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Haselnüsse enthäuten

Wer in den Tiefen des Netzes den Begriff Haselnüsse enthäuten sucht, findet immer wieder die „Trockenmethode“ und den Hinweis, dass Überbrühen wie bei Mandeln nicht hilft.

Im Prinzip ist das auch richtig, aber wenn man dem Wasser Backpulver bzw. Natron zufügt, klappt das fast so gut wie bei Mandeln. Nur fast, weil die Haselnüsse nicht so einfach aus der Haut flutschen wie die Mandeln, aber das Ergebnis ist viel überzeugender als die Röstmethode.

Da ich jedes Mal nach dieser Anleitung, die sich bei den Haselnuss-Biscotti versteckt, suche, gibt es jetzt einen eigenen Beitrag.

Haselnüsse enthäuten und rösten

Menge:

©Haselnüsse enthäuten

Anleitung zum Haselnüsse enthäuten. Haselnüsse mit Backpulver bzw. Natron versetzten Wasser aufkochen. Die Haut lässt sich dann fast so leicht wie bei Mandeln entfernen.

Zutaten:

  • 200 Gramm Haselnusskerne mit Haut
  • 500 ml Wasser
  • 1 Tüte Backpulver
    oder
  • 20 Gramm Natron

QUELLE

978-0688146573978-0688146573*

abgewandelt von Ulrike Westphal nach:
Baking with Julia: Sift, Knead, Flute,
Flour, And Savor…
978-0688146573*
ISBN: 978-0688146573

ZUBEREITUNG

  1. Das Wasser zum Kochen bringen, Backpulver bzw. Natron und Nüsse zufügen und 3 – 5 Minuten kochen lassen, bis das Wasser sich schwarz gefärbt hat.
    Haselnüsse aufgekocht
    Um zu Testen, ob sich die Häute schon gut ablösen lassen, eine Nuss in kaltes Wasser geben und die Haut reiben. Wenn Sie sich leicht löst, sind die Nüsse bereit. Die Nüsse in ein Sieb geben und gut mit kaltem Wasser abspülen. Die Häute entfernen, die Nüsse auf ein Handtuch geben und gut trocknen.
    Haselnüsse enthäuten
  2. Die abgetrockneten Haselnüsse auf einem Backblech verteilen und in den kalten Backofen stellen. Auf 150 °C Umluft aufheizen, mit Aufheizzeit sind die Nüsse in etwa 15 Minuten geröstet, dabei ab und zu die Nüsse rütteln. Wenn die gerösteten Nüsse in der Mitte gebräunt sind, sind sie gut.
    Haselnüsse enthäutet und geröstet

Gesamtzeit: 40 Minuten
Vorbereitungszeit: 5 Minuten
Koch-/Backzeit: 20 Minuten

 
 
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Gebloggt! #blogswirken

Gebloggt-blogswirken

Katrin Hilger vom Blog Hilgerlicious – Luxus ist unsere Natur – lädt bis Ende März zur Blogparade „#blogswirken – die Blogparade für mehr Wertschätzung von Blogs“.

Ihr geht es darum, Gedanken dazu zu sammeln, warum Blogs eine wichtige Quelle für Nachrichten und gesellschaftlichen Austausch sind.

Was 2005 aus Neugier begann ist mir immer noch wichtig. Damals wie heute Bloggen wird oft als Tätigkeit unterforderter Hausfrauen abgetan. Was für ein Weltbild: Klar bin ich auch Hausfrau, aber ich habe eine qualifizierte Berufsausbildung, arbeite seit Jahrzehnten in diesem Beruf und versuche über das Blog mein Wissen an den Mann und die Frau zu bringen: Dazu zählen Artikel wie Carrageen in Schlagsahne oder auch der darüber, was ich unter hochwertiger Schokolade verstehe.

Und bloggen wirkt: 6 Jahre nach diesen immer noch aktuellen Artikeln hat das Angebot an carrageenfreier Schlagsahne und hochwertiger Schokolade wieder zugenommen. Natürlich nicht wegen meiner Artikel, diese Themen wurden auch von anderen aufgegriffen, kann das Instagram?

Küchenlatein hat schon über die Unterschiede zwischen Mindesthaltbarkeitsdatum, Verbrauchsdatum und Verfalldatum berichtet, bevor Frau Klöckner überhaupt daran dachte, einmal Bundesernährungsministerin sein zu wollen.

