In alt.bread.recipes wurde nach einem Brötchenrezept gefragt, bei dem man nicht mitten in der Nacht aufstehen muss, um frisch gebackene Brötchen zum Frühstück servieren zu können. Ausprobiert habe ich schon Petras Sauerteigbrötchen aus dem Muffinblech und die Brötchen über Nacht gehen lassen. Aber weitere Rezepte können nicht schaden. Deshalb habe ich heute Morgen das empfohlene Rezept mit dem tollen englischen Titel Make-Ahead Ooey-Gooey Sticky Buns nachgebacken. Die größte Schwierigkeit stellte dabei ein deutscher Titel dar. Ich folge Ralphs Vorschlag und nenne sie
“Ooey-gooey”-Zimthefeschnecken, gut vorzubereiten
Ich habe die Brötchen direkt aus dem Kühlschrank in den Backofen geschoben und – wie man sieht – wirklich leckere Zimtschnecken erhalten.
Im Geschmack erinnern sie sogar ein wenig an “Hamburger Franzbrötchen”.
========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.1
Titel: “Ooey-gooey”-Zimthefeschnecken, gut vorzubereiten
Kategorien: Brötchen, Hefe
Menge: 20-24 Stück
1 Pack. Trockenhefe
1 Teel. Zucker
4 Essl. Wasser, 60 ml, lauwarm
540 Gramm Weizenmehl 550, 500 g + 40 g
50 Gramm Zucker
1 Teel. Muskatnuss oder -blüte, gemahlen
3/4 Teel. Salz
240 ml Kondensmilch, 160 ml + 80 ml
4 Essl. Wasser, 60 ml
1 Ei, Größe L
Ölsprüher
250 Gramm Brauner Zucker, 200 g + 50 g
100 Gramm Maissirup, dunkel, 80 ml
30 Gramm Butter
90 Gramm Pecanüsse, gehackt, ersatzweise Walnüsse
1 Essl. Zimt, gemahlen
============================== QUELLE ==============================
http://recipes.chef2chef.net/recipe-archive/06/041957.shtml
— Erfasst *RK* 25.03.2006 von
— Ulrike Westphal
1. Die Hefe mit einem Esslöffel Zucker und 60 ml Wasser in der
Rührschüssel der Küchenmaschine verrühren und 5 Minuten stehen
lassen. Auf die Hefemischung 500 g Weizenmehl, 50 g Zucker,
Muskatnuss (-blüte), Salz geben. Dann 160 ml Kondensmilch und 60 ml
Wasser (Ulrike: 210 ml Milch, 1,5 % Fett)und das verquirlte Ei
zufügen und zu einem glatten Teig verkneten. Wenn nötig
esslöffelweise das restliche Mehl unterkneten, bis der Teig nicht
mehr klebt. *
2. Den Teigball in einer geölten Schüssel gleichmäßig mit einem
Ölfilm überziehen, abdecken und zugfrei für 45 Minuten, bzw. bis
sich das Volumen verdoppelt hat gehen lassen.
80 ml Kondensmilch, 200 g Zucker, Maissirup und Butter in einem
kleinen Topf verrühren unter ständigem Rühren zum Kochen bringen.
Anschließend von der Kochstelle nehmen. Die gehackten Nüsse
gleichmäßig auf 2 Springformen von 23 cm Ø oder in eine Pfanne von
30 cm Ø verteilen und mit der Zuckersirup-Milchmischung gleichmäßig
bedecken.
3. Den Teig entgasen und 5 Minuten ruhen lassen. Den Teig auf einer
leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck von 60 x 25,4 cm
(2 Formen) oder 43 x 36 cm (1 Pfanne) ausrollen und dünn mit Öl
besprühen.
Den verbleibenden 50 g Zucker mit dem Zimt vermischen und
gleichmäßig über den Teig verteilen.
Über die lange Seite aufrollen, die Naht – aber nicht die Enden – zusammendrücken. Die Rolle mit Zahnseide oder Zwirn in 20 (1 Pfanne) bzw. 24 Stücke von ca. 2,5 cm Breite teilen.
