Lor – ein türkischer Molkenkäse

Dilek hat mir empfohlen, die Küchlein vom www.teatime-blog mit Mastix zuerst auszuprobieren. Dafür benötigt man Lor, einen türkischen Molkekäse, wie die Recherche ergab. Hier habe ich eine schöne Erklärung gefunden:

Lor cheese is created with the whey released during the production of kasar and mihaliç. The extra whey is boiled, and the resulting coagulated matter is broken up into tiny pieces. Lor is an unsalted and inexpensive type of cheese generally consumed as bread spread with the addition of walnuts, tomato paste and various condiments. Alternatively, it is used as börek filling.

Lor-Käse 006

Genau genommen ist das, was ich hergestellt habe kein Lor, weil in diesem Produkt nicht nur die Molkenproteine sondern in der Hauptsache das Kasein ausgefällt wurde. Ein Rezept für die „richtige“ Lor bzw. Ricotta-Herstellung findet sich hier.

Für die Herstellung der mediterranen Küchlein ist das aber unerheblich, schreibt auch Fethiye von Yogurtland bei dem Rezept ihrer Mastix-Lor-Cookies**.

Lor-Käse 001 Zunächst habe ich 1 Liter Milch 1,5 % Fett zum Kochen gebracht und 3 EL Joghurt hinzugegeben.
Wie man hier sehen kann, hat die Milch zwar zu gerinnen begonnen, aber die Molke wollte sich nicht absetzen. Lor-Käse 002
Lor-Käse 003 Nach Zugabe von 1 EL Zitronensaft, war die Gerinnung so, wie sie sein sollte. Dieses Phänomen beschreibt auch Fethiye**. Meine Erklärung, der pH-Wert durch die Joghurtzugabe reicht nicht aus, damit der Isoelektrische Punkt erreicht wird, an dem die Proteine ausfallen können.
Die Molke setzt sich ab. Lor-Käse 004
Lor-Käse 005 Das ganze durch ein Sieb geben und abtropfen lassen. Ich habe aus 1 Liter Milch nur 200 g Lor erhalten

Ich bin gespannt, ob die Molke über Nacht spontan weiter säuert, dann kann ich das Rezept auch noch ausprobieren.

** 25.05.2018 http://www.yogurtland.com/ und http://www.yogurtland.com/2006/04/09/mastic-lor-cookies/ nicht mehr verfügbar

2 thoughts on “Lor – ein türkischer Molkenkäse

  1. ostwestwind

    REPLY:
    Fade, weil kein Salz dran ist, erinnert ein wenig an Ricotta. Aber ich habe ja wenig probiert, weil der Rest in die Kekse kam.

    Eine Spontansäuerung hat natürlich nicht stattgefunden, eigentlich auch logisch, wer hat noch „Dickmilch“-Kulturen in der Luft. Die Molke sah nicht mehr klar, sondern milchig aus und schmeckte bitter! Ein Fall für den Abfluss.

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