Archiv der Kategorie: Einmachen

Sauerkraut klassisch und goldenes Kraut

Zusätzlich zu den Karotten setzte ich auch noch

Sauerkraut klassisch und goldenes Kraut

Sauerkraut klassisch und goldenes Kraut

zum Fermentieren an. Was ich daraus gemacht habe, darüber werde ich in den nächsten Beiträgen berichten. Auf jeden Fall schmecken beide Ansätze pur sehr lecker.

Sauerkraut klassisch und goldenes Kraut

Menge: 2 Gläser à 1 Liter Inhalt

Sauerkraut klassisch und goldenes Kraut

Zutaten:

  • 1 Dithmarscher Weißkohl, geviertelt, Strunk entfernt, in feine Streifen gehobelt, 1964 Gramm gehobelt gewogen
  • 40 Gramm Salz, ohne Zusatzstoffe, genauer 39,28 g

GOLDENES KRAUT

  • 1 Stück Ingwer, geschält, fein gewürfelt, 30 Gramm vorbereitet gewogen
  • 1 Stück Kurkuma, geschält, gerieben, 23 Gramm, vorbereitet gewogen
  • 1 Zwiebel, geschält, halbiert, in feine Ringe geschnitten, 82 Gramm vorbereitet gewogen
  • 1 Teel. Homegrown Chili
  • 1/2 Teel. Fenchelsaat

KLASSISCH

  • 2 Tee Kümmel, gemahlen
  • 1/2 Teel. Wacholderkörner, 12 Stück
  • 2 Blätter Lorbeer
  • 1/2 Teel. Senfkörner

QUELLE

abgewandelt von Ulrike Westphal nach:
diversen Quellen des WWW

ZUBEREITUNG

  1. Den fein gehobelten Weißkohl mit dem Salz vermischen, abdecken und über Nacht Flüssigkeit ziehen lassen.
  2. Am nächsten Tag die eine Hälfte des Krautes mit den Zutaten für das Goldene Kraut, die andere Hälfte mit den Zutaten für das Klassische Kraut gut vermischen, in 1-Liter-Gläser mit Bügelverschluss
    einschichten, mit dem Gärgewicht beschweren und 24 h bei Zimmertemperatur stehen lassen. Danach im Keller weiter gären lassen.

Gesamtzeit: 6 Wochen
Vorbereitungszeit: 15 Minuten

 
 
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Gemüse fermentieren

Gemüse selber zu fermentieren, gehört gerade zum Küchenhipstertum. Dabei ist Einlegen und Einsalzen eine uralte Technik, um Gemüse haltbar zu machen. Aber in Zeiten von stets verfügbarer Gemüsekonserven und Tiefkühlkost interessierte sich lange keiner (mehr) dafür. Aber seit Sterneköche die Fermentation kultivieren, gärt der Trend überall. Auch in meiner Küche: Im letzten Jahr legte ich Dillgurken sauer ein und stellte Salzzitronen her.

Als dann Olaf Schnelle mit Oliver Firla in der Wikinger Schänke im Oktober einen Kurs „Fermentieren leicht gemacht“ anboten, nahmen der Inschennör und ich daran teil,

Wikingerschänke

um noch mehr über diese uralte Konservierungsmethode zu erfahren.

Joghurt, Teeblätter, Käse, oder Tabak werden auf diese Weise haltbar gemacht. Dabei nebenbei entstehen neue, köstliche Aromen, aus diesem Grund hat auch die Spitzengastronomie die Fermentation wiederentdeckt.

Collage Fermentationskurs

Nach einer kleinen Einführung in die Fermentation, konnten wir unserem eigenen Ansatz zum Fermentieren herstellen. Fermentieren ist einfach, benötigt wenig Hilfsmittel und schon gar keine großen Gärtöpfe. Pro Kilogramm klein geschnittetem Gemüse werden einfach 20 Gramm Salz zugegeben, am besten Salz ohne Rieselhilfen. Auch da scheine ich hip zu sein, denn sowohl das Nobelhart & Schmutzig als auch Oliver Firla benutzen Salz aus Göttingen, das ich seit dem Besuch im Jahre 2016 auch in meiner Küche nutze.

