Archiv der Kategorie: Blog-Event

Jahresrückblick #Foodblogbilanz2021

Es ist jetzt Tradition, dies ist mein 8. Jahresrückblick in Form einer Foodblogbilanz, hier die Jahre 2014, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019 und 2020.

Feed me up before you go-go laden auch dieses Jahr wieder zum

Jahresrückblick – Foodblogbilanz

Best Nine Blogbeiträge 2021 bei Küchenlatein

Ins Leben gerufen wurde das Event von Sabine von Schmeckt nach mehr, dann rief Sina, die Giftige Blonde zur Bilanz auf, entschloss sich aber letztes Jahr ihr Blog einzustampfen. Wie schön, dass Feed me up before you go-go die Tradition fortsetzen.

Nun zu den Fragen:

1. Was war 2021 dein erfolgreichster Blogartikel?

Wie schon im Jahre 2018 und 2020 war der Kartoffelsalat nach Alfons Schuhbeck der am meisten aufgerufene Artikel dieses Jahr, dicht gefolgt von der Rhabarberkompott einkochen. Erst an 4. Stelle kommt das Rezept aus dem Jahr 2011 Lea Linsters Bouneschlupp – Bohnensuppe, der meist gelesene Blogartikel in den Jahren 2019, 2017 und 2016

Auch in diesem Jahr sind es nicht die Rezepte aus dem aktuellen Jahr, die häufig aufgerufen werden, sondern alles ältere Beiträge.

Von den im Jahre 2021 veröffentlichten Blogartikeln ist der Beitrag zur kulinarischen Weltreise nach Griechenland

Gyros mit Metaxa-Sauce

Gyros mit Metaxa-Sauce, Tsatsiki und Bauernsalat

der am häufigsten aufgerufene.

2. Welche drei deiner eigenen Blogartikel aus diesem Jahr haben dir persönlich am meisten bedeutet?

Mir war dieses Jahr noch nicht einmal danach, das 16-jährige Bestehen von Küchenlatein zu würdigen.

3. Und welche drei aus anderen Blogs haben dich am meisten inspiriert?

Die große Zeit der Kochblogs ist vorbei, Frau kann froh sein, wenn Sie überhaupt gelesen wird.

Ich erfreue mich einfach wie Gabi – geschätze Bloggerkollegin und Kochbuch(mit)Autorin an langjährigen Blogbegleitern wie Barbaras Spielwiese, Brot und Rosen, Chili & Ciabatta, CorumBlog 2.0, Kaffeebohne und Kochtopf.

Inzwischen ist Mann/Frau/Divers ja eher zu Youtube, New York Times, Washington Post oder Guardian abgewandert.

4. Welches der Rezepte, die du 2021 veröffentlicht hast, hast du selbst am häufigsten gekocht – und warum?

Von den im Jahre 2021 veröffentlichten Rezepten sind einige Wiederholungen aus den Vorjahren.

Sie sind einfach köstlich und deshalb eine Wiederholung wert.

5. Welches Koch- oder Blog-Problem hat dich 2021 beschäftigt? Und hast du es gelöst?

Ich war damit beschäftigt, die toten Links von nicht mehr existierenden Blogs zu beseitigen. Auch beliebt, das Blog zu überarbeiten und viele Artikel offline zu setzen. Auch da entfernte ich die toten Links.

6. Was war deine größte kulinarische Neuentdeckung dieses Jahres – welches Lebensmittel, welches Rezept, welche Küchentechnik, welcher Geschmack hat dir eine völlig neue Welt eröffnet?

In diesem Jahr entdeckte ich die Krimiserie von Louise Penny* für mich. Die Ermittler Armand Gamache, Jean-Guy Beauvoir und Isabelle Lacoste sind auch Feinschmecker. Während des Lesens bekam ich Appetit auf

suchte dafür Rezepte und kochte die nach. Zudem wurden Kindheitserinnerungen an Lakritzpfeifen wach. Die orderte ich aus Dänemark*. Sie schmecken übrigens auch zu Rotwein.

