Food law for beginners: Die Verkehrsbezeichnung oder was zum Teufel ist ein Extrudat?

In München kam ein Fresspaket mit knusprig geröstetem Reis-Extrudat an, das sich außerordentlich spannend anhörte. Reisextrudat ist nicht oder genauso spannend wie andere Extrudate im Lebenmittelbereich. Da Choc’n Crisp keine Verkehrsbezeichnung im Sinne der § 4 der Verordnung über die Kennzeichnung von Lebensmitteln (Verordnung wurde am 13. Juli 2017 aufgehoben) ist, wurde eine Beschreibung „Reisextrudat“ ergänzt.

Was sind aber nun Extrudate? Die bekanntesten Vertreter im Lebensmittelbereich sind Cornflakes, Erdnussflips und Knusperbrote. Zur Herstellung werden Getreidebreie bei Temperaturen von 120 – 180 °C unter Einwirkung von Druck (30-40 bar) durch den Extruder gepresst. Beim Ausstritt der Masse entsteht an der Luft ein Temperatur- und Druckgefälle, das dafür sorgt, dass Wasserdampf aus dem Teig entweicht und auf diese Weise Luftbläschen eingeschlossen werden. Je nach Form der Düse bekommt dann das Produkt das entsprechende Aussehen.

Am Anfang meiner beruflichen Tätigkeit hatte ich einmal Gelegenheit, in der damaligen Bundesanstalt für Getreide einen Extruder bei der Herstellung von Flips in Aktion zu sehen. Eigentlich eine völlig unspektakuläres Teil, an dem einen Ende befand sich der Getreidebrei, am anderen Ende die Düse/Matrize, wo sich das Getreidemehl durch den hohen Druck beim Austreten schnell ausdehnt aber trotzdem zusammenbackt. Dann werden die Flips noch abgeschnitten.

Da die Sachgeschichte Erdnussflips nicht mehr auf der Maus-Seite zu sehen ist, gibt es gibt es hier einen Hinweis auf einen Beitrag vom 24.04.2014 in Galileo (click 22.12.17 noch online)

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