Vorstellung der Private Edition Glenmorangie Tùsail

Im Februar dieses Jahres hatte ich die Gelegenheit, an der Vorstellung der Glenmorangie Túsail Edition im Clockers teilzunehmen.

©Glenmorangie-Event Karen Fullerton

Zunächst gab Karen Fullerton – Global Brand Ambassador Glenmorangie – eine Einführung in die Herstellung von Glenmorangie The Original. Hierbei handelt es sich um einen 10 Jahre alten Single Malt, der aus erst- und zweitbefüllten Bourbon-Fässern hergestellt wird.

©Glenmorangie-The Orignial Einzelzutaten

Der Original hat einen milden, harmonischen Geschmack mit Fruchnoten und Vanille. Danach ging es an die Vorstellung der 6. Private Edition Glenmorangie Túsail.

Seit 2010 bringt Glenmorangie jedes Jahr eine Abfüllung als sogenannte Private Edition heraus. In den letzten Jahren lag der der Focus der Geschmacksgebung auf der Lagerung in verschiedenen Fässern. Dieses Jahr setzt Glenmorangie auf die alte Gerstensorte Maris Otter

©Private Edition Glenmorangie Túsail - Maris Otter Halm
©Private Edition Glenmorangie Túsail - Vergleich Gerste

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Diese zweizeilige Wintergerste wurde 1966 speziell für die Malzerzeugung von Ale gezüchtet und war lange Zeit bei Bierbrauern sehrbeliebt. Maris Otter enthält wenig Stickstoff, erzeugt vielfältige Aromen und verhält sich beim Bierbrauen sehr unkompliziert. Der Nachteil, sie wächst höher als andere Gersten, damit ist das Risiko von Ernteverlusten größer. Außerdem wird weniger Ertrag damit erzielt, weil die Gerste nur zwei Reihen Körner hat und diese auch noch kleiner als andere Gersten sind. Dadurch fiel die Nachfrage nach dieser Gerstensorte, zudem bedrohte Maris Otter durch Fremdbestäubungen der Verlust der Sortenreinheit. Zwei britische Unternehmer erwarben die alleinigen Rechte an der Vermarktung der Gerstensorte und rettete sie damit.

Dr. Bill Lumsden, Director of Distilling und Whisky Creation bei Glenmorangie ließ eine kleine Menge dieser alten Gerste mälzen und destillierte daraus Genmorangie Tùsail, gälisch für ursprünglich, original. Die Reifung erfolgte dann anschließend in Ex-Bourbon-Fässern. Glenmorangie Tùsail wird mit 46 Volumenprozent Alkohol nicht kühlgefiltert abgefüllt und schmeckt damit schärfer als The Original und hat deutlich intensive Malz- und Röstaromen.

©Glenmorangie-Túsail

So richtig riechen und schmecken konnte ich die Aromen nur eingeschränkt. Im Clockers darf geraucht werden und obwohl keiner der Gäste rauchte, verströmte die Einrichtung mit viel Holz und Büchern sehr viel Aroma nach altem, abgestandenen (Zigaretten-)Rauch, der die feinen Fruchtaromen der Whiskys stark überdeckte.

Ein Ziel hat die Vorstellung erreicht: Ich bin neugierig auf den Glenmorangie Tùsail in einer neutralen Umgebung.

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