Mein Blog meine Party, das heißt, ich blogge aus freien Stücken. Ich lebe nicht vom Blog und kann mir dadurch meine Unabhängigkeit bewahren. Meine Themenschwerpunkte änderten sich im Laufe der letzten 14 Jahre, das lässt sich in meinem Küchentagebuch nachlesen:

Suppe der Woche, Kochen ohne Tüte, heißt diverse Tüten und Becherchen der Industrie wurden entzaubert und selbst gemacht, Langsam gekochte vegetarische Gerichte aus dem Slowcooker oder auch für 2. Jetzt widme ich mich den tollen Produkten aus Schleswig-Holstein, die gar nicht so einfach zu erstehen sind. Was auch immer mich bewegt, es ist eine Rezeptsammlung von über 2500 Rezepten zusammengekommen, aus denen meine Söhne Rezepte nachkochen. Und wenn es nur für diese beiden ist, zeigt das Blog Wirkung.

Andere Blogs, mit denen ich für saisonales Gemüse werbe, setzen sich damit für Klimaschutz und Ernährungswende ein. Und das wirkt, im Kleinen wie im Großen.
Im Gegensatz zu Katrin Hilger ärgere ich mich nicht darüber, dass Instagramer derzeit viel mehr Aufmerksamkeit bekommen. Vielleicht hoffen Firmen wie Instagrammer einfach, dass Ihre „Werbesünden“ so schneller in Vergessenheit geraten?
Ich war übrigens auf der selben Veranstaltung wie Herr Buddenbohm. Ich teile seine Meinung. Seine Meinung bleibt so lange erhalten, bis er sich entschließt den zu löschen, mein

Mein Beitrag bei


Instagram mit 34 likes taucht bald nicht mehr auf, die Kommentare verschwinden in der Versenkung und regt sicher nicht dazu an, auf die Herkunft und Verpackung der Bioäpfel zu achten, geschweige denn über den Wert von Lebensmitteln nachzudenken. Wer seinen täglichen Bedarf an Lebensmitteln beim Discounter deckt, lässt irgend jemanden für den niedrigen Preis zahlen.

Wo immer es mir möglich ist, kaufe ich regional erzeugte Lebensmittel, nur das garantiert auf Dauer das Überleben kleiner und mittlerer landwirtschaftlicher Betriebe. Damit das Zukunft hat, bin ich eine davon:

Edit: 26.03.2019 Und Blogs wirken auch in Universitäten. So wurde Küchenlatein im Rahmen einer wissenschaftlichen Arbeit unter folgender Fragestellung analysiert: Wie oft werden in norddeutschen Foodblogs noch niederdeutsche Begriffe und Ausdrücke verwendet. Um der Analystin unnötigen Aggewars zu ersparen: Mit Stand heute habe ich 3430 Blogbeiträge veröffentlicht.

Jahresrückblick #Foodblogbilanz2016

Nachdem letztes Jahr Sina zur Foodblogbilanz 2015 aufrief, übernimmt dieses Jahr wieder Sabine den Staffelstab für die #Foodblogbilanz2016. Meine Antworten der #Foodblogbilanz2015 und #Foodblogbilanz2014; die aktuelle Bilanz von Sabine könnt ihr hier nachlesen.

Die Fragen:

1. Was war 2016 dein erfolgreichster Blogartikel?

Da halte ich es wieder mit der Antworten von 2014 und 2015: Ich nehme das mit Statistiken weitherin nicht so ernst und auch in diesem Jahr lieferte mir (m)ein Plugin mehr oder weniger ungefragt die Antwort: Es war

Lea Linsters Bouneschlupp – Bohnensuppe

#Foodblogbilanz2016 erfolgreichster Artikel

aus dem Jahre 2011. Das liegt wohl auch daran, dass die im Rezept angegebene Quelle online nicht mehr zur Verfügung steht.

Der erfolgreichste Artikel des Jahres 2016 war

Gerollter Reuben-Hackbraten

gerollter Reuben-Hackbraten (1)

2. Welche drei deiner eigenen Blogartikel aus diesem Jahr haben dir persönlich am meisten bedeutet?

Ich freue mich, dass ich überhaupt Blogartikel schreibe und einige blieben auch ungeschrieben, wie der zum Thema der halb um die Welt gekarrten Superfoods und eingeweichter Haferflocken, was natürlich altbacken klingt.

Der Artikel über Earl Grey und Brownie

©Heuraufe

ist natürlich etwas ganz besonderes. Ein (finanzielles) Wagnis, das meine Freundin Gesche und ich eingegangen sind und das ohne die Unterstütung ihres Gatten nie möglich gewesen wäre.

3. Und welche drei aus anderen Blogs haben dich am meisten inspiriert?

Ich bin eher entsetzt, in welche Richtung sich das Bloggen über Essen bewegt. Essen ist mehr denn je zu so etwas wie einer Religion geworden. Noch nie war es angesagter, an irgendeiner ärztlich nicht nachgewiesenen Unverträglichkeit zu leiden, als heute. Natürlich gibt es Allergien und Unverträglichkeiten gegen Lebensmittel und deren Inhaltsstoffe, aber von Selbstdiagnosen halte ich weniger denn je.