Lakritzpfeife mit Rotwein

7. Was war der beste (oder lustigste) Suchbegriff, über den Besucher auf deinen Blog gekommen sind?

Nun, gut oder lustig sind die Suchbegriffe auch 2021 nicht, aber es ist erstaunlich, über welche Suchbegriffe Küchenlatein gefunden wird: schwedische zimtbrötchen mit backpapierförmchen backen oder ohne | 1 päckchen zitronensäure entspricht | küchenlatein | tonic water selber machen

8. Was wünschst du dir und deinem Blog für 2022?

Da wiederhole ich meinen Wunsch für 2021: Gesundheit, vor allem ein Ende DER Situation. Letzteres dürfte auch in 2022 Wunschdenken sein. Ich hoffe sehr, dass sich alle Menschen impfen lassen, bei denen keine gesundheitlichen Gründe dagegensprechen. Der Inschennör wird im Januar geboostert und ich bin es schon. Dann wünsche ich mir wieder Durchhaltevermögen für ein weiteres Jahr, das Küchentagebuch zu füllen.

Vielen Dank an Steffen und Sabrina für die Einladung Anregung zum Jahresrückblick. Dort im Blog findet man auch die Links zu weiteren Bilanzen.

Ich wünsche allen meinen LeserInnen und BlogkollegInnen einen guten Rutsch ins Jahr 2022 und hoffe, dass diese mir gewogen bleiben. Bleibt oder werdet gesund!

* = Amazon Affiliate-Link

Kekse mit Schokolade und schwarzem Sesam

Die dunkle Jahreszeit hat begonnen, was gibt es da Schöneres als den Duft von frisch Gebackenem in der Küche. Die Kekse mit Schokolade und schwarzem Sesam fand ich bei Sus für die Aktion „Koch mein Rezept“.

2005 ging das Blog von Sus mit diesem Beitrag online, damals noch bei twoday. Zu dieser Plattform wechselte ich ebenfalls im Dezember 2005, da lernte ich Sus virtuell kennen und seitdem verfolge ich ihr Blog.

Damals wusste Sus noch nicht so genau, was sie mit einem Blog anfangen wollte. Eigentlich sollte er sich mit Science Fiction & Fantasy beschäftigen, aber irgendwie wurde daraus nichts. Eines Tages entdeckte sie bei twoday verschiedene Kochblogs. Ich fühle mich geehrt, dass neben 1x Umrühren, bitte auch Küchenlatein gefiel. Sie nahm an einem Koch-Event teil und schwupps mutierte das Blog zu einem recht belebten und beliebten Food-Blog.

Und über das Food-Bloggen traf ich Sus sogar persönlich bei der legendären fress:publica08. Sus war Gastgeberin beim Blog-Event im leider nicht mehr existierenden Gärtnerblog. Dort wurden Rezepte mit jahreszeitlichen Zutaten gesucht. Sus rettet bei Facebook fleißig, was zu retten ist und begeistert sich wie schon im Gärtnerblog für Pflanzenflohmärkte.

Während ich schon 2013 von der Plattform twoday Abschied nahm, war es bei Sus 2017 der Fall. Ihre asiatischen Kreationen werden dort schmerzlich vermisst. Da passt das Rezept der

Kekse mit Schokolade und schwarzem Sesam

Kekse mit Schokolade und schwarzem Sesam

ganz gut, da stammt zumindest die Sojasauce aus Asien. An dem Rezept verwirrt hat mich jedoch, dass Sus als schwarzen Sesam Nigella bzw. Schwarzkümmel verwendete. Die kleinen Körner sehen sich zwar auf den ersten Blick zum Verwechseln ähnlich, unter scheiden sich aber eschmacklich sehr stark voneinander. Während schwarzer Sesam nussig schmeckt, ist Schwarzkümmel eher scharf und würzig. Ich verwendete tatsächlich schwarzen Sesam. Es hätte nach meinem Geschmack ruhig noch mehr Sojasauce sein können und mehr schwarzer Sesam. Beim nächsten Mal werde ich wie im Originalrezept den Teig kühlen und die Teigkugeln zusätzlich noch in schwarzem Sesam wälzen.

Kekse mit Schokolade und schwarzem Sesam

Menge: 30 – 35 Stück

Kekse mit Schokolade und schwarzem Sesam

Statt Salz enthalten die Kekse mit Schokolade und schwarzem Sesam Sojasoße.

