Besuch der Hanse-Spirit 2015

Auch dieses Jahr besuchten der Inschennör und ich die Hanse-Spirit, diesmal am Freitag, dem Eröffnungstag. Außer 2 Tastings hatten wir auch eine Übernachtung gebucht. So spaßig ist es dann doch nicht, mit der Regionalbahn nach Mitternacht nach Hause zu fahren.

Im Gegensatz zum letzten Jahr gab es mehr Sitzgelegenheiten zum Verweilen

©Sitzgelegenheiten Hanse-Spirit 2015

und mit dem Stand vom Strongbows kamen heimatliche Gefühle auf.

©Strongbow Hanse-Spirit 2015

Bevor wir unser erstes Tasting hatten, schauten wir wir bei Alba-Import vorbei,

©Alba-Import Hanse-Spirit 2015

nicht ohne einen 100% Kilchoman 100% Islay small batch aus den Bourbon-Fässern 358-360 zu erstehen. Erstandene Spirituosen konnte der Besucher der Hanse-Spirit 2015 für einen Euro in einem Kurzzeitlager unterbringen und musste diese nicht die ganze Zeit mit sich herumschleppen. Danach wurde es auch schon Zeit für das Gin-Tonic-Tasting mit The Ginthusiast Oliver Steffen

©The Ginthusiast Oliver Steffens Hanse-Spirit 2015

Im Gegensatz zum letzten Jahr wurde der Tastingbereich vergrößert. Tastingbereich B in unten in der Halle bot im Vergleich zu den schönen Bussen zwar mehr Platz, leider machte es einem die Geräuschkulisse der Messebesucher schwer, dem Vortrag zu folgen. Verkostet wurden drei verschiedene Gins (Beefeater, Feel! Munich dry, Geranium 55° Overproof Premium London Dry Gin) mit 4 verschiedenen Tonic-Wässern (Thomas Henry Tonic, Fevertree, Schweppes Dry Tonic und Fentimans).

©Collage Gin-Tonic Tasting Hanse-Spirit 2015

Ich trinke ja gerne ab und zu Gin-Tonic, aber einen Gin mit 4 verschiedenen Tonics zu probieren, macht man ja eher selten. Die Erkenntnis des Abends: Fevertree schmeckte mit jedem der verkosteten Gins, die Kombination Thomas Henry mit Feel! ging für den Inschennör und mich gar nicht, das schmeckte zu sehr nach Blümchen. Glücklicherweise sind Geschmäcker ja unterschiedlich.

©Gin-Tasting Hanse-Spirit 2015

Das Thema des 2. Tastings zu fortgeschrittener Stunde war „Fassgelagerte Spirituosen“ mit Julia Nourney. Im kleinen Kreis und mit deutlich geringerer Geräuschkulisse, gab es zunächst eine kleine Einführung, welche Spirituosen im Fass gelagert werden müssen und was im Fass gelagert werden kann, aber nicht muss.

©Julia Nourney Fass gelagerte Spirituosen Hanse-Spirit 2015

Vorschriften für die Fasslagerung gibt es für z.B. für Armagnac, Brandy de Jerez, Calvados und Cognac und Whisky. Andere Spirituosen wie z.B. Rum oder Grappa können, aber müssen nicht im Fass reifen. Außer Eiche als Holzart kommen auch Akazie, Esche, Kastanie, Hasel- und Walnuss, sowie Wildbirne, -kirsche oder -pflaume in Frage. Diese Fässer fassen meist nur 50 Liter und da sehr viel Holz wenig Spirituose umgibt, wird in diesen Fässern die Spirituose nur kurz gelagert. Nach einer kurzen Einführung galt es, die Art der Spirituose herauszuschmecken.

©Tasting Fass gelagerte Spirituosen Hanse-Spirit 2015

Es ist gar nicht so einfach, die Spirituose herauszuriechen oder zu schmecken, wenn man sich auf Auge, Nase und Mund verlassen muss. Die erste Spirituose (von links), roch sehr süß und karamellig und erinnerte mich sehr an Rum. Bei der 2. Spirituose war meine Nase und der Gaumen völlig aus dem Konzept und ratlos, Nr. 3 roch nach Heu und schmeckte nach Grappa und Nr. 4 roch und schmeckte eindeutig nach Gin.

Und hier die Auflösung:

©Tasting Fass gelagerte Spirituosen Collage

Master Blender Angela D’Orazio von Mackmyra erzählte uns dann etwas über die Edition Midvinter. Dieser (nicht getorfte) Whisky reifte in verschiedenen Fässern: erst im Sherry-, dann im Glöggweinfass und abschließend im Bordeauxweinfass. Spannend wie unterschiedlich Whisky schmecken kann.

Der Nginious! Gin war Flasche 1074 von 1174 Flaschen und wurde kurz vom Vermouth-Fass „geküsst“. Dieser Gin schmeckt auch pur sehr gut. Dieser Schweizer Blended Gin enthält 18 Botanicals.

©Botanicals Nginious Hanse-Spirit 2015

Im Gegensatz zu einem „London Dry Gin“, bei dem alle Kräuter in einem einzigen Vorgang gemeinsamt destilliert werden, wurden beim Ngenius! die 18 verwendeten Botanicals in 4 (Frucht, Citrus, Kräuter & Wurzeln, Süßholz) Gruppen geteilt, destilliert und dann verschnitten. Den fand sogar der Inschennör nicht direkt schlecht.

Mit Ende des Tastings war dann auch der erste Messetag beendet, der Inschennör und ich haben Neues entdeckt und erfahren. Und nach der Hanse-Spirit 2015 ist vor der Hanse-Spirit 2016, die vom 05.02.2016 bis 07.02.2016 stattfindet. Wir sind bestimmt wieder dabei.

2 thoughts on “Besuch der Hanse-Spirit 2015

  1. Foodfreak

    Vielen Dank für’s Mitnehmen – sehr interessant! Der Liebste und ich wären ja gern schon wegen Ginnerds auch gegangen, aber ich habe dann doch geschwächelt, da die Deadline für’s Projekt an dem Tag zu sehr drückte. Mal schauen ob’s 2016 klappt…

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  2. Pingback: Im Test: Tresterbrand vom Hobbywinzer aus dem Schwarzwald - kuechenlatein.com

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