Archiv der Kategorie: KochenohneTüte

Curry Cremesuppe aus dem Slowcooker

Wie hier schon erwähnt, ist der Besitzer eines Slowcookers im Vorteil, wenn er abends eine Suppe löffeln möchte. Ich habe mir vorgenommen, alle Tütensuppen für den „feinen Gaumen“ eines Herstellers nachzukochen. Für die Curry Cremesuppe aus dem Slowcooker habe ich mich auf die Schatzsuche im Vorratsschrank begeben. Im Gewürzschrank fand sich ein Orangencurry, das erst „kürzlich“ das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten hatte und in der Obstschale dümpelten noch zwei Äpfel, bei denen der Sparschäler schon nicht mehr zum Einsatz kommen konnte.

Also alle Zutaten in den Keramikeinsatz des Slowcookers gegeben und nach Feierabend erwartete mich eine feine

Curry Cremesuppe aus dem Slowcooker

Curry Cremesuppe aus dem Slowcooker

ohne Palmöl und Hefeextrakt. Wem der leicht grünliche Ton des Orangen CurrysB0085JIDCK * nicht zusagt, wählt ein Curry mit mehr gelben Komponenten. Geschmeckt hat die Suppe hervorragend, Carnivore servieren dazu ausgebratenen Speckwürfel.

Curry Cremesuppe aus dem Slowcooker

Menge: 4 – 6 Portionen

Rezept für eine wohlschmeckende Curry Cremesuppe „from scratch“, also ohne hochverarbeitete Fertigprodukte

Zutaten:

  • 1 EL Öl
  • 1 Zwiebel, etwas 140 g in feine Würfel geschnitten
  • 500 Gramm Kartoffeln, geschält, in etwa Würfeln von etwa 1 cm Kantenlänge
  • 2 Äpfel, Ulrike: Boskop, etwa 360 Gramm, geschält, entkernt, gewürfelt
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • 3 Essl. Curry, Ulrike: Orangen Curry Fruity BeautyB0085JIDCK *, mehr oder weniger nach Geschmack
  • Salz, weißer Pfeffer
  • 1 – 3 Essl. saure Sahne, zum Servieren und Abschmecken.

QUELLE

abgewandelt von Ulrike Westphal nach:
einer Idee von Lecker.de

ZUBEREITUNG

  1. Zwiebelwürfel im Ölglasig dünsten. Kartoffeln und Apfelwürfel dazuzugeben und kurz mit andünsten. Alles in den Keramikeinsatz des Slowcookers geben.
  2. Gemüsebrühe angießen, Currypulver zufügen und mit Salz und Pfeffer würzen. Den Deckel aufsetzen und etwa 6 h auf LOW kochen, bis das Gemüse weich ist.
  3. Die Suppe pürieren, mit saurer Sahne abschmecken und ggf. nachwürzen. Mit etwas saurer Sahne servieren.

Topfgröße: 3,5 L; Ulrike: Rival Crock-Pot, 3.5 LiterBild *
Gesamtzeit: 6 Stunden 30 Minuten
Vorbereitungszeit: 15 Minuten
Koch-/Backzeit: 6 Stunden LOW

 
 
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Pasta mit Sauce Parmarosa

Im Gruselregal entdeckte ich von grün-gelb Sauce Parmarosa für Pasta

In einem Tütchen von 56 Gramm erhält man 30% (=16,8 Gramm) Tomatenpulver, Palmöl, WEIZENMEHL, 14% (=7,84 Gramm) SCHMELZKÄSE (BLAUSCHIMMELKÄSE, HARTKÄSE, Crescenza-WEICHKÄSE, MOLKENERZEUGNIS), Zucker, jodiertes Speisesalz, Stärke, Glukosesirup, Kräuter (Oregano, Basilikum, Majoran, Thymian, Rosmarin), MILCHEIWEISS, Zwiebeln, 0,5% (= 0,28 Gramm) Tomaten, Gewürze (Knoblauch, Pfeffer), Zwiebeln. Kann Spuren von Ei und Sellerie enthalten.

Der Beutelinhalt wird mit dem Schneebesen in 250 ml lauwarmes Wasser eingerührt, unter Rühren aufgekocht und danach bei schwacher Hitze 2 Minuten gekocht. Ich hatte die „Entdeckung“ schon fast verdrängt, als der Inschennör fragte, was es denn zu essen gäbe. Da beschloss ich

Pasta mit Sauce Parmarosa

©Pasta mit Sauce Parmarosa

aus dem Vorrat zu kochen. Ich hatte noch Adelbyer KaffeesahneAdelbyer Kaffeesahne *, die weg musste und etwa eine halbe Packung passierte Tomaten passierte Tomaten * im Anbruch. Parmesankäse ist immer im Haus, dazu noch getrocknete Tomaten und fertig.