Die Teigrollen gleichmäßig in die Form(en) verteilen.
Mit Klarsichtfolie, die mit Öl besprüht wurde abdecken und im
Kühlschrank für 8 bis 24 Stunden gehen lassen, bzw. bis sich das
Volumen verdoppelt hat.
4. Den Backofen auf 190 °C vorheizen.
5. Die Zimtschnecken bei 190 °C für 23 Minuten backen.
Mit einemMesser die Brötchen vom Pfannenrand lösen, einen Teller auf die
Formen geben und die Brötchen auf die Platte mit der Unterseite nach
oben stürzen.
* Ulrike: weitere Mehlzugabe war nicht nötig
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Nachtrag 27.03.2006: Die Schnecken schmeckten auch noch am Nachmittag -aufgewärmt in der Mikrowelle – ausgezeichnet.
Bitte nicht böse sein ;-)
Als ich Zimtschnecken las und das 1. Foto sah, dachte ich, Du schreibst über einen total misslungenen Versuch. Die nicht gestürzte Version in der Form finde ich sieht appetitlicher aus. Wobei das Gemansche sicher sehr lecker ist. Finde es sieht etwas gewöhnungsbedürftig aus. Die Zimtschnecken waren sicher auch nicht so trocken wie meine _http://www.foolforfood.de/index.php/2006/02/06/zimtschnecken: ;-)
REPLY:
Da hat Ralph sich eben geirrt, wenn er meint unter “Ooey-gooey” könne sich jeder in D etwas vorstellen :), denn Make-Ahead Ooey-Gooey Sticky Buns sind nun einmal klebrig und zähflüssig.
REPLY:
Okay, gooey kenne ich – aber nicht aus D ;-)
Die sticky buns schmecken dann sich auch nur sehr frisch, oder?
Aber mal ‘ne Frage zu den Zutaten: Wo hast Du den Maissirup her? Ich suche schon eine ganze Weile…
Ich glaube aus dem Reformhaus oder einem Bioladen.
Aber: Maissirup ist ein industrielles Produkt bei dem Maisstärke mittels des Enzyms Glucose-Isomerase in Fructose umgewandelt wird. Fructose ist etwa 20% Süßer als normaler Zucker und umgeht den Insulin-Zyklus. Deshalb wirkt er auch nicht Hunger stillend.
Aber man kann den auch ersetzen:
dark corn syrup: Durch Zuckersirup plus etwas dunklen Honig bzw. einige Tropfen Zuckerkulör ersetzen.
light corn syrup: 225 g Zucker mit 75 ml Wasser aufkochen.
Mhmmmm, Franzbrötchen….
Ich finde, die sehen super aus!
Manno, ich muss mir dringend mal wieder sowas weich-hefig-warmes mit Zimt zum Frühstück gönnen…..
also die rezepte sind phantastisch, ich werd auf jeden fall was ausprobieren!
mach weiter so
gruß
jennifer
REPLY:
Ach, sag mal…
hättest Du nicht Lust, bei einem deutschen Parcel Swap mitzumachen? Details gibts bei mir im Blog, wird aber nur stattfinden, wenn sich mindestens noch ein paar Mitmacher finden…. bislang sind wir zu dritt.
REPLY:
Dass ich Maissirup ersetzen kann, weiß ich. Mir geht es konkret um Maissirup, auch wenn der im Verdacht steht, nicht ganz unschuldig an amerkanischer Fettleibigkeit zu sein. Da gibt es ganz interessante Diskussionen, gerade weil der Insulin-Zyklus umgangen wird. In den USA wird der SIrup wohl sehr viel eingesetzt, weil er billiger als Zucker sein soll. Werde mal weiter durch die Läden stöbern, denn ich will mal ausprobieren, ob karamellisierter Zucker wirklich nicht kristallisiert, wenn man den SIrup zugibt.
REPLY:
Karamellisierter Zucker kristallisiert nicht, wenn man ihm den in den Insulin-Zyklus eingreifenden Glucose-Sirup zufügt.
REPLY:
Und wieder was gelernt! Vielen Dank!