Mürbeteig mit Zitronenfüllung und Baiserhaube – Lemon Meringue Pie

pink_dbClick here for the English version.Button English
Heute ist es also wieder soweit: Die Daring Bakers – inzwischen weit über 400 – stellen sich der ersten Herausforderung des Jahres 2008: Lemon Meringue Pie. Mir fällt dazu eigentlich gar keine deutsche Entsprechung für süßen Pie ein. Das vorgegebene Rezept kam wie üblich in den mir verhassten Tassenmaßen. Wenn ich das Rezept richtig umgerechnet und für die Füllung die vorgesehenen 60 g – und nicht nur die Hälfte -Stärkemehl verwendet hätte, hätte der Kuchen auch nach dem Anschneiden optisch etwas hergemacht. Aber leider hat sich die Füllung nach dem Backen wieder verflüssigt.

Mürbeteig mit Zitronenfüllung und Baiserhaube

Mürbeteig mit Zitronenfüllung und Baiserhaube 038

Geschmacklich top, optisch ein Flop! Die Kinder fanden den Kuchen zu „amerikanisch“, deshalb habe ich ihn nicht noch einmal gebacken.

Das Ganze kann man sich hier auch in einer Slideshow angucken.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Mürbeteig mit Zitronenfüllung und Baiserhaube
Kategorien: Backen, Mürbeteig
Menge: 1 Pie Ø 25 cm

Zutaten

H MÜRBETEIG
175 Gramm   Butter, kalt, in ca. 1 cm Würfel geschnitten
250 Gramm   Weizenmehl Type 405
50 Gramm   Zucker
1/4 Teel.   Salz
80 ml   Eiswasser
H FÜLLUNG
475 ml   Wasser
200 Gramm   Zucker
60 Gramm   Kartoffel- oder Maisstärke
5     Eigelb, verquirlt
58 Gramm   Butter
180 ml   Zitronensaft, frisch von ca 6 Zitronen
1 Essl.   Zitronenschale, gerieben, von etwa 3 Zitronen
1 Teel.   Vanilleextrakt
H BAISERHAUBE
5     Eiweiß, Raumtemperatur
1/2 Teel.   Weinstein, Kaliumhydrogentartrat *
1/4 Teel.   Salz
1/2 Teel.   Vanilleextrakt
150 Gramm   Zucker

Quelle

  Pie: Wanda’s Pie in the Sky by Wanda
  Beaver, 2002
  Torteletts: recipe courtesy of Ripe for Dessert by David
  Lebovitz, 2003
  Erfasst *RK* 30.12.2007 von
  Ulrike Westphal

Zubereitung

Für den Mürbeteigboden:

Alle Zutaten sollten so kühl wie möglich zu einem Mürbeteig verarbeitet werden. Mit dem Flachschläger der Küchenmaschine alle festen Zutaten verkneten, bis sie krümelig werden. Anschließend das Eiswasser zugeben und weiterkneten, bis sich um den Flachschläger ein Ball formt. Den Teigball auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einer Kugel formen. Die Kugel zu einer runden Platte pressen, in Plastikfolie einwickeln und mindestens 20 Minuten kühlen.

Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und die Teigplatte auf einer leicht bemehlten Arbeitsplatte zu einem Kreis von ca. 30 cm und einer Dicke von 3 mm ausrollen. Wenn der Teig zu stark gekühlt ist, etwas anwärmen lassen. Den Teig mit Hilfe des Teigrollers in eine Pieform geben, dabei ca. 1,2 cm über den Rand hängen lassen. Einen dekorativen Rillenrand formen und mindestens 30 Minuten kühlen.

Den Ofen auf 175 °C vorheizen. Den Mürbeteigboden mit Backpapier bedecken und mit Trockenhülsenfrüchten beschweren. Nach 20 – 25 Minuten Backzeit die Hülsenfrüchte und das Backpapier entfernen und weitere 10 bis 15 Minuten goldbraun backen.

Den Mürbeteigboden vor dem Füllen komplett auskühlen lassen.

Für die Füllung:

In einem ausreichend großem Topf das Wasser zum Kochen bringen, von der Kochstelle nehmen und ca. 5 Minuten abkühlen lassen. Die mit Zucker vermischte Stärke unter ständigem Rühren in das heiße Wasser geben, bis die Mischung vollständig aufgelöst ist.

Unter ständigem Rühren zum Kochen bringen, die Mischung ist sehr dick. Ca. 240 ml dieser Stärkelösung zu den verquirlten Eigelben geben, dabei kräftig rühren. Die heiße Eigelbmischung zurück in den Kochtopf geben und kräftig rührend die Mischung zum Kochen bringen. Von der Kochstelle nehmen und die Butter unterrühren. Zitronensaft,
-schale und Vanille unterrühren, bis eine glatte Masse entstanden ist. Die Füllung auf den vollständig ausgekühlten Mürbeteigboden geben. Die Füllung mit Klarsichtfolie bedecken, um eine Hautbildung zu vermeiden und das ganze auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.