Kein Mensch muss Geld für Tüte Sauce ParmarosaSauce Parmarosa* investieren, um so eine Sauce zu kochen. Meine Version mit der dreifachen Menge an Käse und ein vielfaches an getrockneten Tomaten hat jedenfalls gut geschmeckt. Natürlich lecker, aus 100 % natürlichen Zutaten, die ich in meinem Vorratsregal oder in meinem Gewürzschränkchen finde. Und bei Pasta mit Sauce Parmarosa dauert das Aufkochen des Nudelwassers und anschließende Garen der Pasta länger als die Zubereitung der Sauce.

Sauce Parmarosa

Menge: 250 ml etwa

Rezept für Sauce Parmarosa ohne Fix&Fertig-Tüte, die ganz einfach ohne Wundergeräte im Topf zuzubereiten ist.

Zutaten:

  • 1 Schalotte, gepellt, in feine Würfel geschnitten
  • 1 Teel. Butter
  • 1 Teel. Mehl
  • 1 Schuss Noilly Prat, optional
  • 100 ml Kaffeesahne, 10 % Fett
  • 125 Gramm Tomaten, passiert
  • 3 Tomaten, getrocknet, fein gewürfelt, etwa 7 Gramm, sehr fein geschnitten
  • 1 Teel. italienische Kräuter (Oregano, Basilikum, Thymian, Rosmarin, Salbei), getrocknet, mehr oder weniger nach Geschmack
  • 25 Gramm Parmesan, gerieben
  • Salz, Pfeffer, Zucker
  • Wasser

QUELLE

abgewandelt von Ulrike Westphal nach:
einer Idee der grün-gelben Tütenseite

ZUBEREITUNG

  1. Schalottenwürfel in der Butter leicht anschwitzen, mit Noilly Prat ablöschen. Das Mehl darüberstäuben und 1 Minute unterrühren. Den Topf vom Herd nehmen und langsam die Kaffeesahne und die passierten Tomaten einrühren. Wieder auf die Kochplatte geben und so lange rühren, bis die Sauce aufkocht und eindickt. Getrocknete Tomaten, Kräuter und Parmesan unterrühren und kurz köcheln lassen. Ist die Sauce zu dickflüssig, einfach etwas Wasser hinzufügen, dann mit Salz, Pfeffer und 1 Prise Zucker nach Geschmack würzen.
  2. Zu Pasta servieren

Gesamtzeit: 15 Minuten
Vorbereitungszeit:10 Minuten
Koch-/Backzeit: 5 Minuten

 
 
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Zum Geburtstag Zitronen-Wolkenkuchen ohne Tüte

Die Rettungstruppe sind etwa 34 FoodbloggerInnen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, in unregelmäßigen Abständen zu retten, was wert ist, gerettet zu werden. Edit: Ich dachte, es würde ohne Tüte und ohne Gruselzutaten gekocht, gebacken und zusammengerührt.

Jetzt feierte die Rettungsaktion ihren ersten Geburtstag. Was lag da näher, als einen Geburtstagskuchen zu backen und den zu retten. Und ich wollte auch mitretten. Ich zitiere die Turbohausfrau:


Gibt ja auch viele spannende Kuchenbackmischungen, die man nachbauen könnte,

Dem ist nichts hinzuzufügen, die Regale meines Lieblingsupermarktes sind voll davon. Zur Feier des Tages backe ich einen

Zitronen-Wolkenkuchen

© Zitronen-Wolkenkuchen(1)

ganz ohne Tüte. Zitronig, saftig, köstlich.

Da halte ich es doch ganz mit einem Werbespruch der Kosmetikindustrie: Selber backen, weil ich es mir wert bin. Das war nämlich mein Kuchen zum Geburtstag, der schon etwas zurückliegt. Aber wenn schon Geburtstag, dann richtig mit der obligatorischen Geburtstagstischdecke im Hause Küchenlatein.

Statt 430 Gramm des Tütenproduktes bestehend aus: Zucker, Weizenmehl, Weizenstärke, Glukosesirup, Puderzucker, Backpulver (Backtriebmittel Dinatriumdiphosphat, Natriumhydrogencarbonat, Glucono-delta-lacton), Zitronenfruchtpulver, Hühnereiweißpulver, Magermilchpulver, natürliches Zitronenaroma, Emulgatoren (E472b, E472a), Verdickungsmittel Xanthan), denen noch Sahne und Eier zugefügt werden müssen,

verwendete ich folgende Zutaten:

© Zutaten Zitronen-Wolkenkuchen

Aber ohne Backtriebmittel Natriumhydrogencarbonat und Weinstein geht es auch bei mir nicht. Weinsteinbackpulver hinterlässt aber nicht so einen pelzigen Belag auf den Zähnen wie das mit E 450.