In der heimischen Küche wird das Gemüse mit der Mandoline zerkleinert, hier hatten wir eine Maschine dafür.

Gemüse zerkleinern

Über das zerkleinerte Gemüse wird das Salz gegeben und so lange geknetet, bis Flüssigkeit austritt. Wer keine Lust auf Kneten hat, lässt das Gemüse einfach bis zum nächsten Tag stehen, dann ist schon Flüssigkeit ausgetreten.

Fermentierkurs Wikingerschänke

Das gesalzene Gemüse wird dicht gepackt in gut gereinigte Gläser gegeben, so dass das Gemüse von Flüssigkeit bedeckt ist. Reicht die Flüssigkeit nicht aus, einfach mit zweiprozentiger Kochsalzlösung auffüllen. Damit das Gemüse auch immer mit Flüssigkeit bedeckt bleibt, mit einem Gärgewicht beschweren. Oliver Schnelle benutzt dafür einfach mit Quarzkies gefüllte Baumwollbeutel,

Baumwollbeutel mit Quarzkies

die sich flexibel jedem gewählten Gefäß anpassen. Das Gefäß verschließen, in einen tiefen Teller stellen und 3 Wochen warten. Nach einer Woche begann es schon zu gären

Heute wollen wir das Ergebnis verkosten:

Sellerie-Quitte und Weißkohl-Karotte

Links im Bild Sellerie-Quitte und rechts Weißkohl-Karotte. Wie unschwer zu erkennen ist, trat Flüssigkeit aus, heißt, der Gärprozess war im Gange. Bleibt gespannt.

Einen Bericht über Olaf Schnelle und sein Schnelles Grünzeug gab es am Freitag, den 09.11.2018 in der Nordstory

Scharfes Möhrensüppchen

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Christina, The Apricot Lady und Sina, die giftigeblonde laden ein zum Blog-Event Herbstgenuss.

Herbst bedeutet nicht nur, dass es Gemüse und Obst in Hülle und Fülle gibt, sondern für mich bedeutet es auch, Vorräte für den Winter anzulegen.

Scharfes Möhrensüppchen

Scharfes Möhrensüppchen (1a)

kann nicht nur frisch genossen werden, sondern wird auch eingekocht. Im Bedarfsfall kann dann aus dem Vorrat geschöpft werden, sei es als Lunch at Work oder aber als stressfreies Süppchen aus dem Vorrat im Rahmen eines festlichen Menüs.

Möhren gibt es derzeit bei den Marktschwärmern Kiel in Hülle und Fülle entweder als Sandmöhren oder mit so klangvollen Namen wie: Jaune de Doubs, Colorado, Pariser Markt, Küttiger, little Fingers, Lunar white, Purpurdrache oder Rouge Sang. Es dauert schon, sich da durchzuprobieren.

Scharfes Möhrensüppchen

Menge: 3 Weck®-Gläser in Tulpenform von 370 ml Inhalt

Scharfes Möhrensüppchen (2a)

Zutaten:

  • 400 Gramm Möhren; Ulrike: Sandmöhren, gewaschen, geschält, gewürfelt
  • 200 Gramm Kartoffeln, mehlig kochend, Ulrike: Agria, gewaschen, geschält, gewürfelt
  • 80 Gramm Zwiebeln, gepellt, gewürfelt
  • 1 kl. Chilischote, Samen und Trennwände entfernt, in feine Würfel geschnitten
  • 2 Essl. Sonnenblumenöl
  • 1/2 Teel. Orangenabrieb
  • 125 ml Orangensaft, am besten frisch gepresst
  • 600 ml Gemüsebrühe
  • Salz
  • Pfeffer, frisch gemahlen
  • 1 Prise Zucker
  • 1 Spritzer Zitronensaft

