Lesehunger: Eiersalat-Kresse-Brot zu Lutetia Stubbs

Im letzten Quartal wollte ich eigentlich wieder an Shermins unstillbaren bibliophil-kulinarischen Dauerevent teilnehmen. Aber das Buch, auf das ich mich so gefreut hatte, strafte ich mit folgendem Tweet ab:

Und kurz danach stolperte Matthias Czarnetzki in meine Timeline. Das Twitter-Profil klang vielversprechend: Schöpfer von Lutetia Stubbs. Kurz die Reihenfolge, in der ich die Bücher lesen sollte per Direktnachricht abgefragt und wenige Sekunden später landete Lutetia Stubbs: KellerLeichen und wie man sie nicht entsorgtBild * auf meinem KindleBild *

Eine tolle Erfindung, obgleich ich nach wie vor auch das gebundene Buch gerne in der Hand habe. Was soll ich euch sagen, schräg, sehr schön schräg.

Der etwas weltfremde Mathematikprofessor mietet mit seinen beiden Kindern Lutetia und Marx eine Burg im beschaulichen Bourough. Nun ja, so beschaulich ist Bourough dann noch wieder nicht, wie sich im Laufe der Handlung herausstellt, denn die Familie Stubbs hat Probleme:

  • Das kleine Problem: die Leiche im Keller, über die Marx gleich stolpert.
  • Das mittlere Problem: Engagierte Nachbarn, die wünschen, dass die Leiche Gesellschaft bekommt.
  • Das große Problem: Ein abgebrühter Polizeichef, der möchte, dass Familie Stubbs so schnell wie möglich wieder verschwindet und zwar endgültig.

Da hat Murdok Mc Duff – wie auch alle anderen Dorfbewohner – Lutetia gewaltig unterschätzt. Das Buch wimmelt nur so vor merkwürdigen Charakteren: Die Steuerberaterin Brenda Stetson, die endlich ihre Chance auf ein bisschen Liebesglück wittert, der freundlich naive Polizist Henry Wilson, der seiner machtgierigen Mutter Amanda nun so gar nicht recht Freude bereitet, der überhaupt nicht beschränkte Totengräber George, die Swanson-Sisters Inga und Barbara und nicht zu vergessen die Bibliothekarin Peaches Cavanaugh. Die Handlung ist spannend erzählt und obwohl zwischen den verschiedenen Personen und Schauplätzen häufig gewechselt wurde, verlor ich nie den Faden. Das Ende jedoch verblüffte mich

Das schreit nach der Fortsetzung: Lutetia Stubbs: Herz aus SteinBild *

Und die genieße ich jetzt gerade mit einem Eiersalat-Kresse-Brot,

©Eiersalat-Kresse-Brot

das eigentlich ein Sandwich sein müsste, lest selbst:

Lutetia wusste, dass der Sarg nicht so tief hinabgelassen wurde, sondern nur bis in die Krypta. Dort wurde er auf einem Förderband abgesetzt, das ins Krematorium führte. Dort wartete George bereits – wahrscheinlich mit seinem Eiersalat-Kresse-Sandwich in der Hand – und würde die Kiste direkt vom Band in den Ofen schieben, die Gasflamme anzünden und pünktlich zum Feieraben zu Hause sein.

Das Rezept für den Eiersalat findet ihr hier. Noch ein bisschen Kresse drauf und …. weiterlesen.

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5 thoughts on “Lesehunger: Eiersalat-Kresse-Brot zu Lutetia Stubbs

  1. Petra aka Cascabel

    Klingt ja drollig, das Buch! Ich habe im Urlaub auch wieder die Vorteile des kindle geschätzt – keine Bücherkisten schleppen und trotzdem immer eine schöne Auswahl dabei!
    Ich geh dann mal Eier kochen ;-)

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  2. Shermin

    Über eine Leiche im Keller bin ich zwar nicht gestolpert, aber ganz erschreckt darüber, dass ich noch gar nicht den ersten lesehunrigen Beitrag in diesem Quartal kommentiert und mich dafür bedankt habe! Schande über mich. Jedenfalls so ein klitzekleines Bissel. Und ganz lieben Dank fürs Mitmachen und berichten über die Buchserie. :)

    LG

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  3. Pingback: Egg custard tarts zu Lesehungrig! - kuechenlatein.com

  4. Ines

    Auch wenn es jetzt die Jahreszeit für deftiges Essen ist, kann gern wieder das Eier-Kresse-Sandwich gemacht werden, denn nun sind die Hände frei, da man Lutetias Abenteuer nun hören kann.
    Wir hoffen, wir haben eure Stimmen im Kopf beim Lesen getroffen.

    //diehoeragenten.de/archive/1404

    sonnige Grüße
    diehoeragenten

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