Wenn man genau rechnet, ist mein Rezept nur eine Näherung, denn in 430 g Backmischung sind lt. Nährwertangaben 210 Gramm Zucker, davon 15 Gramm zum Bestreuen, enthalten, entfallen auf Weizenmehl, Weizenstärke, Backpulver, Zitronenfruchtpulver, Hühnereiweißpulver, Magermilchpulver, natürliches Zitronenaroma, Emulgatoren und Verdickungsmittel noch 210 Gramm, ich habe jedoch für Mehl, Stärke, Backpulver und Salz insgesamt 263 Gramm verwendet, dafür aber auch etwas mehr Sahne.

Zitronen-Wolkenkuchen ohne Tüte

Menge: 1 Springform Ø 26 cm

© Zitronen-Wolkenkuchen(2)

Rezept für luftig leichten Zitronen-Wolkenkuchen ohne vermeidbare Zusatzstoffe der Backmischung vom Doktor aus Bielefeld

Zutaten:

  • 3 Eier, Größe M, Eiklar und -dotter getrennt
  • 250 ml Sahne, min. 30 % Fett
  • 200 Gramm Zucker
  • 150 Gramm Weizenmehl Type 405
  • 100 Gramm Stärkemehl
  • 10 Gramm Weinsteinbackpulver
  • 1 Zitrone, Abrieb und Saft, etwa 50 ml
  • 1/2 Teel. Salz, etwa 3 Gramm

ZUM BESTREUEN

  • 15 Gramm Puderzucker

QUELLE

abgewandelt von Ulrike Westphal nach:
Der Backmischung vom Doktor aus Bielefeld

ZUBEREITUNG

  1. Eier trennen, und das Eiweiß mit dem Salz steif schlagen. Sahne ebenfalls aufschlagen und beiseite stellen.
  2. Zucker mit dem Universalzerkleinerer zu Puderzucker verarbeiten.
  3. Mehl, Stärke und Backpulver vermischen und durchsieben. Eigelb, Zitronensaft und -schale sowie Zucker in die Schüssel der Küchenmaschine geben und gut durchrühren. Die Hälfte der Sahne dazugeben und richtig durchmischen.
  4. Mehlgemisch darübersieben und unterrühren. Die Hälfte des Eiweiß vorsichtig unterheben, mit der restlichen Sahne und Eiweiß ebenso verfahren. Es soll so viel Luft wie möglich in den Teig eingearbeitet werden, deshalb alles vorsichtig unterheben.
  5. Den Teig in eine gefettete Springform von 26 cm Ø einfüllen und mit 1 Essl. Puderzucker bestäuben. Bei 160 °C ca. 35 Minuten backen, bei ein Holzstäbchen sauber wieder herauskommt.
  6. Nach dem Backen den Springformrand mit einem Messer vorsichtig lösen und den Kuchen auf einem Gitterrost erkalten lassen. Nach dem vollständigen Erkalten auf eine Kuchenplatte geben und mit dem restlichen Puderzucker bestäubt servieren.

Gesamtzeit: 1 Stunde + Abkühlzeit
Vorbereitungszeit:15 Minuten
Koch-/Backzeit: 35 Minuten

 
 
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Edit: Hier stand einmal eine Liste von Mitrettern. Offensichtlich habe ich die Rettungsaktion falsch aufgefasst, dass zumindest für einen Rettungsbeitrag alle Retter auf vermeidbare Zusatzstoffe verzichten würden. Dem war nicht so, so dass für mich die Rettungsaktion ihren Sinn verloren und das Ziel verfehlt hat.

Blogparade: Tee Challenge – Hagebutten-Götterspeise

Tee Challenge Genau genommen darf gemäß der Leitsätze für Tee, teeähnliche Erzeugnisse, deren Extrakte und Zubereitungen sich nur Tee nennen, wenn es sich dabei um Blätter, Blattknospen und zarte Stielen des Teestrauches Camellia sinensis L. O. Kuntze aus der Familie der Teegewächse (Theaceen) handelt, die nach den üblichen Verfahren bearbeitet sind. Bei Hagebutte und Pfefferminze handelt es sich dagegen um teeähnliche Erzeugnisse, weil es sich hierbei um Pflanzenteile handelt, die ähnlich in der Art von Tee verwendet werden.

