Kulinarischer Adventskalender #1 – Glühweinkuchen englische Art

Es ist also soweit. Ich habe heute am 1. Dezember die Ehre, das
erste Söckchen des Kulinarischen Adventskalenders zu füllen.

Das Söckchen wird mit einem Glühweinkuchen englischer Art – Make-ahead mulled wine cake – gefüllt.

In diesem Rezept werden getrocknete Früchte und saftige Backpflaumen in gewürztem Portwein eingeweicht und geben dem Kuchen einen voll entwickelten Fruchtgeschmack. Dieser Kuchen muss bis Weihnachten gut verpackt lagern, ehe er dann – mit einer Glasur überzogen – serviert wird.

Wir planen, diesen Kuchen am Heilig Abend zu genießen. Wer also wissen will, wie der Kuchen endgültig ausschaut: Dranbleiben!


Man benötigt am Tag vor dem Backen:
Glühweinkuchen 002

1 Beutel Glühweingewürz
1 mittl. Orange
1 Teel. Nelken, ganz
200 Gramm Sultaninen
200 Gramm Korinthen
200 Gramm Rosinen
250 Gramm Backplaumen, gehackt
100 Gramm Kandierte Kirschen, geviertelt
100 Gramm Orangeat und/oder Zitronat,
                                                                                 gehackt

Am Backtag:

200 Gramm Butter, weich
200 Gramm dunklen Muscovado Zucker **
4 Eier, Größe M, verquirlt
250 Gramm Weizenmehl Type 405
1 Teel. Zimtpulver
2 Teel. Mischgewürz*, das o. das
1 Prise Nelkenpulver
1 Ingwerwurzel,daumengroßes Stück, fein gerieben

1. Die Früchte am Abend vor dem Backtag einweichen: Den Portwein mit dem Glühweingewürzbeutel, 1 Stück Orangenschale (der Rest wird am Backtag verwendet) und die Nelken in einen Topf geben. Zum Kochen bringen, von der Kochstelle nehmen und 15 Minuten ziehen lassen. Die Trockenfrüchte und Zitronat/Orangeat in einer Schüssel mischen und den heißen Glühwein durch ein Sieb darüber geben. Orangenschale, Gewürzbeutel und Nelken verwerfen. Die Schüssel abdecken und bei Raumtemperatur stehen lassen, damit die Flüssigkeit über Nacht
absorbiert werden kann.

2. Den Backofen auf 160 °C/Heißluft 140 °C/Gas 3 vorheizen. Eine 22 cm Springform fetten und mit einer doppelten Schicht Backpapier auskleiden. Die Springform auch von außen mit einer doppelten Schicht Backpapier versehen. Die Butter und Zucker schaumig rühren. Wenn die Masse anfängt zu gerinnen, ein wenig Mehl zufügen. Die restliche Orangenschale fein reiben und zufügen. Die nicht absorbierte Flüssigkeit der eingeweichten Früchte verwerfen und die abgetropften Früchte unterheben. In die Springform geben und in der Mitte mit einem Esslöffel eine leicht Mulde formen. 30 Minuten backen.

3. Die Ofentemperatur auf 150 °C/Heißluft 130 °C/Gas 2 reduzieren und für 1 1/2 – 1 3/4 h backen bis der Kuchen eine dunkles goldbraune Farbe angenommen hat und ein Holzspieß ohne Rückstände aus dem Kuchen kommt. Eventuell vorhandene Risse schließen sich wieder beim Abkühlen.

Zum Abkühlen in der Springform lassen, danach entfernen und den Kuchen gut eingewickelt in einem luftdicht schließenden Behältnis bis Weihnachten lagern.

* Lebkuchengewürz verwendet

** Statt des dunklen Muskovadozuckers habe ich 160 g Zucker und 40 g Zuckerrübensirup verwendet.

Recipe in English: Button Englisch

8 Gedanken zu „Kulinarischer Adventskalender #1 – Glühweinkuchen englische Art

  1. dilekce

    Morgen , morgen! Ich kam, probierte und hatte schon viel früher als geplant meine Freude! War richtig gespannt :)) Hab Interessanter Kuchen!

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  2. ostwestwind

    @zorra: Stand nicht im Rezept aber ich vermute:

    1. Damit, wenn die Springform nicht richtig schließt, der Backofen sauber bleibt?

    2. Die Hitzeverteilung gleichmäßiger ist?

    Denn die Mulde hatte auch ihren Sinn: Der Kuchen hatte keine Kuppel.

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  3. bauernkueche

    Ach sieh mal, das ist sehr ähnlich wie unser populärer \“Gâteau aux fruits\“ auch\“brandied fruit cake\“ genannt. Na ja, Kanada war halt eine britische Kronkolonie…

    Ich bin gespannt, wie euch der Kuchen schmecken wird.!

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  4. Drache

    Hey, das ist ja eine Kalender-Füllung mit Langzeitwirkung. Man musß bis Weihnachten eigentlich noch warten …

    Sieht gut aus.

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