ZUM Einkochen

  • 3 Weck®-Gläser in Tulpenform à 370 ml
  • Einkochringe
  • Einkochklammern

ZUM SERVIEREN

  • 150 ml Sahne, Ulrike: Kaffeesahne

QUELLE

Weck Landjournal 02_2018_160

abgewandelt von Ulrike Westphal nach:
Weck® Landjournal 02/2018

ZUBEREITUNG

  1. Das Öl in einem Topf erhitzen, die Zwiebelwürfel und Chilistückchen darin anschwitzen. Möhren und Kartoffeln zufügen und kurz mit anschwitzen. Orangenabrieb und -saft und die Gemüsebrühe zufügen und aufkochen. Zugedeckt bei milder Hitze 30 Minuten köcheln lassen. Die Suppe mit einem Mixstab fein pürieren, dann mit Salz, Pfeffer, Zucker und Zitronensaft abschmecken. Die Suppe in die vorbereiteten Einkochgläser bis 2 cm unter den Rand füllen
  2. Die Gläser mit Einkochring, Glasdeckel und zwei Einkoch-Klammern verschließen. Bei 100 °C 90 Minuten einkochen.
  3. Zum Servieren die Suppe langsam erhitzen, pro Glas 50 ml Sahne unterrühren. Nochmals abschmecken und anrichten.

Gesamtzeit: 50 Minuten + Einkochzeit
Vorbereitungszeit: 15 Minuten
Koch-/Backzeit: 35 Minuten
Einkochzeit: 90 Minuten bei 100 °C

 
 

Amarenakirschen aus dem Slowcooker

Frau Kollegin hat einen Kirschbaum im Garten, der dieses Jahr besonders gut trägt, und ließ uns großzügig an der Ernte teilhaben. Ich beschloss, Amarenakirschen daraus herzustellen. Simone von Zimtkringel und Gabi von Langsam kocht besser bieten eine Slowcookerversion mit Gelierzucker an. Den hatte ich nicht im Hause, aber dafür Apfelpektin. Gelierzucker enthält ja oft außer Zitronensäure und Kokosöl auch noch Palmöl, das umwelttechnisch doch als sehr problematisch anzusehen ist.

Ich besitze keinen Kirschkernentsteiner, so entsteinte ich nach der bereits im Jahre 2008 dokumentierten Methode

Zur längeren Haltbarkeit kochte ich meine

Amarenakirschen aus dem Slowcooker

Amarenakirschen aus dem Slowcooker (1)

auch noch ein.

Amarenakirschen aus dem Slowcooker

Menge:3 Weck®-Gläser à 290 ml

Amarenakirschen aus dem Slowcooker

Amarenakirschen sind kaum aus der italienischen Dessert- und Eis-Küche wegzudenken. Diese von Grund auf selbsteingemachten Exemplare schmecken einfach himmlisch und enthalten keine Zusatzstoffe. Die Zubereitung im Slowcooker erspart lästiges Umrühren.

Zutaten:

QUELLE

abgewandelt von Ulrike Westphal nach:
diversen Quellen im World Wide Web

ZUBEREITUNG

  1. Die entsteinten Kirschen mit dem ausgetretenem Saft in den Keramikeinsatz des Slowcookers geben. Zitronensaft, Amaretto, Bittermandel- und Vanilleextrakt darübergeben.
  2. Zucker mit Pektin mischen und über die Kirschen geben. Alles gut vermischen.
  3. Deckel aufsetzen und 3 bis 4 Stunden auf Stufe HIGH garen. Deckel abnehmen und eine weitere Stunde offen garen, dabei gelegentlich rühren.
  4. Die Kirschen in die Weck®-Gläser füllen, verschließen und zur besseren Haltbarkeit 30 Minuten bei 80 °C einkochen.

