Produkttest: Flüssige Bratcreme aus Butterschmalz Butaris „cremig-fein“

Letztes Jahr ermöglichte mir Butaris die Teilnahme am Kochevent: Braten, Backen, Bloggen und Frittieren. Da ich dieses Ereignis in bester Erinnerung hatte, stimmte ich einer höflichen Anfrage des Butaris Pressebüros, ob ich an einem Produkttest interessiert sei, gerne zu. Inzwischen ist das Testpaket angekommen und ich hatte ausgiebig Gelegenheit das Produkt zu testen.

Ich schaue ja zuerst auf die Rückseite eines Produktes

 Flüssige Bratcreme aus Butterschmalz Butaris cremig-fein Rückseite

und das sich dort befindliche Zutatenverzeichnis liest sich erfreulich kurz: Milchfett, Butterschmalz. Unter Milchfett wird die Gesamtheit der Lipidbestandteile der Milch verstanden, während es sich bei Butterschmalz um durch Entfernen von Wasser, Milcheiweiß und Milchzucker gewonnenes Butterreinfett handelt. Die Kombination aus Milchfett und Butterschmalz ermöglicht die Herstellung einer flüssigen Bratcreme aus Butterschmalz – so die korrekte Verkehrsbezeichnung.

Butaris cremig-fein Vorderseite

Mein einziger Kritikpunkt: Die Schriftgröße der Nährwertangaben auf der Rückseite und die Angabe der Portionsgröße auf der Schauseite könnte größer sein. Wenn ein Hersteller die Informationen dem interessierten Verbraucher zur Verfügung stellt, sollten die auch für jedermann und -frau leicht lesbar sein. Das Produkt kommt im Gegensatz zur ebenfalls milcheiweißfreien pflanzlichen Konkurrenz ohne Emulgatoren, Farbstoffe, Geschmacksverstärker und Aroma aus.

Obwohl uns Bernd Arold leckere Gerichte zeigte, benutze ich selten Butterschmalz, weil es so schlecht zu dosieren ist. Wer Bernd Arold einmal in Aktion sehen möchte, kann das übrigens hier tun. Aber das hat nun ein Ende, da sich Butaris „cremig-fein“ -aufgrund der flüssigen Konsistenz – leicht dosieren lässt. Auch die jungen Herren haben das Produkt zum Braten ihrer Lieblingsspeise Pfannkuchen getestet und für gut befunden. Der leichte Buttergeschmack am Endergebnis überzeugte. Besonders praktisch finde ich das Produkt zum Einfetten von Backformen und -blechen: Es hat genau die richtige Konsistenz, läßt sich nach Wunsch dosieren und ebenso leicht mit einem Pinsel verteilen. Und das Wichtigste: Das Backgut löst sich auch wieder aus der Form.

Ein weiterer Pluspunkt: Butaris „cremig-fein“ kommt ohne Kühlung aus, so bleibt im Kühlschrank mehr Platz. Wer es dennoch im Kühlschrank aufbewahrt, muss auf die Vorteile des Produktes verzichten, es wird dann wieder fest.

Was soll ich sagen: Ich bin von Butaris „cremig-fein“ begeistert und werde es sicher auf den Einkaufszettel setzen, wenn die Flasche leer ist. Verschweigen möchte ich aber nicht, dass Bequemlichkeit auch ihren Preis hat: Zum Fritieren oder Backen würde ich Butaris „cremig-fein“ nicht nehmen, das wäre mir zu teuer.

Edit 2016: Wie den Kommentaren zu entnehmen ist, wird das Produkt nicht mehr hergestellt. Daher ist http://www.butaris.de/cremig-fein.php nicht mehr zu erreichen

14 thoughts on “Produkttest: Flüssige Bratcreme aus Butterschmalz Butaris „cremig-fein“

  1. Bolliskitchen (Gast)

    braucht man denn so’n Zeugs überhaupt?

    Wenn ich in D. bin, bin ich immer wieder überrascht, wie viele Produkte dieser Art es in den Supermärkten gibt, und hier gibt’s nur Butter! Scheint also was typisch deutsches zu sein….
    Ich brate, frittiere etc nur mit Olivenöl.