Zutaten

  • 120 Gramm Butter, weich
  • 110 Gramm Zucker
  • 1 Ei, Größe M
  • 1 Teel. Sojasauce
  • 1 Essl. Sesam, schwarz
  • 180 Gramm Dinkelmehl, Type 405
  • 1/2 Teelöffel Weinsteinbackpulver
  • 100 Gramm Schokotropfen, Kakaogehalt 70%

QUELLE

abgewandelt von Ulrike Westphal nach:
CorumBlog 2.0 und FromSnuggsKitchen

ZUBEREITUNG

  1. Den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.
  2. In einer Schüssel Butter, Zucker und Sojasauce gut verrühren. Das Ei zufügen und unterrühren, dann Mehl, Backpulver und Sesam unterrühren. Die Schokolademtropfen zum Schluß unterrühren.
  3. Mit dem 10 ml Eisportionierer (Ø 3 cm) auf zwei mit Backpapier ausgelegte Backbleche verteilen. Dabei mindestens doppelt so viel Abstand lassen, da die Cookies sehr auseinander laufen. Die Kugeln etwas flach drücken, sie sollten etwa 5 mm hoch sein. Die Bleche nacheinander für etwa 9-11 min. auf der mittleren Schiene backen. Aus dem Ofen nehmen, mit dem Backpapier auf eine kalte Fläche stürzen, kurz abkühlen lassen, dann auf Gittern komplett auskühlen lassen.

Gesamtzeit: 1 Stunde
Vorbereitungszeit: 15 Minuten
Koch-/Backzeit: 9 – 11 Minuten

 
 
* = Affiliate-Link zu Amazon

Blogger Aktion Koch mein Rezept - der große Rezepttausch

Kohlrabi-Limetten-Salat

Es ist wieder Zeit für „Saisonal schmeckt’s besser! Der Foodblogger-Jahreskalender“ Als mir der

Kohlrabi-Limetten-Salat

Kohlrabi-Limetten-Salat

von Ottolenghi über den Weg lief, wurde mir erst bewusst, wie sträflich ich diese Gemüse vernachlässige. Höchste Zeit das zu ändern. Ein toller Salat, der mit einer Juliennereibe in kurzer Zeit zubereitet ist. Den hat es bestimmt nicht zum letzten Mal gegeben.

Kohlrabi-Limetten-Salat

Menge: 4 großzügige Portionen

Kohlrabi-Limetten-Salat

Ottolenghi bezeichnet das Rezept für Kohlrabi-Limetten-Salat als das kürzeste mit größtmöglichem Geschmack, das er je verfasst hat.

Zutaten

  • 3 kleine Kohlrabi, geschält und mit der Juliennereibe * geschnitten; ca. 500 Gramm
  • 2 Granny-Smith-Äpfel, geschält und mit der Juliennereibe * geschnitten
  • 2 grüne Chilischoten, entkernt und in Juliennescheiben geschnitten
  • 15 Gramm Korianderblätter; Ulrike: Petersilie, grob gehackt
  • 15 Gramm Minzblätter grob gehackt
  • 10 Gramm Estragonblätter, grob gehackt
  • 2 Frühlingszwiebeln, geputzt und in dünne Scheiben geschnitten
  • 1½ Essl.schwarze Sesamkörner
  • 1 Limette, die abgeriebene Schale und 2½ Essl. Limettensaft
  • 1 Esslöffel Erdnussöl
  • 1 Knoblauchzehe, geschält und zerdrückt
  • 80 Gramm Crème fraîche
  • 1 Teel. Sesamöl
  • ¾ Teel.Salz

QUELLE

abgewandelt von Ulrike Westphal nach:
Ottolenghi im Guardian

ZUBEREITUNG

  1. Alle Zutaten außer der Crème fraîche und dem Sesamöl mit einem ¾ Teelöffel Salz in eine große Schüssel geben. Gut umrühren, dann auf vier Teller verteilen. Die Crème fraîche darauf verteilen, mit etwas Sesamöl beträufeln und sofort servieren.

Gesamtzeit:20 Minuten
Vorbereitungszeit:15 Minuten

 
 
* = Affiliate-Link zu Amazon

mehr Rezepte mit Kohlrabi

Zur ebook-Sammlung aller bisher erschienen Rezepte geht es hier (click)

und noch mehr köstliche saisonale Rezepte sind bei den nachfolgenden Blogs zu finden:

