Deutschlands bester Bäcker: Mittelholstein

Gestern lief also im ZDF die Folge Deutschlands bester Bäcker Mittelholstein, über die Serie wurde ja hier und hier schon berichtet.

Zwei der drei vorgestellten Bäckereien sind mir sogar bekannt. Die Bäckerei Tackmann hat eine Filiale in der Holstenstraße

©Bäckerei Tackmann Holstenstraße

und in der Holtenauer Straße.

Das Passader Backhaus betreibt eine Filiale im Sophienhof,

©Passader Backhaus Sophienhof

in der ich auch Brot einkaufe, wenn ich nicht selber Brot gebacken habe. In Passade selbst

©Collage Passader Backhaus

kann man sogar nach Ladenschluss noch das leckere Brot aus dem Feierabend-Brotschrank erwerben. Diese Bilder sind beim Osterspaziergang nach dem Besuch des Der Alte Auf entstanden.

Ich hatte mich ja schon im Plötzblog kritisch zur Sendung geäußert, die gestrige Sendung hat das nur wieder bestätigt.

Die südlich der Elbe verorteten Juroren konnten mit der Kieler Semmel und den anderen norddeutschen Spezialitäten nicht so recht etwas anfangen. Die Kritik am Proviantbrot der Möltenorter Fischer oder am Passader Roggenschrotbrot zeugte nicht von Fachkompetenz. Und wer jetzt glaubt, er könne die Kieler Semmel so einfach im Passader Backhaus erwerben, der muss dann bis zur Kieler Woche 2015 warten. Weil die nämlich so arbeitsintensiv und wenig daran zu verdienen ist, gibt es die lt. Bäckereifachverkäuferin im Sophienhof nämlich ausschließlich zur Kieler Woche oder aber für die Juroren von Deutschlands bester Bäcker, die diese vigeliensch oder auch figelinsch hergestellte norddeutsche Semmel noch nicht einmal recht zu würdigen wussten.

Wer also nicht bis zur Kieler Woche 2015 warten möchte, kann es mit diesem Rezept versuchen.

Und nachdem ich die Sendung jetzt schon so lange verfolge, wage ich die Prognose: Deutschlands bester Bäcker wird nicht aus Mittelholstein kommen. Ich hoffe aber sehr, dass ich mich irre …

Edit 10.10.2014 Schade, dass alles so vorhersehbar ist: Der Sieger des Wochenfinales Norddeutschland kommt aus Niedersachsen.

5 thoughts on “Deutschlands bester Bäcker: Mittelholstein

  1. Klaus Euer

    Informationen wie der Feierabend-Brotschrank und andere Besonderheiten, die schliesslich dazu beitragen das bekannter zu machen, was hinter einem solchen Wettbewerb stehen sollte, werden vergessen und stattdessen viel zu viel Zeit mit Unnoetigem verbracht.
    Auch wenn Lafer es nun mal geschafft hat bei der Sonderaufgabe mal ein Brot zu waehlen, wird das wohl die Ausnahme bleiben.
    Als Brot-Interessierter schaue ich dann eben nur noch bei dem Teil zu, der das bedient. Eigentlich schade, denn es wertet beide Spezialisten – die Brot-Baecker und die Konditoren – letztlich ab!

    Antworten
  2. Pingback: Ergebnisse der Woche ab dem 2014-10-03 - Iron Blogger Kiel

  3. Kate

    Ich habe heute zum 1. Mal die Sendung gesehen.
    Ist an mir vorbei gegangen, daß sowas derzeit nachmittags läuft.
    Aber ich muß sagen, mir hat die heutige Sendung (Bremen) sehr gut gefallen.
    Mein Favorit stand ziemlich schnell fest, und der hat dann auch gewonnen.
    Seine Törtchen und der Butterkuchen sahen traumhaft aus!
    Mal sehen ob ich mal wieder rein schaue wenn Hessen dran ist…täglich zu gucken ist mir zu viel.

    Antworten
  4. Kate

    Nachtrag:
    Habe mir nun Mittelholstein auch noch in der Mediathek angeguckt.
    Auch hier fand ich persönlich optisch die Plunder des Siegers auch am ansprechendsten, schmecken kann ich ja leider nicht.
    Aber der Anschnitt sah auch am besten aus, schon allein wegen der exzellent ausgebildeten vielen Schichten, perfekt.

    Die Biobäcker kamen etwas unsympathisch rüber, vielleicht hat das abgeschreckt. Schade!
    Diese Kieler Semmel sah auch für mich nicht sehr appetitlich aus, innen eher „pappig“, das würde ich gar nicht mögen, innen weich und süss, aussen klebrig, salzig, ich weiß nicht…
    Für mich muß eine Semmel , ein Brötchen ganz locker sein, beim Schneiden darf es keinen klebrigen „Batzen“ geben, nur dann zeugt es von Qualität! Bei Brötchen bin ich sehr wählerisch!
    Die Kieler Semmel ist da wohl wirklich eher was für Nordlichter! ;)

    Von den Schlüters fand ich ja den Butterkuchen gut! Aber der wurde ja nicht bewertet.
    Und auch dieses eine Plunder, das dritte, sah wundervoll aus.

    Man müßte aber wohl letztlich mal selber schmecken können, um da wirklich ein fachliches Urteil abgeben zu können, als Zuschauer kann man ja nur beurteilen was man sieht.

    Antworten
    1. kuechenlatein Beitragsautor

      Nun genau dass habe ich ja in meinem Beitrag zum Ausdruck gebracht, dass die südlich verorteten Juroren – nicht nur in Mittelholstein – den norddeutschen Backwaren sehr skeptisch gegenüber traten und fachlich sehr komische Bemerkungen machten …

      Und man kann das ja wunderbar in der Mediathek bei einem Bügelmarathon angucken :-)

      Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*