Italienisch angehauchte Hähnchenburger mit Chips

Er bringt es für mich hier als Kommentar bei Barbaras Spielwiese auf den Punkt:

Die steigende Anzahl von Blogevents in der Foodblogszene ist m.E. für die Szene nicht förderlich, sondern kontraproduktiv.

Unser Speisezettel und damit unsere Postings wird von unserem Geschmack bestimmt und nicht von den aktuellen Themen von zig Blogevents.

Mir drängt sich der Verdacht auf, dass die Motivation, einen Event zu veranstalten doch irgendwie mit der dadurch steigenden Anzahl von Hits und der damit verbundenen Werbeeinnahmen zusammenhängt.

Dem kann ich nur zustimmen. Und wenn dann noch Preise mit Abstimmungen für ein bestimmtes Rezept verbunden sind, rührt man als Teilnehmer bei Twitter und Facebook noch mehrfach die Reklametrommel für das eigene Rezept und schon erhöhen sich die Bloghits für Teilnehmer und Veranstalter.

Und dieses Jahr versprechen sogar 2 Adventskalender steigende Besucherzahlen für die Veranstalter.

Konnte ich diesem Beitrag vor 1,5 Jahren noch beipflichten, erfülle ich inzwischen nicht mehr Punkt 8 der Liste. Viele Themen, das trifft besonders bei langlaufenden Events zu, passen nicht in unseren Speise- bzw. Terminplan oder wurden schon abgehandelt. Ich nehme daher nicht mehr so aktiv an Events teil wie noch in den Anfangstagen dieses Blogs. Und was hat das alles mit dem Titel dieses Blogposts zu tun? Sohn No. 2 hatte sich die

Italienisch angehauchte Hähnchenburger mit Chips

Italienisch angehauchte Hähnchenburger mit Chips

ausgesucht und bei der Zubereitung aktiv mitgeholfen. Offensichtlich ist er ein Mozzarella-Revolutionär, deshalb darf das Rezept auch am entsprechenden Event teilnehmen.

Das Hähnchenfilet war saftig, die Polenta-Fritten knusprig, eine gelungene Mahlzeit für Teenager.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Italienisch angehauchte Hähnchenburger mit Chips
Kategorien: Snack
Menge: 4 Portionen

Zutaten

500 Gramm   Polenta, gekocht
2 Essl.   Olivenöl
2     Hähnchenbrüste
25 Gramm   Paniermehl
25 Gramm   Parmesanm gerieben
125 Gramm   Büffel-Mozarella
4     Ciabatta oder Hamburger Brötchen, getoastet
H ZUM SERVIEREN
      Salatblätter
      Basilikumpesto
      Tomaten

Quelle

  GoodFood Magazine, Dezember 2009
  Erfasst *RK* 15.11.2009 von
  Ulrike Westphal

Zubereitung

1. Backofen auf 200C/180C Umluft /gas 6 vorheizen. Die gekochte und abgekühlte Polenta in Stifte schneiden und mit Öl bepinseln. Auf ein Backblech geben und in 20 Minuten goldbraun backen.

Die Hähnchenbrüste mit einem Rollholz oder einem Platiereisen flach drücken, mit Öl einreiben. Parmesan mit Paniermehl mischen und die Hähnchenbrüste damit panieren.

2. Die Hähnchenbrüste auf ein weiteres Backblech geben und für 10-12 Minuten backen, bis es durchgegart und knusprig ist. Mozzarellascheiben auf die Hähnchenbrüste geben und so lange im Ofen lassen, bis der anfängt zu schmelzen. Die Hähnchenbrüste auf den Brötchen anrichten, mit Salat, Tomaten und Pesto servieren. Die Polenta Fritten dazu reichen.

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27 thoughts on “Italienisch angehauchte Hähnchenburger mit Chips

  1. Buntköchin (Gast)

    Wenn ich Tomaten und Pesto weglasse, so dass nur noch die Fastfoodillusion übrig bleibt, kann ich das meinem Sohn auch servieren. Schade, dass er so unflexibel ist. Mir gefällt dein Italomenü. Kann man auch noch einen Mozzarella-Shake und eine Briochetasche dazubestellen? ;-) Danke für deinen schönen Beitrag.
    Und ich verspreche, die Welt nicht mit Dauer-Blog-Events zu bombardieren. Die Mozzarella-Revolution ist im Rahmen einer hitzigen Diskussion entstanden und kein Fantasiegebilde um Besucherzahlen zu erhöhen oder etwas in der Art. Liebe Grüße, Buntköchin

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  2. Petra (Gast)