Lebkuchennest: Paprika-Shakshuka | Dinner um Acht: Asiatische Sommerkohlrouladen | Volkermampft: Sommersalat mit Ziegenkäse und Roter Beete aus dem Ofen | Möhreneck: Caponata mit geröstetem Fladenbrot | evchenkocht: Auberginenröllchen mit Parmaschinken und Büffelmozzarella | Brotwein: Pasta alla Genovese mit Pesto, grünen Bohnen und Kartoffeln | Feed me up before you go-go: Scharf-saurer Möhrensalat mit gerösteten Kichererbsen | thecookingknitter: Blumenkohltaler mit Tomaten | moey’s kitchen: Gratinierte Zucchini-Ricotta-Röllchen mit Tomaten und Mozzarella | S-Küche: Vietnamesische Sommerrollen | Jankes Seelenschmaus: Gebratene Gemüseknödel | Kochen mit Diana: Tomaten Clafoutis | Küchenliebelei: Sommerlicher Flammkuchen | Obers trifft Sahne: Sommerliches Risotto mit Knuspergarnelen

Koch mein Rezept: Grünkohl-Flammkuchen

In der dritten Runde von „Koch mein Rezept“ wurde mir das Blog Tanz auf der Tomate von Carmen Hillebrand zugelost. Tanz auf der Tomate heißt, wenn man nicht aufpasst, wird es Ketchup. Das Blog ist kein typischer Rezepteblog, sondern gibt eher Anregungen für ein Rezept, wie. z.B. für den

Grünkohl-Flammkuchen,

Grünkohl-Flammkuchen

den ich mir aussuchte. Daneben gibt es

Verkostungsnotizen und genussfanatische Reise Erinnerungen. Wichtig: alles wird besser mit Senf,

natürlich mit ABB-Senf, denn Carmen wirkt in Düsseldorf.

Was bleibt mir eigentlich noch über Carmen und ihr Blog zu erzählen, nach dem es schon von Pane Bistecca und Esskalation vorgestellt wurde? Ein weiteres Interview mit Carmen ist übrigens hier zu finden.

Beginnen wir im Jahr 2012, wo das Blog im Mai das Licht der Welt erblickte. Bereits kurz danach hatte ich Kontakt mit Carmen bei Twitter, der der Hamburg Kocht!-Truppe den Abend rettete. Im November 2012 nahm Küchenlatein dann selbst an einer Metro-Kochherausforderung teil, aus den gestellten Zutaten kochten Katze und ich dieses Menü. 2015 machte Carmen einen Kochkurs in Paris, erwarb in der Quicheteigverarbeitung neue Erkenntnisse, obwohl sie doch schon das beste Mürbeteigrezept der Welt kannte. Das Rezept für den perfekten Quiche-Teig teilte Carmen in einer Session auf dem Foodbloggercamp in Düsseldorf. Es lag an meiner Foodbloggercampmüdigkeit, dass die Begeisterung die Carmen bei der Session zeigte, nicht auf mich übersprang.

In der Kategorie trinkbares wird bei Tanz auf der Tomate die Liebe für Craftbeer und Whisky deutlich, damit kennt sie sich Carmen sehr gut aus.

Craftbeer und Whisk(e)y mag ich zwar auch, doch die Grünkohlzeit hat begonnen. Daher entschied ich mich für Grünkohl-Flammkuchen. Die Idee finde ich großartig, weder Grünkohl-Pizza noch Grünkohl-Flammkuchen sind in meiner Rezeptsammlung vorhanden. Wenn Carmen das beste Rezept für Quicheteig kennt, kenne ich das beste Rezept für Flammkuchenteig … Da Roggenrot einer Auffrischung bedurfte, wählte ich die Variante aus 2020. Und selbstverständlich enthält der Teig Olivenöl.

Etwas ungewöhnlich fand ich Käse auf dem Flammkuchen, oder habe ich das einfach nur falsch interpretiert? Egal, Carmen probierte Cheddar, Gruyère, Gouda und war weniger begeistert von geräuchtertem Raclette. Also schaute ich mich bei unseren skandinavischen Nachbarn um, die mit Grünkohl viel innovativer umgehen, als wir Schleswig-Holsteiner. So kombiniert Meyers Grünkohl mit Nordseekäse, Blauschimmel, Spis Bedre vereint auf einer Grünkohlpizza Ricotta und Pecorino oder kombiniert Grünkohl mit Ziegenkäse, Feta oder Parmesan. Erlaubt ist, was gefällt und schmeckt. Der Vesterhavsost ist ein Schnittkäse mit festem Teig und feiner, fast kristalliner Struktur und frischer Würze. Er reift – von Nordseeluft umspült – im Nordwesten Jütlands in Reiferäumen an der Küste. Auch Schleswig-Holstein hat einen Nordseekäse zu bieten, ein Rahm-Tilsiter mit pikant-würzigem Aroma, der mit seinem Geschmack an die Urgewalt der Nordsee erinnert. Der machte sich ausgesprochen gut in der Kombination mit dem Grünkohl, fand auch der Inschennör, der diesen Käse sonst links liegen lässt.