Für die Baisermasse:

Den Ofen auf 190 °C vorheizen. Mit dem Rührbesen die Eiweiße mit Weinstein, Salz und Vanille steif schlagen, dabei nach und nach den Zucker zugeben.* Die Masse auf den abgekühlten Kuchen geben, dabei den Rand mit einschließen, so dass alles von der Baisermasse verdeckt ist. 15 bis 20 Minuten backen, bis der Baiser eine goldbraune Farbe angenommen hat. Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Den Kuchen innerhalb der nächsten Stunden verzehren, damit der Boden nicht durchweicht.

* Ich habe statt Weinstein 1/2 Teelöffel Essigessenz verwendet und alle Zutaten in einer Schüssel, deren Boden ca. 2,5 cm in nicht mehr kochendem Wasser stand, zusammen steif geschlagen.

=====

Pages: 1 Button German 2 Button English

27 thoughts on “Mürbeteig mit Zitronenfüllung und Baiserhaube – Lemon Meringue Pie

  1. ostwestwind

    REPLY:
    Das kann ich dir nicht genau beantworten :-) Meine Söhne sind der Meinung, dass sowohl in britischen als auch in amerikanischen Kuchen zu viel Zesten verwendet werden, das schmeckt dann eben „amerikanisch“….

    Antworten
  2. Meeta (Gast)

    Shame!
    Sorry that the curd was so runny but it’s the taste that matters. I was wondering how you and your family might like this recipe as it is quite Ami!! I prefer my lemon pies without the meringue just brown sugar and then bruleed in the oven grill. Maybe that would appeal to your family more!

    Antworten
  3. johanna (Gast)

    ich hasse diese cup measures auch, aber am meisten hasse ich den idioten, der sich einfallen lassen hat, trockene zutaten in ml anzugeben… eine meisterleistung! ich nehm daher meist meine cups, wiege aber brav ab, um’s fuer’s naechste mal festzuhalten! vielleicht sollte sich bei den db immer ein europaer finden, der’s als erster macht und dann die metrischen masse am db blog zur verfuegung stellt – dann gaeb’s weniger fluchen!

    Antworten
  4. Eva (Gast)

    Also ich finde, Dein Pie sieht trotzdem lecker aus! Die Tassenangaben und die unbrauchbaren ml-Angaben haben mich auch etwas ins Schleudern gebracht. Ich hab versucht herauszufinden, wieviel 1/2 cup of cornstarch wohl wiegen und bin irgendwie auf sagenhafte 113g gekommen. Das kam mir dann schon sehr spanisch vor, aber gluecklicherweise hat die Fuellung nach dem Abkuehlen den Staerkegeschmack verloren…

    Antworten
  5. Sheltie Girl (Gast)

    I sometimes have the same challenge when I convert metric recipes. I got a kitchen scale that does grams and ounces that helps.

    While I grew up with lemon meringue pie, as an adult I prefer it with less filling and less meringue. My children didn’t like it either, although they liked the crust which seemed to be like butter cookies to them.

    Natalie @ Gluten A Go Go

    Antworten
  6. Deborah at workingwomanfood.blogspot.com

    Ooohh, it looks like you have vanilla bean seeds in there – I bet that was fantastic! Your pie looks great, even if the conversions didn’t work out perfectly!

    Antworten
  7. Baking Soda (Gast)

    Ahum…I’m right there with Johanna -and you- on the cup vs grams vs ml!! maybe it’s a good thing not all of us read german, the comment is very graphic lol. I must admit I had not seen your conversion either so the first thing I did was indeed taking cups and measuring/weighing before überhaupt starting on the pie. I wonder when the whole cups thing is left where it should be, back to the days of horse drawn carts and westerns.
    My kids didn’t like the pie either, one of them claimed it to be for grown-ups..

    Antworten
  8. Molly (Gast)

    You know, someone should try to develope an ultimate conversion table for the daring bakers. I have found that volume and weigh vary greatly from thing to thing. And even different flours weigh differently. Isn’t it funny what becomes the challenge. For me it was all about timing. Bien fait.

    Antworten
  9. epsilon

    Schade, dass die Fuellung so fluessig war… Ich hatte die richtige Menge Staerke und trotdem ist Wasser rausgelaufen am Ende. Keine Ahnung woran das lag. Vielleicht ist amerikanische „corn starch“ einfach anders, wer weiss.
    Ich fand den Kuchen ausgesprochen unamerikanisch. Die meisten Rezepte, die ich bisher hatte waren viel viel suesser (zu suess eigentlich). Vielleicht findest Du ja eine Gelegenheit ihn nochmal zu machen.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*