    Die steigende Anzahl der Events ist mir auch schon aufgefallen, aber dass da Werbung und Einnahmen dahinter stehen, darauf bin ich gar nicht gekommen – naiv, wie ich manchmal leider bin. Und das mit den 2 Adventskalendern hat mich richtig erschrecken lassen. Naja, ich bin dem „treu“ bei dem ich schon die vergangenen jahr mitgemacht habe.
    Und eurer Gericht sieht wirklich gut aus.
    Viele Grüße

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  3. lamiacucina

    Bei der Durchsicht der event-durchführenden Blogs auf Werbebanner oder in Beiträgen versteckte Werbung beschleicht mich in den meisten Fällen ein ungutes Gefühl. Ich werde wohl künftig meine Teilnahme von Themen abhängig machen, die mich interessieren, das andere kann ich kaum beeinflussen..

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  4. Kochfrosch (Gast)

    Naja, wenn mich ein Thema nicht interessiert (bzw. bei mir zeitlich einfach nicht machbar ist) mach ich halt einfach nicht mit – also meistens ;). Ich vergess es, oder ich habe einfach gerade Lust auf anderes. Aber es zwingt einen ja glücklicherweise keinen zum Mitmachen, oder?

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  5. Barbara (Gast)

    Da habe ich glaube ich in ein Wespennest gestochen – mir fiel es kürzlich so richtig auf und dann musste das raus… ;-)

    Das mit der Werbetrommel war mir gar nicht aufgefallen – ich bin doch zu selten auf Twitter oder Facebook…

    Sonst sehe ich es wie Du oder Ulli: Mitmachen, wo es sich anbietet und wenn gerade Zeit ist. Den positiven Aspekt, etwas neues, themengebundenes auszuprobieren (keine Ahnung für den Rotkohl…) auszuprobieren, sehe ich auch. Gerade habe ich wieder mehr Zeit, in Kürze wird es weniger werden. Der Blog kostet eh schon zu viel Zeit…. ;-)

    Liebe Grüße in den Norden!

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  6. Cascabel

    Ich halte das so, wie meine Kochfrosch-Tochter auch schon kommentierte: wenn mich das Thema reizt und ich Zeit habe, mache ich gerne mit. Dadurch habe ich schon viel Interessantes kennen gelernt, wie z.Zt. die türkische Küche, mit der ich mich vorher kaum auseinander gesetzt habe. Abstimmungen bei Events habe ich dagegen noch nie unterstützt – die machen für mich keinen Sinn. Wenn dann noch jemand für sich vehement die Werbetrommel rührt, disqualifiziert er sich meiner Meinung nach selbst.

    Werbung stört mich auch, vor allem, wenn sie direkt in die Blogbeiträge eingebaut ist. Ich selbst verwende Adblock Plus, was mich vieles gar nicht sehen lässt, bei redaktionellen Beiträgen versagt das aber natürlich. Bisher habe ich noch keinen müden Euro mit meinem Blog verdient, selbst bei Amazon (dem einzigen Partnerprogramm, an dem ich – sehr gemäßigt – teilnehme) bin ich noch unter der Auszahlgrenze ;-)

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  7. Die Kuechengeister

    Bezüglich der Events geht es mir schon seit einiger Zeit so, dass ich nur noch teilnehme, wenn es in unseren Essens- und Zeitplan passt.

    Gibt es auch ein Rezept für die Chips im Glas? Die sehen interessant aus.

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  8. Sus (Gast)

    Ja. das mit der Koch-Event-Inflation ist mir auch schon aufgefallen. Wenn man ihr folgen möchte, artet das schon in Streß aus.

    Daß zum Teil mit unseren Beiträgen Traffic und damit Geld aufgebaut wird, war mir schon zu einem gewissen Grad klar – wenn nicht für den Blog-Owner, dann eben für den Blog-Provider, der dann mal eben automatisch Werbe-Banner einblendet. (Ist in der heutigen Zeit leider nicht als verwerflich anzusehen: Im Amerikanischen gibt es einen schönen Ausdruck: „Tanstaafl“ = „There ain’t no such thing as a free lunch“ – stammt schon aus den 60ern)

    Wie schon meine Vorredner(innen) sagten, sind abgetippte Pressetexte viel schlimmer. … Wobei ich mich allerdings aber auch frage, was eine bestimmte Butter-Ersatz-Firma oder eine Joghurt-Ersatz-Firma von den Blogbeiträgen hält, die in der letzten Zeit veröffentlicht wurden. ;-)

    Wobei mich (als Neid-der-Besitzlosen-Habenden) ein Opel oder VW zur Probe mehr interessieren würde. ;-)

    Bei Abstimmungen nach Blog-Events fand ich (in der guten alten Zeit – schade, daß man dies jetzt schon sagen muß) immer einfach nur interessant, welche Rezepte denn jetzt von den Anderen bevorzugt werden. (Natürlich hätte ich gerne immer auf dem Siegertreppchen gestanden – wer nicht?) Wenn das von den Teilnehmern als potentielle Werbefalle verstanden wird, verstehe ich auch die Zurückhaltung bei der Abstimmung zur Abstimmung bei den Garten-Koch-Events.

