Ein kulinarischer Krimi von Tom Hillenbrand: Letzte Ernte

Bild* Wenn ich beim Lesen eines Buches andauernd Appetit auf köstliche Sachen wie Reibekuchen, Mile High Chocolate Layer Cake oder gar Luxemburger Traubenkuchen bekomme und die Lektüre dafür unterbreche, um dafür Rezepte im weltweiten Netz zu finden, dann kann es sich nur um den dritten kulinarischen Krimi mit Xavier Kieffer von Tom Hillenbrand handeln.

Endlich hat Xavier Kieffer einen Platz auf dem Schuebefour, dem Pendant des Oktoberfestes, ergattert und möchte dort seine berühmten Gromperekichelchen anbieten. Da verliert ein Betrunkener Gast Schlüsselbund und Magnetkarte in seinem Zelt und es dauert nicht lange, bis der Eigentümer des „Deux Eglises“ und ehemalige Sternekoch über eine Leiche stolpert. Er steckt seine Nase ungefragt in eine ihm fremde Welt aus Banken, Rohstoffhändlern und Warenterminengeschäften. Es ist nicht ungefährlich, denn seine Freundin Valérie Gabin, Chefin DES führenden Restaurantführers, bekommt sogar einen Leibwächter. Auch das hält Kieffer nicht davon ab, weiter zu ermitteln.

Tom Hillenbrand versteht es, dem Leser auf unterhaltsame Weise nahe zu bringen, das Lebensmittel längst Spekulationsobjekt sind und nicht nur der Ernährung dienen. Dabei versäumt er es nicht, ein paar Seitenhiebe auf sogenannte „Spitzenköche“ auszuteilen. Die machen ja bekanntlich jeden Mist mit, so lange genügend Geld in die Kasse gespült wird. Ähnlichkeiten zu Sendungen im Deutschen Fernsehen sind nicht nur zufällig, sondern bestimmt beabsichtigt.

Wie schon TeufelsfruchtBild* und Rotes GoldBild* habe ich auch diesen Krimi verschlungen. Etwas beklemmend dabei: Realität und Fiktion liegen gar nicht so weit auseinander. Wer kulinarische Krimis mag, wird auch dieses Buch lieben.

Für diese Besprechung wurde mir ein Rezensionsexemplar von Kiepenheuer & Witsch zur Verfügung gestellt.

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Ein Gedanke zu „Ein kulinarischer Krimi von Tom Hillenbrand: Letzte Ernte

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