Grünkohl-Flammkuchen

Menge: 4 Portionen

Grünkohl-Flammkuchen

Grünkohl-Flammkuchen hat einen Belag aus Crème fraîche, Speck, rohen, gehackten Grünkohl und würzigem Nordseekäse.

Zutaten

BELAG

  • Crème fraîche mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt
  • rote Zwiebeln, geschält, halbiert, in hauchdünne Scheiben geschnitten
  • Panchetta, hauchdünn
  • Grünkohl, bunte Sorten, etwa 150 Gramm, gewaschen, von der dicken Blattrippe befreit und gehackt
  • Nordseekäse, gerieben

QUELLE

von Ulrike Westphal nach Inspirationen von:
Tanz auf der Tomate
und
Meyers

ZUBEREITUNG

  1. Den Backofen mit einem Backstein * bestücken und auf 280 °C vorheizen.
  2. Für eine Portion etwa 130 Gramm Flammkuchenteig dünn ausrollen, mit gewürzter Crème fraîche bestreichen, mit Panchettastreifchen, Zwiebeln und reichlich Grünkohl belegen. Mit Käse bestreuen.
  3. In den Backofen einschießen und auf dem heißen Stein 6 – 8 Minuten backen, bis die Ränder knusprig sind und heiß genießen.

Gesamtzeit: 40 Minuten
Vorbereitungszeit: 15 Minuten
Koch-/Backzeit: 6 – 8 Minuten

 
 
*=Affiliate-Link zu Amazon

Herbs and Chocolate sich Rote-Beete-Kartoffelstampf oder Labskaus vegetarisch aus den Rezepten im Blog ausgesucht, wie man hier nachlesen kann.

Blogger Aktion Koch mein Rezept - der große Rezepttausch

Koch mein Rezept: Calvados-Hähnchen

Bevor ich zum Calvados-Hähnchen komme,

erzählt Omma von früher.

wie Katja so schön formulierte.

Im Rahmen der Aktion “Koch mein Rezept – der große Rezepttausch“ von Volker mampft wurde mir für die Monate August/September das Blog Brot und Rosen zugelost. So neu ist die Idee nicht, denn es gab schon einmal ein ähnliches Event „Fremdkochen, das die Hüttenhilfe ausrichtete. Hier wurden zu einem bestimmten Thema Rezepte aus anderen Blogs nachgekocht, Petra und ich beteiligten uns mehr oder weniger aktiv daran.

Obwohl Petra und ich uns noch nie persönlich begegnet sind, „kennen“ wir uns doch schon lange. Petras Blog begeht in diesem Jahr ebenfalls den 15. Bloggeburtstag. Und vor den Blogs und Gesichtsbuch, also früher™, gab es Gruppen, über die man sich über Rezepte – per Mail oder Newserver – austauschte, schon da kreuzten sich virtuell unsere Wege. Unsere Rezeptetauschgruppe schloss dann im Mai 2018 endgültig, “weil nach FIDO, Newsgruppen wie de.rec.mampf auch Mailinglisten die beste Zeit hinter sich haben und sich die Kommunikation in soziale Netzwerke verlagert“. Im realen Leben hätten wir uns wohl kaum getroffen, denn geographisch trennen uns 655 km. 2006 bekam ich von Petra aus Mittelfranken ein Päckchen mit allerlei Köstlichkeiten, da traf mich das Losglück im Rahmen der „Aktion Foodblogger schicken sich gegenseitig Fresspakete“. Petra und ich haben einiges gemeinsam: Wir haben inzwischen erwachsene Söhne, empfehlen gleiche Marmorkuchen, kauften die gleichen Kochzeitschrift und besitzen/besaßen das gleiche Eismaschinenmodell. Und früher, musste man sich, wenn man in Blogs anderer Plattformen kommentieren wollte, registrieren. Petras erster Kommentar bei mir im Blog – damals bei Blogigo – unter dem Pseudonym Drache kann man hier nachlesen. Und natürlich hat Petra auch einen riesigen Rezeptefundus, auch wenn sie nicht mehr so häufig wie in den Anfangsjahren Blogbeiträge veröffentlicht. Herausgesucht habe ich mir das

Calvados-Hähnchen

Calvados-Hähnchen

das Petra im Rahmen des Blogevents Apfel beim nicht mehr existierenden Gärtnerblog (http://gaertnerblog.de/blog/) einreichte. Mich beeindruckte damals, dass drei verschiedene Verarbeitungsstufen des Apfels verwendet wurden, in meinem Beitrag zum Event immerhin zwei. Nicht nur in der Familie Kleineisel kam das Rezept aus dem Jahre 1993 (!) gut an, auch dem Inschennör und mir hat es sehr gut geschmeckt.

