Hagelzucker geben und gut verkneten. Nun beide Teige jeweils in 10 gleich große Stücke, ca. 50 g teilen. Ein Teigstück ohne Hagelzucker flach drücken und darauf ein Stück von dem Hagelzuckerteig geben und zusammenwirken. Dabei wird der Hagelzuckerteig von dem Teig ohne Hagelzucker umschlossen.
Making of Campingwecken Making of Campingwecken Making of Campingwecken Making of Campingwecken
Making of Campingwecken Making of Campingwecken Making of Campingwecken Making of Campingwecken

  • Die Teigstücke auf ein vorbereitetes gefettetes Backblech legen, abdecken und in eine Plastiktüte stecken. Die Teigstücke so lange gehen lassen, bis sich das Volumen in etwa verdoppelt hat und ein Fingerabdruck nicht sofort wieder herausspringt. Ulrike: etwa 60 Minuten.
  • Danach die Teilchen mit Ei abstreichen und mit einem scharfen Messer in der Mitte einschneiden. In den Spalt noch ein wenig Hagelzucker geben.
  • Das ganze dann im vorgeheizten Ofen bei 200°C ca. 15 Minuten goldgelb backen.
    Making of Campingwecken Making of Campingwecken

Anmerkung Ulrike: Die Brötchen sind sehr groß, beim nächsten Mal besser 12 Brötchen wirken.
Gesamtzeit: 2 Stunden
Vorbereitungszeit: 15 Minuten
Koch-/Backzeit: 20 Minuten

So sehen die Brötchen aus, wenn man 12 Teilchen geformt hat:

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Korrektur 28.07.2007: Weizenmehl Type 550

22 thoughts on “Campingwecken – wie vom Bäcker auf Föhr

  1. Andrea at www.jungekueche.de

    Toller Trick

    Das ist wirklich eine gute Idee mit den zwei Teigarten, so verbrennt der Zucker nicht. Sieht lecker aus werde ich bestimmt mal nachbacken.

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  2. Claudia (Gast)

    Die sehen sehr appetitlich aus und sind bestimmt die Mühe wert. Schade, dass es im großen und ganzen immer weniger Bäcker gibt, die abseits der Backmischung backen. Solch leckere Brötchen lernen viele Leute erst gar nicht kennen.

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  3. backwahn (Gast)

    klappt auch über Nacht

    Hallo,
    ich habe diese leckeren Brötchen abends vorbereitet und erst am nächsten nach 30 min Aufwärmphase abgebacken. Sie sind prima aufgegangen und waren sehr lecker.
    Vielen Dank für’s Rezept

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  4. Katharina (Gast)

    REPLY:
    Kann mein Glück kaum fassen.. endlich!
    Ich liebe, liebe, liebe diesen fantastischen Brötchen. Habe schon einiges an Rezepten für Campingbrötchen ausprobiert, aber nicht eines hat annähernd an das der Originale gereicht. Werde dein Rezept gleich morgen testen.
    Danke, dass du das Rezept veröffentlicht hast! :-)

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  5. Luce77 (Gast)

    Super!!

    Ich liebe diese Brötchen!! Ich bin Föhrer und habe sie in meiner Kindheit immer gegessen. Nun lebe ich in Hamburg und es ist toll ein bisschen vom Föhr-Feeling hier zu haben. Allerdings sind die vorbereiteten Brötchen bei mir nach einer nacht im Kühlschrank leider nicht aufgegangen :( Man sollte die Brötchen auch erst nach ca. 5 min im Backofen einschneiden. d.h. wenn sie schon etwas hart sind damit die „Füllung“ besser rausquillen kann .

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  6. caprisserie (www.caprisserie.wordpress.com)

    Oh die Campingwecken sehen wie vom Bäcker aus! Sie sind gerade bei mir im Ofen, bin sehr gespannt auf das Ergebnis! :)

    Liebe Grüße

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  7. Ilka

    Juhu ich habe endlich ein Campingwecken Rezept gefunden. Vielen Dank fuer die gute erklaerund des Rezeptes. Nun kann ich endlich auch Campingwecken in Australien geniessen. Yum

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  8. heidi

    Besten Dank für die tolle Foto Dokumentation; habe gerade bei Rezeptwelt.de ein Rezept für die Brötchen entdeckt; konnte mir aber darunter nichts vorstellen :(

    ABER das Netz hilft ja weiter und nun habe ich den vollen Durchblick :)

    Sonnige Herbstgrüße aus dem Süden Deutschlands

    Heidi

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  9. Bettina

    Hallo, vielen Dank für das tolle Rezept. Wir lieben die Campingwecken und backen sie regelmäßig. Eine Frage habe ich jedesmal; das eine Ei in M Größe das oben aufgelistet ist, kommt es mit in den Teig oder ist das das Ei (Eigelb) zum bestreichen?
    Grüße von der Nordsee

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    1. kuechenlatein Beitragsautor

      Das Ei kommt in den Teig, das verbirgt sich hier: Bis auf den Hagelzucker alle Zutaten zum Vorteig geben. Zum Bestreichen – was ja auch weggelassen werden kann – benötigt man extra Ei, Milch und Hagelzucker. Wie haben Sie das denn bis jetzt gehandhabt?

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      1. Bettina

        Natürlich (fast) immer richtig 😉 Einmal ohne Ei im Teig, ging auch aber ich war total verunsichert und nun hab ich gedacht; ich frag einfach mal. Vielen lieben Dank für die schnelle Antwort. Ich mache nächste Woche gleich wieder welche und diesmal bin ich mir sicher wie es geht.
        Schönes Wochenende

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      2. Marco Oglialoro

        Ich habe sie heute das 2. Mal gemacht. Beide Male mit Ei im Teig. Beim ersten Mal mit Mehl type 405. Dieses Mal mit 550. Ich mache die Brötchen am Vorabend und die kommen über Nacht in den Keller. Morgens 20min gehen lassen, einschneiden, einstreichen, bestreuen und in den Ofen. Hat letztes Mal super geklappt. Die Kinder und ich mögen sie wenn sie ausgekühlt sind, meine Frau lieber warm.
        Bin morgen früh gespannt, ob ich den Unterschied beim Mehl merke.

        ❤️ Auf jeden Fall herzlichen Dank für das Rezept, ich liebe Camping-Brötchen und man kriegt die kaum. Außer auf Föhr … und nach diesem Rezept werden sie so wie in meiner Kindheit ❤️

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