Auch ich bin fasziniert, über was in der Blogoshpere geschreiben wird, nur um ein Produkt kostenlos zuerhalten oder die vielen neuen Ernährungstrends, um Gewicht zu verlieren. Ja, auch ich bin beim Essen bei altersgerecht – ich berichtete – angekommen, aber ich ernähre mich weiterhin „normal“, also bewusst. Ich esse das, was mir schmeckt und dazu noch meinem Körper bekommt ohne auf hochverarbeitete „Ersatz“-Produkte zurückzugreifen. Für mich schließen sich z.B. Macarons und gesund einfach aus, die sind einfach nur lecker. In Maßen genossen, ist es egal, ob ich dafür Zucker oder die eben erwähnten, hochverarbeiteten „Ersatz“produkte natürlicher Quellen verwende.

Und wer sich fleischlos oder nur pflanzlich ernähren möchte, darf das gerne tun, nur muss man dann im Produktnamen Assoziationen an tierische Produkte haben?

4. Welches der Rezepte, die du 2016 veröffentlicht hast, hast du selbst am häufigsten gekocht – und warum?

Da halte ich es mit der Antwort von 2015: Auch Jahr habe ich mehrfach das SlowCooker Ragú Bolognese aus dem Jahre 2008 im Schnellkochtopf eingekocht . Der Grund: Meine Herren ENZETT v. Lilienstein und John Kabys nehmen das gerne, um sich schnell eine Mahlzeit zuzubereiten. Bevor die sich eine vor Zusatzstoffen strotzende Fertigsauce kaufen, greifen sie lieber auf die Vorräte der bloggenden Frau Mama zurück.

Meine Rezeptsammlung ist inzwischen so groß geworden, dass ich gerne auf in früheren Jahren veröffentliche Rezepte zurückgreife, z.B. auf die traditionellen „Weihnachtsrezepte“ Crème brûlée, Ofenfondue und Roastbeef mit Grünen Bohnen, Croûtons und Parmesan.

5. Welches Koch- oder Blog-Problem hat dich 2016 beschäftigt? Und hast du es gelöst?

Nach dem katastrophalen Blogumzug von Twoday zu Overblog im Jahre 2013 sind alle umfangreichen Rezeptregister verloren gegangen, so dass meine Leser nur über die Suche in der Seitenleiste darauf Zugriff haben. 2016 habe ich in der Menüleiste den Menüpunkt Rezepteindex zugefügt und einen bebilderten, alphabetisch geordneten Rezepte-Index 2016 zugefügt. Der Rezepte-Index 2005 ist auch vorhanden, die Bilder werden noch nachgeliefert. Fehlen „nur“ noch die Jahr 2006-2015 …. Bei Erstellung der beiden Indices war ich ganz überrascht, was ich alles so in meiner Küche fabriziert habe.

6. Was war deine größte kulinarische Neuentdeckung dieses Jahres – welches Lebensmittel, welches Rezept, welche Küchentechnik, welcher Geschmack hat dir eine völlig neue Welt eröffnet?

Eine neue Welt eröffnet wäre zu viel gesagt. Ich habe dieses Jahr den Grünkohl für mich entdeckt und arbeitete an der Zusammenstellung von Grünkohlrezepten bei Rezepte nach Zutaten

7. Was war der beste (oder lustigste) Suchbegriff, über den Besucher auf dein Blog gekommen sind?

Die waren eher „normal“ wie z.B. „dänische apfelkrapfen“ und immer wieder gerne „kochen ohne tüte blog“, was mich immer wieder freut.

8. Was wünschst du dir und deinem Blog für 2017?

Ich wünsche mir, dass ich auch 2017 noch Zeit zum Bloggen finde. Auf jeden Fall habe ich mir vorgenommen, Ochsenmaulsalat selber zu machen. Die Grundlage dafür ist jedenfalls gelegt. Kurz vor Weihnachten rief mich die Schlachterei Brinkop an, dass ich mein Ochsenmaul abholen könne. Jetzt liegt es erst einmal in der Truhe und wird 2017 trocken gepökelt. Ich werde berichten.

Ich wünsche allen meinen LeserInnen und BlogkollegInnen einen guten Rutsch ins Jahr 2017 und hoffe, dass diese mir gewogen bleiben.

Fassungslos

Diese Woche war ich in der ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn zur Fortbildung.

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Währenddessen starb Helmut Schmidt. Ich bin in Zeiten von RAF aufgewachsen, hatte gerade das Abitur in der Tasche, als mich die harte Haltung dieses Politikers gegenüber Terroristen beeindruckte. Schon damals ließ mich sinnloses Töten fassungslos zurück.

Auch Jahrzehnte später hat sich an sinnlosem Terror nichts geändert, nur meine Fassungslosigkeit ist noch größer.