Das große Skrei-Menü

©Skrei bei CittiEr ist wieder zu haben, der Skrei oder auch Winterkabeljau.

Jedes Jahr von Januar bis April macht sich der Winterkabeljau von der Barentsee auf eine 600 km lange Wanderung zu den Lofoten, um dort zu laichen. In Norwegen heißt der Fisch „Skrei“; der Name stammt aus dem Altnorwegischen und bedeutet „Wanderer“. Der bis zu einem Meter große Speisefisch wird von den Bewohnern der Inselgruppe im Nordmeer traditionell mit Langleinen von Hand geangelt. Der Skreifang wird durch das norwegische Ministerium für Fischerei und Küstenwesen streng reglementiert und durch den Küstenschutz kontrolliert, um die Fischbestände zu erhalten. Dieser Fisch wird nachhaltig erzeugt, dem Genuss des feinen, festen und fettarmen Fleisches steht nichts entgegen.

Dieses Jahr machten sich auf Einladung des Norwegian Seafood Council 7 Spitzenköche aus sieben Ländern auf die weite Reise zu den norwegischen Lofoten, um alles über den Skrei zu erfahren.

Für Deutschland reiste Sternekoch Gerald Zogbaum von der Küchenwerkstatt Hamburg nach Nordnorwegen und kochte dort Himmel un Äad vom Skrei Die Norweger selbst essen den Skrei traditionell als „Durcheinander“ = mølje. Auf einem Teller befinden sich gedünsteter Fisch, frittierte Zunge, gebratene Bäckchen – das Fleisch aus den Kiemen, Leber und Rogen, dazu das einzige Gemüse, das es früher im Norden gab: Kartoffeln.

Gerald Zogbaum brachte den frischen Skrei

©frischer Skrei in der Küchenwerkstatt

direkt von seiner Reise nach Norwegen mit nach Hamburg um in seinem Restaurant ein wunderbares Menü

©Skreimenü in der Küchenwerkstatt

mit Zunge, Schwimmblase, Rogen und Filet vom Skrei zuzubereiten.

Amuse Bouche
Kaisergranat mit roter Beete in verschiedenen Zubereitungen, Rose und Himbeer
Ceviche und Avocadobrot mit Salzwassergarnelen

©Ceviche und Avocadobrot mit Salzwassergarnelen

Vorspeise
Kaisergranat mit roter Beete in verschiedenen Zubereitungen, Rose und Himbeer

©Kaisergranat mit roter Beete in verschiedenen Zubereitungen

Kleiner Skrei-Zwischengang
Zunge und Schwimmblase vom Skrei mit Jakobsmuschel und Dashisud

©Zunge und Schwimmblase vom Skrei mit Jakobsmuschel und Dashisud

Hauptgang
Gedämpfter Skrei mit eingelegten Feigen, Hühnerjus und Süßkartoffel-Püree

©Gedämpfter Skrei mit eingelegten Feigen, Hühnerjus und Süßkartoffel-Püree

Dessert
Buchweizen mit Fichte und Milch

©Buchweizen mit Fichte und Milch

Die Dekoration ist übrigens Weizengras.

Zu

Zitrus Pâte de Fruit, Haselnuss financier und Valrhona-Schokopraline

©Zitrus Pâte de Fruit Haselnussfinancier Valrhona-Schokoladenpraline

erfuhren wir noch, dass der größte je gefangene Skrei 1,67 m lang und 47 kg schwer war. Ich werde mir auf ewig eine magersüchtige Mitbloggerin vorstellen.

Skrei-Broschüre 2014
Avocadobrot, Vorspeise und Zwischengang waren mir ein wenig zu modern und experimentell, aber an Schwimmblase und Zunge fand ich gefallen. Ich danke dem Norwegian Seafood Council und MuthKomm für die Einladung zu diesem Menü, ohne die ich diese Erfahrungen nicht hätte machen dürfen.

Für den interessierten Hobbykoch hält der Fischhändler meines Vertrauens gerade diese Broschüre mit schönen und nachkochbaren Rezepten bereit, die auch online zu finden sind.

5 thoughts on “Das große Skrei-Menü

  1. Foodfreak

    Danke für’s Mitnehmen, ich hatte auch eine Einladung zu diesem Event, habe aber stattdessen mal wieder mit Hühnersuppe auf dem Sofa kampiert. Nach den Bildern bin ich ein klein bisschen getröstet, dass ich nicht da war…

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  2. AnnasArt

    Hallo, Dein Blog wurde heute im Weser Kurier vorgestellt und schon hast du mindestens eine neue Leserin;))) denn er gefällt mir sehr gut.
    Vielen Dank für sie Infos über den Skrei. Ich habe ihn schon einige Male gut zubereitet gegessen. Zuletzt als Filet mit feinem Zitronenrisotto im Rive in HH.
    LG Ingrid

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  3. Birgit

    Hallo liebe Ulrike,
    vielen Dank für den ausführlichen Bericht, durch den ich diesen wunderschönen Abend noch einmal Revue passieren lassen konnte. Mir hat dieses Event ausgesprochen gut gefallen, vielen Dank, dass ich Dich begleiten durfte!

    Liebe Grüße,
    Birgit

    Antworten

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