Wer hat’s erfunden? Von Kemm’schen und Braunen Kuchen

Keksdose KemmWenn man diesen Artikel liest könnte man tatsächlich glauben, dass die Geschichte wahr ist und die Braunen Kuchen von Herrn Kemm erfunden wurden. Seitdem ich aber dieses Buch: Wie der Bismarck auf den Hering kam: Kulinarische LegendenBild gelesen und bei diesem Treffen eine Historikerin (www.spurensuchen.de/index.htm nicht mehr erreichbar) persönlich kennenlernen durfte, glaube ich das nicht mehr. Es ist nicht immer ganz einfach, den tatsächlichen Ursprung eines Rezeptes festzustellen. So auch in diesem Fall: Im Jahre backte Herr Kemm in seiner Altonaer Bäckerei Braune Kuchen. Interessanterweise gehörte Altona seit 1640 zum Herzogtum Holstein und somit auch zum dänischen Königreich. 1803 war Altona nach Kopenhagen die zweitgrößte Stadt innerhalb des dänischen Gesamtstaates. Und da keine dänische Weihnachtsfeier ohne ihr traditionelles Weihnachtsgebäck Brune Kager//Braune Kuchen auskommt, wird Herr Kemm ein bekanntes Rezept nach seinem Geschmack abgewandelt haben. Und das erklärt auch, warum nicht nur in Hamburg, sondern auch in Schleswig-Holstein und Dänemark Braune Kuchen zur Weihnachtszeit sehr beliebt sind. 2005 habe ich bereits in zwei Varianten Braune Kuchen gebacken, dieses Jahr waren die

Braune Kuchen nach Konditormeister Andersen

Braune Kuchen -  Konditor Andersen

an der Reihe. Dieses Rezept kommt ohne Rübensirup und Rosenwasser aus. Ein nettes Rezept, die Kekse schmecken auch gut, aber nicht als Brotbelag auf einem Butterbrot.

Mein Dank geht an die Historikerin und Köchin, die sogar noch nachforscht, wie alt Braune Kuchen tatsächlich sind. Da bleiben noch viele Varianten zum Ausprobieren.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Braune Kuchen – Konditormeister Andersen
Kategorien: Backen Kekse
Menge: 1 Rezept

Zutaten

H GRUNDTEIG
300 Gramm   Honig
50 Gramm   Roggenmehl Typ 1150
250 Gramm   Weizenmehl Typ 1050
H TEIG 2
210 Gramm   Suessrahmbutter
110 Gramm   Schweineschmalz
45 Gramm   Puderzucker
2 Gramm   Salz
8 Gramm   Zimt
1 1/2 Gramm   Kardamom
1 Gramm   Anis
1 Gramm   Nelke
1 Gramm   Koriander
5 Gramm   Hirschhornsalz
5 Gramm   Wasser
3 Gramm   Pottasche
5 Gramm   Wasser
370 Gramm   Weizenmehl Typ 1050

Quelle

  //www.cafe-andersen.de/
  Erfasst *RK* 18.11.2007 von
  Ulrike Westphal

Zubereitung

Grundteig:

Honig und Mehl mischen und verkneten. In einem fest verschlossenen Behaelter kuehl lagern (ideal: einen Monat, mindestens sieben Tage). Dabei bilden sich Milch- und Essigsaeuren in dem Teig, die spaeter mit den zuge gebenen Triebmitteln reagieren koennen

Zubereitung Teig 2

In den Grundteig (einen Tag vorher an einem warmen Ort lagern, damit er nicht zu fest ist) nach und nach das Schmalz unterarbeiten, danach die Butter. Dann Puderzucker, Salz und die Gewuerze hinzugeben. Das mit Wasser vermischte Hirschhornsalz zum Teig dazugeben. Erst danach die auch mit Wasser verruehrte Pottasche unterkneten. Nun mit dem Mehl zu einem festen Teig verkneten. Den Teig 1 Tag ruhen lassen.

Danach den Teig ca. 3mm stark ausrollen, je duenner desto besser. Mit dem Lineal 3×6 cm grosse Rechtecke abmessen und zuschneiden, auf ein Backblech mit Backpapier legen, bei 180°C 15-20 Minuten backen. In einer gut schliessenden Keksdose aufbewahren.

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4 thoughts on “Wer hat’s erfunden? Von Kemm’schen und Braunen Kuchen

  1. kekstester (Gast)

    Ui, danke für die Aufklärung, ich glaubte bisher auch an denn Kemm’schen Ursprung! Aber wieso nicht als Butterbrotbelag? Ich liebe Butterkekse auf Butterbrot und kann mir das mit dieser dunklen Variante auch gut vorstellen?

    Antworten
  2. Moni (Gast)

    Interessantes Rezept, würde mir sicher munden, aber leider habe ich schon Lebkuchen und Printen gebacken.

    Neu für mich ist die Möglichkeit Butterkekse als Brotbelag zu verwenden, das werd ich testen ;)

    Antworten

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