Mit Tee gekocht habe ich noch nicht, aber schon einen Grünteekuchen mit Crème Fraîche gebacken. Da bei uns in der Familie Hagebutte nicht so der Renner ist, Götterspeise aber immer „geht“, verwendete ich den Beutel mit Hagebutten aus der von Stefan für das Foodblogger Camp so liebevoll gepackte Challenge-Tüte mit Sonnentor-Tees.

Die

Hagebutten-Götterspeise

©Hagebutten-Götterspeise (2)

schmeckt gut und ist schnell zubereitet, am längsten dauert wie immer das Festwerden.

Und hier noch die Erklärung, warum das fest wird: Beim langsamen Abkühlen der Gelatinelösung verbinden sich die Kollagenmoleküle zu langen, verknäulten Ketten, die große Mengen von Wassermolekülen an sich binden und somit das Gel erstarren lassen. Will man das Ganze durch zu schnelles Abkühlen bescheunigen oder wird die Masse beim Abkühlen bewegt, kann der Prozess gestört werden und das Gelee bleibt mehr oder weniger flüssig.

Hagebutten-Götterspeise

Menge:4 Portionen

©Hagebutten-Götterspeise (1)

Ein einfaches Rezept für Wackelpuddingliebhaber so ganz ohne Tüte.

Zutaten:

  • 1 Aufgussbeutel Hagebuttentee, hier von SonnentorBild *
  • 1 Stück Schale von Zitrone
  • 1/2 Saftorange, der Saft
  • 3 Blätter rote Gelatine
  • 10 Gramm Zucker = 2 Teel.
  • 70 g Schlagsahne, natürlich carrageenfrei

QUELLE

Idee von Kuechen latein

ZUBEREITUNG

  1. Teebeutel mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, die Zitronenschale zufügen und etwa 10 Minuten ziehen lassen.
  2. Inzwischen die Gelatineblätter in kaltem Wasser gut einweichen.
  3. Die Zitronenschale entfernen und den Tee mit Zucker, ggf. mehr und Orangensaft abschmecken.
  4. Die eingeweichte Gelatine gut ausdrücken in dem noch warmen Tee auflösen. Die Flüssigkeit in Portionsgläser füllen und im Kühlschrank durchkühlen lassen.
  5. Gut durchgekühlt mit steifgeschlagener Sahne servieren.

Gesamtzeit: 2 Stunden 30 Minuten
Vorbereitungszeit: 10 Minuten
Koch-/Backzeit: 10 Minuten

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Gebäck im Weck®: Sandkuchen

Jeder hat so seine eigenen Assoziationen, wenn er bestimmte Dinge sieht oder hört. Beim Herrn Kollegen lag eine DLR auf dem Tisch, ich las oberflächlich Weck und clean labelling und begann mich zu fragen, was nun eine saubere Kennzeichnung mit Einwecken zu tun hat. Gar nichts, aber auch gar nichts. Dr. Markus Weck, Rechtsanwalt beim Verband der Hersteller kulinarischer Lebensmittel äußerte sich in der Zeitschrift zum Recht des Unternehmers, in sachlich zutreffender Form den Verbraucher zu informieren, gab aber zu bedenken, dass jede vermeintlich objektive Aussage Anlass zur Kritik geben kann, auch wenn sie rechtlich nicht zu beanstanden ist. Ob eine Verwandschaft zu Johann Carl Weck – den hatte ICH nämlich im Kopf – besteht, entzieht sich meiner Kenntnis.

Als ich dann beim Küchendealer meines Vertrauens Gebäck im Weck, Classic EditionBild mit einer Fertigmischung für Sandkuchen entdeckte, war mein Ehrgeiz geweckt und ich erstand im Lieblingssupermarkt für weniger Geld als beim großen südamerikanischen Fluss 6 statt 4 Gläser mit Weckringen und machte mich ans Werk.

©Sandkuchen im Glas (2)