    Abschließend:
    Auch wenn wir freimütig (und naiv) im Internet unsere Rezepte und Beiträge veröffentlichen, dürfen wir (leider!) nie vergessen, daß es Leute gibt, die daraus ihren Gewinn ziehen wollen.
    Liebe melancholische Grüße, Sus

    P.S:
    Und wenn es Kochseiten-Community(2)-Betreiber gibt, die andere Kochseiten-Community(1)-Betreiber verklagen können, weil Community 1-User(!!) Bilder von Community 2 bei Community 1 eingestellt haben, sieht es doch schon recht übel aus, oder?

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  9. Arthurs Tochter (Gast)

    Ich gebe Dir recht, was die Übeflutung mit den jeweiligen Events angeht. Da kann man gar nicht alles mitmachen, aber manchmal passt es einfach. Ich hatte das Glück beim Blogevent Spanisch Kochen, da stand das Gericht schon auf dem Herd und blubberte vor sich hin, als ich es gelesen habe. An der Mozzarella-Revulution konnte ich auch nur teilnehmen, weil ich ein paar Tage zuvor etwas gekocht hatte, das passte. Ich mache aber für schöne Event gerne Werbung auf meiner Seite. Die vom Gärtnerblog** finde ich gut, da sie mich immer auf saisonale Gerichte stoßen, die in die jeweiligen Jahres- und Erntezeit passen.

    Meiner Tochter würde der obige Burger im Übrigen auch sehr schmecken! Sie ist ebenfalls eine Mozarella-Revolutionärin.
    btw – ich würde ihn auch mögen! ;)

    Ich habe diesen feinen Blog übrigens über den Beitrag von Petra Foede vom Kaffeeklatsch im Blicküber den Tellerrand entdeckt. Da sieht man mal wieder, wie schön so ein Blick über den Tellerrand ist!
    Ich komme jetzt öfters hier vorbei, lg

    **03.06.2018:http://gaertnerblog.de/blog/2009/garten-koch-event-november-rotkohl/ nicht mehr verfügbar

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  10. Ulli (Gast)

    Abstimmungen
    Wenn es bei den Abstimmungen immer mit rechten Dingen zuginge, wären sie ja OK, denn das beste Rezept (nach Meinung der Mehrheit) soll gewinnen, nicht das Rezept des Einreichers mit dem besten Netzwerk.
    LG

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  11. Ulli (Gast)

    Event-Inflation
    Es freut mich, dass Du meine Meinung teilst.

    Irgendwie werde ich alt – ich habe nicht einmal einen Facebook- und Twitter-Account. Braucht man so etwas?

    Übrigens, Deine Blogroll ist erfreulich übersichtlich :-)

    LG

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  12. Ulli (Gast)

    Mozzarella-Revolution
    Verstehe mich bitte richtig, ein mehr oder weniger spontaner Einzelevent wie diesen zähle ich nicht zur Inflation, obwohl sie natürlich auch zur Inflation werden, wenn jeden Tag ein anderer Event fällig ist!

    Gemeint sind die Dauerevents.

    LG

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  13. Hedonistin (Gast)

    Sorry, aber ich verstehe das Problem nicht ganz: Wer hat denn einen Nachteil dadurch, wenn oder falls sich die Besucherzahlen bei Event-VeranstalterInnen durch die Events erhöhen? Niemand, oder? TeilnehmerInnen nicht, und Nicht-TeilnehmerInnen auch nicht; auch dann nicht imho, wenn VeranstalterInnen auf diesem Weg vielleicht ihre Werbeeinnahmen ein wenig erhöhen. Wozu also die Klagen? Ist das trendiger Kulturpessimismus? Oder gar ein bisserl Futterneid?

    Nebenbei, ich finde bezahlte und deutlich als solche erkennbare Werbung um einiges besser als Blogposts, die der „Einladung“ eines Herstellers folgen, ein bestimmtes Produkt zu testen und mehr oder minder kritisch vorzustellen. Für den Hersteller ist auch das Werbung, nur dass er dafür nicht mehr investieren muss als ein Produktpröbchen. Zum Ausgleich schenken LeserInnen der redaktionellen Produktvorstellung durch geschätzte FoodbloggerInnen vermutlich mehr Vertrauen als „echter“ Werbung. Doppelter Vorteil für die HerstellerInnen also, falls ihr Produkt positiv besprochen wird.

