Buchweizengrütze

Reisen bildet: Wenn man in seinem Urlaub

in St. Michaelisdonn übernachtet

Kirche St. Michaelisdonn

und die Eisenbahn über die Brücke Hochdonn fahren sieht

Brücke Hochdonn

fragt sich schon, was Donn bedeutet. Wikipedia gibt Aufschluss Ein Donn ist ein fossiler, eingedeichter Strandwall, der heute im Marschland liegt und nicht mehr vom Meer beeinflusst wird. Auf einer Kliffkante als Grenze zwischen Geest und Marsch, steht die Windmühle „Edda“, das Wahrzeichen von St. Michaelisdonn.

Klev St. Michaelisdonn

Die sandigen Böden der Geest sind weniger fruchtbar als die Böden der Marsch. Bis ins 20. Jahrhundert hinein wurde auf der Geest Buchweizen angebaut. Dieser liebt armen, leichten und sandigen Boden. Im Zuge der sich immer weiter modernisierenden Landwirtschaft, mit der eine entsprechende Düngung einherging, nahm der Ertrag von Buchweizen ab. Inzwischen wird Buchweizen wieder in Schleswig-Holstein angebaut, ein einjähriges Knöterichgewächs, das einmal im Jahr einen Buchecker ähnlichen Samen hervorbringt. Damit bereitete ich

Buchweizengrütze

Buchweizengrütze (2)

zu. Die Grütze war in Schleswig-Holstein – bevor die Kartoffel Einzug hielt – das wichtigste Nahrungsmittel. Diese Variante der Grütze erinnert an Porridge, man kann sie auch mit Vollmilch zubereiten.

Buchweizengrütze

Menge: 4 Portionen

Buchweizengrütze

Zutaten:

Zutaten Buchweizengrütze

  • 140 Gramm Buchweizengrütze
  • 1 Liter Buttermilch
  • Salz
  • Vollmilch

ZUM SERVIEREN

  • Vollmilch
  • Zucker und Zimt, optional

QUELLE

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abgewandelt von Ulrike Westphal nach:
Praktisches Kochbuch für die Schleswig-
Holsteinische Küche
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ZUBEREITUNG

  1. Die Grütze wird in die kochende Buttermilch gegeben. Sobald sie kocht, die Hitze zurücknehmen, etwas Salz zugeben und etwa 30 Minuten köcheln lassen. Anschließend abkühlen lassen.
  2. Nach Geschmack mit Zimt und Zucker bestreuen und mit Milch genießen

Gesamtzeit: 40 Minuten
Vorbereitungszeit:5 Minuten
Koch-/Backzeit: 30 Minuten

 
 
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16 thoughts on “Buchweizengrütze

  1. Karin Anderson

    Ulkig, dass die Grütze auch mit Buttermilch zubereitet wird. Ich hab während meiner ersten Schwangerschaft regelmäßig Buchweizengrütze gegessen, weil ich irgendwo gelesen hatte, wie gut sich das auswirken würde. Hat mir eigentlich auch ganz gut geschmeckt, besonders wenn ich einen Schuss Sahne dazu gab. Heute esse ich ihn aber lieber als Puffer, in Brot verbacken oder als Ployes (französisch-kanadische flachbrotartige Pfannkuchen).
    Buchweizen wird hier in Maine übrigens auch angebaut und es gibt auch eine mildere Albino-Sorte.

    Antworten
  2. Barbara

    Donn, wieder was gelernt!

    Ich finde es auch immer wieder interessant, wie kurz es teilweise Zutaten gibt, die für uns selbstverständlich sind. Man stelle sich nur den Italiener ohne Tomate vor, oder eben die Deutschen ohne ihre Kartoffeln… Grütze war ja echt sehr verbreitet, quasi ein Standardessen. Ich hatte das schon ewig nicht mehr.
    Die Russen essen das viel, als Kascha zum Frühstück. Der Abschleppspruch ist daher nicht „willst Du meine Briefmarkensammlung sehen“ sondern „Willst Du mit zu mir kommen und Kascha essen“. :-)

    Antworten
    1. kuechenlatein Beitragsautor

      Ja und es zeigt, wozu „moderne“ Landwirtschaft führt. Verdrängung von alt bewährtem, Überdüngung und und und. Ich bin froh, dass jetzt ein Umdenken bzw. Nachdenken stattfindet. Und wenn es wieder einen Buchweizenanbau in Schleswig-Holstein gibt, kaufe ich den und werde Rezepte damit kochen. Und ich bin zu lange verheiratet, um jemanden zum Kascha essen einzuladen ;-)

      Antworten
      1. Barbara

        Zum Glück findet dieses Umdenken inzwischen statt und dieses Erinnern an alte Traditionen, auch Kräuter, Pilze usw. Und wir können beitragen, indem wir gute Rezepte mit Pfiff teilen. Ganz so wie vor 100 Jahren muss man ja nicht mehr kochen…
        Zum anderen Thema, ich auch… ;-)

        Antworten
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  7. Volker

    Liebe Ulrike,

    (Wenn das hier irgendwann in einer Lobhudelei ausartet, bremse mich gerne mal).
    Ich bin einfach begeistert was ich hier im Blog lerne. Nicht nur über den Donn sondern vor allem über die Geschichte der Lebensmittel und wie toll und einfach regionale Küche sein kann.

    Danke für das Rezept.
    Volker

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  9. Sylvia von Brotwein

    Buchweizen habe ich in Frankreich mit den herzhaften Galettes – als Pendant zu Crepes – kennengelernt. Buchweizenmehl habe ich seitdem immer im Haus. Aktuell habe ich auch ganzen Buchweizen daheim, mal sehen, ob ich mal eine Portion zu etwas Grützeähnlichem verarbeiten kann und diese Grüße ausprobieren kann. Lieben Gruß Sylvia

    Antworten
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