Besuch bei Brewcomer in Kiel

Kennengelernt habe ich Lars vor 2 Jahren bei der „Session Bier und Blogs“ beim Barcamp Kiel. Seither ist viel passiert und aus der Leidenschaft für Bloggen und Bier entstand das Projekt Brewcomer und seit Januar hat Kiel einen Craft-Beer-Laden.

So organisierte das Kieler Slow Food Convivium bei Brewcomer in Kiel ein Craft-Beer-Tasting,

Besuch bei Brewcomer in Kiel

an dem ENZETT v. Lilienstein und ich teilnahmen.

©Collage Craft-Beer-Laden Brewcomer Kiel

Verkostet wurden 12 Biere aus der Region und ein Bier aus dem Schwarzwald

©von Freude Boulevard bei Brewcomer in Kiel ©Lille Sunny B*tch bei Brewcomer in Kiel ©elbPaul bei Brewcomer in Kiel ©Krögers Roter Reiter bei Brewcomer in Kiel
von Freude Boulevard Lille Sunny B*tch elbpaul Pils Krögers Roter Reiter
©Klüvers Bock bei Brewcomer in Kiel ©Lille Lager bei Brewcomer in Kiel ©von Freude Ale Primeur bei Brewcomer in Kiel ©Kieler Woche Bier 2015 bei Brewcomer in Kiel
Klüver’s Bockbier Lille Lager von Freude Ale Primeur Kieler Woche Bier
©Buddelship Great Escape bei Brewcomer in Kiel ©Ricklinger Schwarzes bei Brewcomer in Kiel ©Klüvers Röker bei Brewcomer in Kiel ©schwarzwaldgold Triple bei Brewcomer in Kiel
Buddelship Great Escape Ricklinger Schwarzes Klüver’s Röker Schwarzwaldgold Tripel 08.07.2020 **
©Krögers Dark Stag bei Brewcomer in Kiel
Krögers Dark Stag**

Eingeschänkt wurde im Hamburger Pokal, der wie ebenso wie andere Verkostungsgläser, eine bauchige, sich nach oben verjüngende Form sowie einen leicht ausgestellte Glasrand hat. Besonders ist der der Hohlraum im Stiel. Dieser verlängert den Weg , über den die CO2-Blasen vom Glas zur Nase gelangen. Sie nehmen so besonders viele Aromastoffe auf und verstärken die Aromen. Das Bier im Stiel erlaubt außerdem eine bessere Bewertung seiner Farbe.

Wer sich noch auf keinen besonderen Bierstil festgelegt hat, ist mit einem „Universalglas“: bauchige, sich sich nach oben verjüngende Form und leicht ausgestellten Glasrand gut bedient. Ansonsten gibt es für jede Biersorte ein Spezialglas, das natürlich bei Brewcomer in Kiel käuflich erworben werden kann.

Craft Beer ist handwerklich gebrautes Bier, doch ab hier wird die Definition schwierig. Ein so bezeichnetes Bier wird von einem Brauer, der in kleinen Mengen und unabhängig von Konzernen auf traditionelle Weise braut. In Deutschland gibt es keine allgemein gültige Grenze der Jahresproduktion, in den USA gilt eine Brauerei mit einer Jahresproduktion von 6 Millionen barrel noch als klein. Bei handwerklich gebrautem Bier schmeckt – trotz gleicher Rezeptur – jede Charge etwas anders.

Zwischen den einzelnen Bieren erfuhren wir Wissenswertes über die Bierherstellung:

Grundsätzlich unterscheidet man bei Bieren untergärige und obergärige Brauarten. Die untergärige Brauart konnte sich erst mit der Verbesserung des Kältetechnik-Verfahrens durch Carl von Linde ab 1870 durchsetzen, bis dahin war man auf natürlich niedrige Umgebungstemperaturen angewiesen. Solche Biere wurden traditionell nur im Winter hergestellt, weil Untergärige Hefe Umgebungstemperaturen von 4 – 9 °C benötigt. Die niedrigen Temperaturen verhindern Spontaninfektionen. Allerdings benötigt so hergestelltes Bier eine längere Gär- und Lagerzeit. Daher auch die Bezeichnung Lagerbier.

Im englischen Sprachraum werden obergärige Biere als Ale, untergärige Biere – das Bier wird bei 15 – 25 °C vergoren – als Lager bezeichnet. Weil die Hefen ihr Temperaturoptimum benötigen und von den heißen Siedekesseln eine erhöhte Brandgefahr ausging, gab es übrigens in früheren Zeiten ein Brauverbot zwischen St. Georg (23. April) und St. Michael (29. September).

Pale Ale hat eine blassere Farbe als Ale, hat ein ausgeprägteres Hopfenaroma und wird in Großbritannien aus Bitter genannt.

India Pale Ale (IPA) ist ein helles starkes Ale, dass sich durch einen besonders hohen Hopfen- und Alkoholgehalt auszeichnet.

Imperial IPA ist ein doppeltes IPA, Amber ist ein dem belgischen Geschmack angepasstes bernsteinfarbenes Pale Ale mit leicht karamellartigem Geschmack.

Und Bockbier ist die Verballhornung einer Brauart der Stadt Einbeck. Um das Einbecker Bier auch bis nach Italien exportieren zu können, wurde ein Bier mit sehr hohem Stammwürzegehalt hergestellt. Dieses Bier war in Bayern so beliebt, dass1614 wurde der Braumeister Elias Pichler von Einbeck abgeworben wurde, um im Hofbräuhaus Bier nach Einbeckscher Art zu brauen.

Nicht jedes Bier war meines, besonders traf das auf den Roten Reiter und das Rauchbier zu. Und auch Biere können „korken“, das bewies das mit Korken und Agraffe verschlossene „Kieler Woche Bier“. Es war inzwischen zu Sauerbier geworden.

Beeindruckt hat mich, auf welche unterschiedliche Art und Weise die Aromen im Bier entstehen können. Der vor allem in den USA beliebte Cascade-Hopfen wirkt auch in größeren Mengen nicht bitter und liefert blumige und fruchtige Aromen. Und belgische Bierhefen produzieren bei Weizenbieren auch einen Fruchtgeschmack, der das Bier zum Dessertbier macht. Auch die Lagerung von Bier in Whiskyfässern verleihen dem Bier interessante Aromen.

ENZETT v. Lilienstein und ich können ein Biertasting bei Brewcomer sehr empfehlen. Natürlich können die verkosteten Biere auch vor Ort – so lange der Vorrat reicht – käuflich erworben werden.

Brewcomer Craft Beer Laden
Stiftstr. 1/Ecke Jungfernstieg
24103 Kiel
0431 97997200
Öffnungszeiten 2015
Donnerstag 16:00 – 19:00 Uhr
Freitag 16:00 – 20:00 Uhr
Samstag 11:00 – 14:00 Uhr

** https://larp-basar.de/shop/kroegers-dark-stag-imperial-stout-craft-beer-075l-flasche/ nicht mehr verfügbar
08.07.2020 http://www.schwarzwald-gold.com/tripel/ nicht mehr verfügbar

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