Erbsen-Rapsöl-Toast – Anstatt-Avocado-Toast

Proveg lädt zur Veggie-Challenge 2021 und gleich am 2. Tag gab es ein Rezept für einen gesunden Dip mit Avocado. Nun ist es nicht so, dass ich Avocado nicht mögen würde. Ohne Zweifel trägt Avocado zu einer gesunden Ernährung bei, aber sie müssen nach Deutschland importiert werden. So wurden nach dieser Quelle im Jahre 2015 45.000 Tonnen Avocados importiert, im Jahr 2018 wares es bereits 93.000 Tonnen, Tendenz steigend. In Europa wird sie in z.B. Spanien angebaut. Nur im Bio-Anbau ist das schonend für die weltweit immer knapper werdende Ressource Wasser, dann kommt eine Avocado mit nur 70 Liter Wasser aus, aber das kann auch bis zu 300 Liter für eine einzige Frucht gehen. Für den Avocado-Hunger in Europa trocknen in Südamerika ganze Gegenden aus, Pinienwälder werden abgeholzt und müssen mühsam wieder aufgeforstet werden. Mehrmals wöchentlich oder gar täglich Avocado zu essen, ist mit einem umweltverträglichen Lebensstil nicht vereinbar.

Im Blog gibt es 16 Rezepte mit Avocado, das sind im Durchschnitt 1 Rezept mit Avocado pro Jahr. Bei bislang über 2700 veröffentlichten Rezepten kann ich damit ruhig leben. Ich stehe ja mehr auf heimische Spitzennahrung, genau wie Maike Fienitz *, die in der Sendung Plan B ein

Erbsen-Rapsöl-Toast – Anstatt-Avocado-Toast

Erbsen-Rapsöl-Toast

vorstellte. Leinöl ist nicht so mein Ding, deshalb gab es bei mir regionales Rapsöl und Erbsen aus der Truhe. Ernährungsphysiologisch wertvoll, ressourcenschonend und farbenfroh. Das muss sich hinter dem Hipster-Toast nicht verstecken

Erbsen-Rapsöl-Toast

Menge: 1-2 Portionen

Erbsen-Rapsöl-Toast

Beim Erbsen-Rapsöl-Toast kommt statt importierter Avocado eine würzige Erbsen-Öl-Creme auf den Toast

Zutaten

  • 300 Gram Erbsen, frisch, getrocknete Erbsen müssen bedeutend länger gekocht werden; Ulrike: TK
  • Leinöl nach Geschmack; Ulrike: Rapsöl
  • Ein Spritzer Essig oder Verjus
  • Salz
  • Pfeffer
  • Vollkorn-Toastbrot

QUELLE

abgewandelt von Ulrike Westphal nach:
Meike Finitz, Plan B

ZUBEREITUNG

  1. Einen mittleren Topf mit ausreichend Wasser füllen, das Wasser aufkochen lassen und salzen. Die Erbsen im Salzwasser für drei Minuten blanchieren, anschließend in Eiswasser abkühlen lassen. Die Erbsen mit Leinöl sowie Essig oder Verjus pürieren, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  2. Das Brot toasten und mit der Erbsencreme bestreichen.

Gesamtzeit: 10 Minuten
Vorbereitungszeit: 1 Minute
Koch-/Backzeit: 3 Minuten

 
 
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6 thoughts on “Erbsen-Rapsöl-Toast – Anstatt-Avocado-Toast

  1. Barbara

    Hipster-Toast bringt es auf den Punkt. ;-)
    Das mit dem vielen Wasser und wie umweltunfreundlich Avocados sind, wird zwar auch schon lange kommuniziert, aber bei vielen ist es noch nicht angekommen. Was mich besonders ärgert ist die Qualität der Avocados, wenn ich denn mal eine kaufe (ich oute mich als Guacamole-Fan…) – die Hälfte muss ich wegwerfen, da sie schlecht sind. Vom Geschmack will ich gar nicht reden; wer mal eine frische aus Bio-Anbau der Kanaren o.ä. gegessen hat, mag die geschmacklose Supermarktware auch nicht.
    Erbsen sind genauso grün und als Hülsenfrüchte auch sehr gesund. Nehm‘ ich!

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    1. kuechenlatein Beitragsautor

      :-)
      Mich ärgert immer, dass die hardcore tierfrei Propagierer immer so tun, als wenn die rein pflanzliche Ernährung mit importierten Nüssen und Avocados so viel besser für die Umwelt seien. Dabei wird vergessen, dass Tiere auch Landschaften pflegen, oder Ackerbau nicht überall möglich ist. Wohin also mit den Tieren? Einfach darüber nachdenken, was ich wo mit meiner Ernährungsform anrichte, damit wäre schon viel gewonnen.

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  2. Sigrid

    Wie wahr, dein Erbsen-Aufstrich muss sich wahrlich nicht verstecken, er sieht farblich sogar noch schöner aus, als wenn Avocado verwendet worden wäre. Allerdings muss ich gestehen, nachdem ich Barbaras Kommentar gelesen habe, ich würde zu gerne mal eine frische Bio-Avocado probieren, um den Unterschied zu der Supermarktware festzustellen.

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    1. kuechenlatein Beitragsautor

      Der Unterschied ist ungefähr so wie bei Mango aus dem Supermarkt oder einer frischen Mango vom Baum. Da leiste ich mir in Ausnahmefällen eine Flugmango, weil die anderen mir einfach nicht schmecken. Bio-Avocados aus Europa gibt es, selten in Supermärkten und entsprechend hochpreisiger

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      1. Barbara

        Genau so ist das. Vieles kriegt man hierzulande nicht in der Qualität. Bei Mango kaufe ich inzwischen ab und zu Tiefkühlware. Bei Avocado klappt das nicht; da haben Bekannte mal welche eingeflogen, sonst wirklich nur vor Ort (also zurzeit besser gar nicht…)

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