In allen Büchern und sonst im Netz wird empfohlen, die Kuchen im Glas ohne Deckel zu backen und dann auf die heißen Weckgläser den Deckel mit Weckklammern zu befestigen. Dann soll der Kuchen ca. 2 bis 6 Wochen haltbar sein. Wer schon je versucht hat, mit Ofenhandschuhen die Deckel mit Einkochringen auf ein heißes Glas zu setzen, weiß, dass es sich dabei um eine ziemliche Friemelei handelt. Mir ist es bei dieser Methode nicht immer gelungen, ein Vakuum zu erzielen, allein deshalb, weil ich die Deckel mit den Einkochringen mit Handschuhen nicht richtig aufgesetzt bekam. Ich bin ja eine Verfechterin des Backens mit den Einkochringen, wie hier, hier oder hier. Einziger Nachteil, die Weckringe – besonders die Lasche zum Ziehen- sind nach dem Backen ein wenig klebrig. Wegen möglicher gesundheitlicher Bedenken habe ich den dafür zuständigen Fachkollegen befragt, der mir versicherte, die brauchte ich nicht zu haben. Sicher würden die Schwefelbrücken durch die Hitzeeinwirkungen „umstrukturiert“ und die Einkochringe dadurch schneller altern, aber IM Kuchen hätte ich nichts zu befürchten. Und auch im Dauereinsatz bei 125 °C im Dampfdrucktopf – dafür sind die Einkochringe ausgelegt – würden die ebenfalls schneller altern. Frau Kollegin und gestandene Landfrau sagt sogar, Weckringe seien Einwegringe. Wenn man nämlich Einkochringe im Einkochautomat ein zweites Mal verwendet, dann reißt beim Öffnen die Lasche ab.

Also bevor ich das Risiko eingehe, dass meine Gläser kein Vakuum haben, backe ich meine Einkochringe mit. So hält sich der Kuchen bei intaktem Vakkum sogar bis zu einem Jahr.

Und ganz wichtig, das Glas sollte nicht viel höher als bis zur Hälfte, maximal bis zu 2/3 gefüllt sein, sonst geht der Kuchen zu hoch auf.

Also ‚ran an den

Sandkuchen aus dem Glas ohne Fertigmischung:

©Sandkuchen aus dem Glas (1)

Der Sandkuchen heißt nicht Sandkuchen, weil er Sand enthält, sondern weil er ein feinporiger und relativ trockener Rührkuchen ist. Er muss sehr, sehr mürbe sein, so dass er schon fein krümelt, wenn man ihn in Scheiben schneidet und er sollte gänzlich zerfallen , wenn man einen Bissen davon zwischen Zunge und Gaumen zerdrückt. Wenn wenige Bissen Sandkuchen den Speichel aufsaugen, so dass man sich nach Flüssigkeit wie Kaffee oder Tee zum Nachspülen sehnt: Dann ist er richtig. Also immer ein Getränk dazu reichen.

©Sandkuchen aus dem Glas (2)

Meine Version aus dem Glas habe ich mit Frau Kollegin genossen, der er – wie auch mir – gut mundete.

Die sogenannte Sandmasse muss mindestens 20 % Butter und 20 % Eier enthalten, um sich so zu nennen zu dürfen. Das ist bei dem nachfolgenden Rezept der Fall.

Sandkuchen im Glas

Menge:5 Weckgläser 290 ml 80 mm Rand hohe Form

Sandkuchen aus dem Glas Collage

Rezept für Sandkuchen im Weckglas ohne Fertigmischung. Eine nette Geschenkidee oder auch als Dessert für Lunch at work.

Zutaten:

QUELLE

Bild

abgewandelt von Kuechen latein nach:
Kuchen im Glas: Saftige Minis:
Just cooking (GU Just Cooking)
Bild
ISBN 978-3-8338-0660-5

ZUBEREITUNG

  1. Gläser einbuttern, darauf achten, dass kein Fett auf den Rand kommt. Mit Semmelbröseln ausstreuen, überschüssige Brösel ausklopfen
  2. Die Butter mit Zucker und Vanilleextrakt cremig rühren. Die Eier nach und nach unterrühren. Das Mehl mit dem Backpulver und er Speisestärke mischen. Auf die Butter-Eier-Creme sieben und unterrühren. Jeweils ca. 150 Gramm Teig in die vorbereiteten Sturzgläser füllen. Die Gummiringe auf die Innenseite der Glasdeckel legen. Glasdeckel auflegen und die Gläser mit 2 Klammern verschließen.
  3. Auf dem Rost im auf den auf 160 °C vorgeheizten Backofen ca. 35 Minuten backen. Die Gläser nach dem Backen noch 15 Minuten im ausgeschalteten Backofen stehen lassen. Entnehmen und auskühlen lassen. Die Klammern entfernen.
  4. Wer mag kann die Gläser noch mit Masking Tape verschönern.
  5. Zum Verzehr des Kuchens das Glas öffnen, mit einem langen Messer den Kuchenrand lösen und den Kuchen aus dem Glas stürzen und nach Belieben anrichten.

Gesamtzeit: 1 Stunde 15 Minuten
Vorbereitungszeit: 20 Minuten
Koch-/Backzeit: 35 Minuten

Noch mehr Kuchen im Glas: