5 Rezepte, an denen ich erkenne,

dass ich einfach schon (zu) lange blogge. Es war ein schleichender Prozess, der kollektive Event-Blues und nun noch dieser Artikel. Ich komme nicht umhin festzustellen, ja zu allen 10 bzw. 11 Punkten. Auch zu Punkt 5a: Ich lese in einem Blog ein reizvolles Rezept und stelle -verblüfft – fest: So oder so ähnlich gibt es das auch bei Küchenlatein:

5 Rezepte

für interessant befunden schon verbloggt am
07.10.2009 Schottisches Shortbread

5 Rezepte Traditional Shortbread 003

24.05.2007
16.11.2009 Panettone

Mailänder Panettone

21.11.2006
19.11.2009 Hühnerfrikassee

Hühnerfrikassee_sm

17.10.2005
20.11.2009 Quiche Lorraine

QUICHE LORRAINE-Lothringer Speckkuchen

24.02.2006
27.11.2009 Mandel-Orangen-Kuchen

Almond and orange cake 010

29.12.2006

Übrigens: Nicht nur zwei, sondern 10 Mini-Weckgläschen befinden sich schon seit diesem Beitrag in meinem Besitz. Und was das Wiederfinden von Lieblingsplätzchen und deren Bilder betrifft, hilft mir meine Rezeptverwaltung weiter. Bei uns war es nämlich das tolle, verbloggte Reisgericht, das Objekt der Begierde von Sohn No. 2 war. Bei uns ist der Stapel der Kochbücher mit “muss ich noch nachkochen und bloggen”-Lesezeichen fast so hoch wie ich selbst. Beim Umräumen ist der umgekippt und hätte beinahe die Bloggerin schwer verletzt. Die Ecke von einem 2,1 kg schweren Buch durchbohrt fast einen Fuß.

5 Gedanken zu „5 Rezepte, an denen ich erkenne,

  1. lamiacucina

    das geht uns allen über kurz oder lange so. Wer zur Erkenntnis gekommen ist, dass das, was heute geschrieben wird, morgen längstens vergessen ist, nimmt die Sache weniger ernst. Deshalb hätte ich keine Scheu mehr davor, morgen Spaghetti bolognese zu verbloggen :-)

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  2. Petra at www.petrafoede.de/blog

    Ich bin von diesen Erscheinungen persönlich ja (noch) nicht betroffen, weil ich a) erst seit einem halben Jahr blogge und b) keinen Koch-Blog im eigentlichen Sinne habe. Aber hin und wieder koche ich eben doch eines der Gerichte, über die ich schreibe, schon um es zu fotografieren, und ich muss sagen, ich finde den Aufwand ganz schön stressig, wenn man das wirklich gut machen will. Da muss man Geschirr auswählen, Hintergrund aussuchen, Essen schön anrichten, ausleuchten, zig Fotos machen … danach ist das Essen natürlich kalt. Also essen alle Food-Blogger kaltes Essen bzw. wärmen es wieder auf? Und das vielleicht täglich? Ich bin da voll Bewunderung, dass viele Blogger das jahrelang durchhalten. Koch-Blogs sind so gesehen viel aufwändiger als Blogs zu anderen Themen, wo „nur“ geschrieben wird.

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  3. Kochfrosch (Gast)

    REPLY:
    @Petra: Also ich esse immer warm ;). Ich habe auch nur ein Geschirr und nichts zum Ausleuchten. Zum Fotografieren habe ich 3 Stellen: Küchenarbeitsplatte, Fensterbank, Esstisch. Das geht eigentlich immer ganz flott. Und entweder es ist was – oder eben nicht. Es muss also nicht ganz so stressig sein, wenn man auf Zeitschriften-taugliche Bilder verzichtet (es sind trotzdem sehr ansprechende dabei!).

    @Topic: Da ich viel weniger blogge, erreiche ich dieses Stadium wahrscheinlich erst in ein paar Jahren. Und da sich das Blogpensum dank Vollzeitjob wohl eher nach unten orientieren wird – sinds noch ein paar Jahre mehr. Vielleicht gar nicht so schlecht ;).

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  4. Buntköchin (Gast)

    Ich gehöre zu den Bloggern, die hemmungslos Spaghetti Bolognese verbloggen. Einfach weils Spaß macht. Man kann ja nicht jeden Tag die Welt neu erfinden und in den unspektakulären Alltagsrezepten, die man schnell abknipst, ist für andere Hobbyköche doch oft noch etwas Interessantes drin. (Schäm, räusper, ich weiß, meine Kamera macht schöne Bilder, auch wenn es schnell geht) Deine Nachkochliste scheint aber lebensgefährlich zu sein. :-) Da solltest du vielleicht mal den Kochbuch-Entminungsdienst rufen!

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  5. Cascabel

    Meine Güte, das klingt ja schon leicht bis mittelschwer frustriert. Und – was für Konsequenzen ziehst du? ;-)

    Ich persönlich blogge hauptsächlich für mich – mein Blog hat nicht umsonst den Titel „mein Küchentagebuch“. Hier werden (zumeist) gelungene Rezepte dokumentiert, ich hätte sonst längst den Überblick verloren. Klar finden sich Rezepte mit gleichem Titel vielfach im Netz, aber ein Orangen-Mandelkuchen mit 2 gekochten pürierten Orangen im Teig ist eben etwas anderes als einer mit Orangenschale und Saft. Ich bin auf der Suche nach dem, was mir am besten schmeckt – Raum nach oben gibt es meistens. Deshalb freue ich mich auch sehr, wenn andere Foodblogger ihre für gut befundenen Rezepte zur Verfügung stellen – ausprobieren und für mich endgültig beurteilen muss ich sie natürlich selbst. Panettone habe ich auch schon einige gebacken, aber das ideale Rezept für mich noch nicht gefunden – also wird weiter experimentiert (das von Wild Yeast reizt mich momentan am meisten).

    Ich fotografiere (bei wirklich schlechten Lichtverhältnissen) ohne großes Drumrumgeschörksel den Teller, von dem ich anschließend esse und gucke die gemachten Fotos erst danach auf Brauchbarkeit an. Schließlich will ich ja mein Essen genießen! Wenn das Foto nicht vorzeigbar ist, wird das Gericht halt nicht verbloggt, fertig. Was anderes ist das vielleicht bei gut Vorzubereitendem wie Kuchen oder Dessert – da verwende ich schon mal mehr Zeit auf’s Anrichten und die Fotos.

    Zu den Events habe ich mich ja schon geäußert: ist doch keine Pflicht, da mit zu machen. Ich habe jetzt auch Rotkohl, Antipasti und bbd ausgelassen, weil es mir gerade nicht ins Programm passt bzw. mich nicht so ansprach. Das mag aber nächsten Monat schon wieder ganz anders sein. Wenn ich denke, wie viele Anregungen und Anstöße ich schon durch die Events bekommen habe und wie viele prima Rezepte ich dadurch entdeckt habe!

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