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    1. Heiko

      @Bolliskitchen, ich bin mir ziemlich sicher, dass es in jedem Land der Welt, in dem es Butter gibt, auch Butterschmalz geben wird. Das ist keine neumodische Erfindung, sondern eines der ältesten Bratfette der Menschheit.
      Butterschmalz ist ausgelassene Butter – man kann es sehr hoch erhitzen, es hat aber trotzdem den natürlichen Geschmack von Butter. Ob man das „braucht“, kann ich nicht sagen. Ich finde es gerade für Pfannkuchen oder Spiegeleier jedenfalls geschmacklich besser, als andere Öle.

      Braten und frittieren mit Olivenöl ist ebenfalls sehr gut – allerdings nur, wenn man raffiniertes Olivenöl bekommt, denn natives Olivenöl raucht sehr schnell. Raffiniertes Olivenöl dagegen ist extrem hoch erhitzbar – leider bekommt man das in Deutschland wiederum fast nirgends (dafür tausend Varianten extra vergine kaltgepresst…)

      Sie beziehen sich wohl eher auf alle möglichen, künstlichen Bratöl-Mischungen, die man in Deutschland kaufen kann. Diese sind aus pflanzlichen Ölen mit vielen Hilfsstoffen, Aromen und Geschmacksverstärkern gemischt – so etwas braucht tatsächlich niemand!

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      1. kuechenlatein Beitragsautor

        Nun es ging hier ja nicht um Butterschmalz, sondern um eine Bratcreme aus Butterschmalz, das sind ja wohl zwei verschiedene paar Schuhe. Das Butterschmalz kann am heimischen Herd selbst hergestellt werden, die Bratcreme ist ein noch höher verarbeitetes Produkt als Butterschmalz. Ich denke darauf wollte Bolli vor 4 Jahren hinaus.

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  2. Jutta (Gast)

    Ich habe auch so ein Testpäckchen bekommen und bin mit dem Inhalt sehr zufrieden gewesen. Kaufe ich ab sofort ebenfalls. Mein Butaris war zwar flüssig wie Öl, aber ansonsten bestens zu gebrauchen.
    Fürs Einfetten von Formen habe ich es noch nicht benutzt, ist aber eine tolle Idee.

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  3. ostwestwind

    REPLY:
    Butterschmalz benötigst du auf jeden Fall, wenn du z.B. Butter-Berliner machen willst. In Butter kannst du nicht braten oder fritieren und Butterschmalz in größeren Mengen selbst herzustellen ist nicht gerade einfach.

    Und meine Berliner möchte ich nun wirklich nicht in Olivenöl fritieren, lieber in Butterschmalz

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  4. Shermin (Gast)

    Klingt interessant – mich haben solche Flaschen bisher immer schon vom Weiten abgeschreckt, in Vermutung einer ellenlangen Zutatenliste mit seltsamen Stoffen. Wird mir zum Ausprobieren demnächst vielleicht mal in den Einkaufswagen fallen. :-)

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  5. Petra (Gast)

    Da warst du mit dem Testen schneller als ich, ich teste diese Woche noch. Die Zutatenliste fand ich gut, zumal wir zuvor über die Bezeichnung „Bratcreme aus Butterschmalz“ noch heftigst über mögliche Zusatzstoffe diskutiert hatten. Als ich die Flasche in den Händen hielt, war das dann wenigstens geklärt.
    Die Idee mit dem Formen fetten ist gut, danke.
    Viele Grüße

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  6. KessyCard

    Hallo an Alle die das lesen.
    Wo bekomme ich das Butaris flüssig her? Ich arbeite seit Jahren damit, aber alle Geschäfte (Kaufland, Marktkauf, Edeka, Reichelt…) hier in meinem Umkreis haben es aus dem Sortiment genommen. Begründung: „Das wollte keiner haben!“ Bin ich Keiner? Und nun weiß ich nicht wo ich das herbekommen kann!!! Hat jemand einen Tipp von Euch? Wo kauft ihr es ein?
    Bitte ganz schnell antworten. Vielen lieben Dank.

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  7. Simone

    Ich habe soeben erfahren, dass es das Produkt leider nicht mehr gibt, warum es nicht mehr hergestellt wird, kann ich nicht sagen

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    1. Annie Damken

      Liebe Simone. Ich hatte bei Butaris nachgefragt und da hieß es… das Flüssige sei nicht gegangen, deshalb habe man die Produktion eingestellt. Kann ich nicht nachvollziehen, aber das war die Antwort. Naja zum Glück gibt es noch das Feste auch wenn das nicht so leicht zum Portionieren ist… ich nehme entweder zu wenig oder zu viel ?. Liebe Grüsse.

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