Topfgröße: 3,5 L; Ulrike: Crock-Pot 3.5 Liter B005C476MO *
Gesamtzeit: 5 Stunden
Vorbereitungszeit: 30 Minuten
Koch-/Backzeit: 4 Stunden 30 Minuten

 
 
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Bananenketchup

Die kulinarische Weltreise führt im April auf die Philippinen. Die haben mich bislang als Urlaubsziel nicht gereizt, daher ist meine Erfahrung mit dieser Küche gleich Null. Sie soll spanisch-mexikanischischen, chinesischen, indischen, japanische und amerikanischen Einflüssem unterliegen. Im Gegensatz zu Petra erlaubte ich mir kein neues Kochbuch, sondern blieb bei dem deutschsprachigen Blog MABUHAY Tisay **18.10.2019 hängen. Dort stieß ich auf ein Rezept, das Bananenketchup und Austernsauce verwendet. Es basiert auf Grundlage von The Adobo Road Cookbook: A Filipino Food Journey978-0804842570* aus dem Petra schon zwei Gerichte ausprobierte, die ihr sehr zusagten.

Austernsauce lässt sich zwar sehr leicht käuflich erwerben, allerdings strotzen die meisten nur so vor Zusatzstoffen wie z.B. Glucono-delta-Lacton, E 150c Ammoniak-Zuckerkulör, E 621 Mononatriumglutamat und Konservierungsstoffen. DieseB00TS8ZUIW* enthält „nur“ E 202 Kaliumsorbat

Ähnlich sieht es bei käuflich zu erwerbendem Bananenketchup aus:

mit Konservierungsstoff E211, Farbstoff E 110, E 129 – Kann Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen

Den habe ich dann kurzerhand mit Zutaten, die im Hause waren, selbst gemacht, ohne zu wissen, wie „philippinisch“ dieses Rezept ist. Aber das dürfte eigentlich bei der Kombination, in der das Ketchup Verwendung finden wird, geschmacklich keine große Rolle spielen.

Bananenketchup

Menge: 2 Gläser à 290 ml + 125 ml

Bananenketchup

Statt Tomaten sind Bananen die Grundlage dieser Sauce.

Zutaten:

  • 4 Bananen, geschält, in 2 cm dicken Scheiben; Ulrike: 768 g Brutto, 257 g Schale
  • 1 gr. Zwiebel, geschält, gewürfelt
  • 50 Gramm Rosinen
  • 2 Essl. Öl, Ulrike: Rapsöl
  • 2 Essl. brauner Zucker
  • 1 Teel. Currypulver
  • 150 ml Apfelsinensaft, Ulrike: 250 ml, da die Bananen noch nicht vollreif waren
  • 3 Essl. WeißweinessigB0050HB86*
  • 1 Essl. Limettensaft
  • Salz
  • Pfeffer

QUELLE

abgewandelt von Ulrike Westphal nach:
ESSEN & TRINKEN

ZUBEREITUNG

  1. Das Öl in einer Pfanne erwärmen und die Zwiebelwürfel darin glasig dünsten. Danach die Bananenscheiben zufügen und 5 Minuten garen.
  2. Zucker, Rosinen, Currypulver, Apfelsinensaft und die Hälfte des Essigs hinzufügen. Das Ganze 10-15 min. einkochen lassen.
  3. Die Pfanne von der Kochstelle nehmen und den Rest des Essigs sowie den Limettensaft zugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Abgekühlt servieren.

TIPP: Zur längeren Haltbarkeit das Ketchup in Einmachgläser füllen, Gläser mit Deckel, Ring und Klammern verschließen und 30 Minuten bei 100 °C einkochen.
Gesamtzeit: 30 Minuten + ggf. Einkochzeit
Vorbereitungszeit: 5 Minuten
Koch-/Backzeit: 20 – 25 Minuten

 
 
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**18.10.2019 http://www.mabuhay-tisay.de/;