    (Ich schalte keine Werbung – abgesehen von den Amazon-Links -, die Auswirkungen des Kleinkuchenevents auf die BesucherInnenzahlen stärken daher nicht mein Budget, sondern bloß mein kleines Ego. ;-) )

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  14. ostwestwind

    REPLY:
    Ich habe doch nur meine Meinung zu den verschiedensten Events öffenlich kund getan, was bei mir in allgemeiner Eventmüdigkeit mündete. Und ob beispielsweise ein Bericht über Joghurt aus dem Chemiebaukasten nun unbedingt das war, was der Hersteller sich vorstellte, wage ich nun wirklich zu bezweifeln.

    Antworten
  15. ostwestwind

    REPLY:
    deshalb bin ich gegen die Abstimmungen, obwohl ich schon einmal auf dem Siegertreppchen stand. Möge das wirklich beste Rezept und nicht das beste Netzwerk bzw. – nach Kommentar von Sus – der größte Freundeskreis gewinnen!

    Antworten
  16. Sus (Gast)

    REPLY:
    Das war es auch, was ich in meinem längeren Kommentar meinte: Ein Auseinandersetzen mit dem Produkt führt nicht immer unbedingt zu einer guten Werbung.
    Ein Abtippen von Pressemitteilungen oder direktes Einbinden von Werbetext als Blogbeitrag(!) ist dagegen meiner Meinung nach sinnfrei und führt bei zu häufiger Anwendung bei mir zur Löschung aus meiner Blog-Liste. Werbebanner kann man ignorieren, die stören nicht weiter.

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  17. Ulli (Gast)

    Besucherzahlen …
    … sind natürlich nicht wirklich das Problem. Das Problem sind die vielen Events, was die Szene – und hier meine ich ausschließlich die Szene der wirklichen Hobby-Foodblogger – mittelfristig zerstört, weil dadurch alles – wie heute leider üblich – immer oberflächlicher wird. Mit Futterneid hat es wirklich nicht zu tun, ich könnte ja auch meinen eigenen Event starten!

    Man kann sich nicht mehr so intensiv einem bestimmtes Thema widmen, sondern alles muss schnell-schnell gehen – schließlich wartet der nächste Event schon und zwischendurch muss ja schließlich auch mal wieder das bereits verbloggte Lieblingsgericht oder ein neues Rezept von Vincent Klink oder Tim Mälzer etc. zubereitet werden.

    Antworten
  18. Ulli (Gast)

    REPLY:
    Besucherzahlen …
    … sind natürlich nicht wirklich das Problem. Das Problem sind die vielen Events, was die Szene – und hier meine ich ausschließlich die Szene der wirklichen Hobby-Foodblogger – mittelfristig zerstört, weil dadurch alles – wie heute leider üblich – immer oberflächlicher wird. Mit Futterneid hat es wirklich nicht zu tun, ich könnte ja auch meinen eigenen Event starten!

    Man kann sich nicht mehr so intensiv einem bestimmtes Thema widmen, sondern alles muss schnell-schnell gehen – schließlich wartet der nächste Event schon und zwischendurch muss ja schließlich auch mal wieder das bereits verbloggte Lieblingsgericht oder ein neues Rezept von Vincent Klink oder Tim Mälzer etc. zubereitet werden.

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  19. genial-lecker

    Die Eventmüdigkeit hat auch mich voll erfasst. Anfangs waren das ja eigentlich nur 2, mittlerweile bekomme ich ja schon gar nicht mehr alle mit. Ich könnte jetzt ja mehrfach die Woche für Events kochen, da bleibt ja kaum/keine Zeit für anderes. Ganz zu schweigen vom Rezeptsuchen, etc. Das echte Leben ist mir einfach wichtiger, denn der Blog ist ein Hobby – nicht mehr.
    Mich ärgert es aber immer maßlos, wenn ich in meinem werbefreien(!) Blog für Partnerprogramm oder Produktrezensionen angegriffen werde. Das die Bücher/Produkte in der Regel positiv bewertet werden, liegt auch daran, dass ich gar nicht alles annehme, was mir angeboten wird, denn da fehlt mir einfach die Zeit. Ich hänge so schon mit meinen Beiträgen. Also nehme ich nur an, was ich mir auch gekauft hätte und freue mich über gespartes Geld.

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