Das Jahr 1993, aus dem das Rezept stammt, war noch vollkommen analog. Am 10.11.1997 hatte die Seite http://www.kochen-und-geniessen.de/ die Rezepte der Jahrgänge 1994-1996 in ihrer Datenbank (Wayback Machine sei dank). Jetzt wird auf Lecker.de umgeleitet und das Rezeptregister beginnt erst im Jahre 1995.

Da in der Woche, in der ich das Calvados-Hähnchen kochen wollte, bei den Marktschwärmern Kiel keine Hähnchen(teile) von Bauer Schramm angeboten wurden, nahm ich zwei Schenkel von Label Rouge. Da weiß ich jedenfalls, welche Qualität ich erhalte, das ist nicht nur in dieser SITUATION wichtig. Von Qualität Label Rouge konnte ich mich im letzten Jahr im Rahmen eines Supper Clubs selbst überzeugen.

Im wesentlichen orientierte ich mich an dem Originalrezept für Calvados-Hähnchen, allerdings briet ich ich die Champignons zuerst ohne Fett der Pfanne an, sie erhalten so ein sehr intensives, rauchiges Aroma. Dann nahm ich sie aus der Pfanne und folgte weiter dem Original.

Calvados-Hähnchen

Menge: 2 Portionen

Calvados-Hähnchen

Bei diesem Calvados-Hähnchen finden Äpfel, Apfelwein und Apfelbrand, nämlich Calvados, Anwendung. Alle drei Verarbeitungsstufen des Apfels harmonieren hervorragend mit dem Geflügel

Zutaten

Zutaten Calvados-Hähnchen

  • 250 Gramm Champignons, geputzt, in dünne Scheiben geschnitten
  • 2 Hähnchenschenkel, zusammen 680 Gramm
  • 50 Gramm Schalotten, geschält, halbiert
  • 2 Essl. Öl
  • Salz
  • Pfeffer, weiß, frisch gemahlen
  • 2 Essl. Calvados*, 10 s in der Mikrowelle erwärmt
  • 100 ml Cidre
  • 1 Apfel, Kerngehäuse entfernt, geviertelt in dünne Scheiben geschnitten
  • 75 Gramm Crème fraîche
  • 1 Stiel glatte Petersilie, gehackt

QUELLE

abgewandelt von Ulrike Westphal nach:
K&G 10/93
über Brot und Rosen

ZUBEREITUNG

  1. Champignonscheiben in einer sehr heißen beschichteten Pfanne ohne Öl goldbraun braten. Herausnehmen und beiseite stellen
  2. Hähnchenschenkel waschen, trockentupfen und im heißen Öl unter Wenden goldbraun braten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Schalotten zufügen und im Bratfett glasig dünsten.
  3. Überflüssiges Fett abgießen. Hähnchen mit Calvados übergießen und flambieren.
    Calvados-Hähnchen
    Mit Cidre auffüllen und zugedeckt bei mittlerer Hitze ca. 30 Minuten garen.
  4. Hähnchenteile beseite stellen, Crème fraîche einrühren. Apfelspalten und angebratene Champignons in die Soße geben und ca. 5 Minuten einkochen lassen. Mit Salz und
    Pfeffer wuerzen. Haehnchenschenken wieder zufuegen und kurz erhitzen
  5. Gehackte Petersilie darüber streuen und mit Brot servieren

Gesamtzeit: 1 Stunde
Vorbereitungszeit:15 Minuten
Koch-/Backzeit: 40 Minuten

 
 
*=Affiliate-Link zu Amazon

German Abendbrot, das in diesem Jahre 10 Jahre besteht stellte im Rahmen dieser Aktion Welsh Rarebit Muffins von Küchenlatein vor.

Blogger Aktion Koch mein Rezept - der große Rezepttausch