Sauerteig-Crumpets

Die Frage von Johanna, ob ich denn schon einmal von Sauerteig-Crumpets gehört hätte, beantwortete ich mit einem Rezept von King Arthur Flour. Wie sie halte ich meinen Voratsstarter immer separat und in kleinen Mengen, so dass ich selten eine ausreichend große Menge vernachlässigten Weizensauerteig vorrätig habe. Da ich aber meine ursprüngliche Brotback-Planung geändert hatte, konnte ich das empfohlene Rezept jetzt selbst ausprobieren. Die

Sauerteig-Crumpets

Sauerteig-Crumpets 007

sind wirklich schnell gemacht und schmecken – hier mit Butter und schwarzem Johannisbeer-Gelee – einfach super. Das für die Herstellung verwendete Natron neutralisiert einen Teil der Säure im Starter, so dass der Geschmack angenehm säuerlich ist.

Die Zeit der Thunfischdosen als Crumpetringe sind auch vorbei, denn ich besitze 4 original britische Crumpetringe, die mir Johanna als „Belohnung“ für den Versand von Sauerteigen und Nachhilfestunden im Brotbacken geschickt hat.

Teig für Sauerteig-Crumpets Sauerteig-Crumpets 001
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Sauerteig-Crumpets

Menge: 8 Stück

©Collage Sauerteig-Crumpets

Zutaten:

  • 240 Gramm Weizen-Sauerteig (100 % Hydratation), nicht aufgefrischt
  • 1 Teel. Zucker
  • 1/2 Teel. Natron
  • 1/2 Teel. Salz

QUELLE

abgewandelt von Ulrike Westphal nach:
www.kingarthurflour.com

ZUBEREITUNG

  1. Auf die Oberfläche des Sauerteiges Zucker, Natron und Salz streuen und kräftig umrühren. Diese Mischung geht ab wie Schmidt’s Katze und verdoppelt sich.
  2. 4 Crumpetringe von etwa 9 cm Ø und 3 cm Höhe leicht fetten und in eine leicht gefettete Pfanne geben. Jeden Ring etwa zur Hälfte mit dem Teig füllen und über kleiner Flamme garen, bis die Oberfläche fest und voller großer Löcher ist. Die Ringe entfernen und die Crumpet 1-2 Minuten von der anderen Seite backen.
  3. Die Crumpets aus der Pfanne nehmen und stapeln, die nächsten 4 genauso backen.
  4. Zum Verzehr die Crumpets im Toaster leicht anrösten und mit Butter und Konfitüre genießen.
  5. Man kann sie auch abgekühlt in Plastik verpackt einfrieren und dann toasten.

Tipp: //www.kingarthurflour.com/recipes/sourdough-crumpetsbrior-howtoresurrect-a-neglected-starter/i-recipe
Gesamtzeit: 20 Minuten
Vorbereitungszeit: 10 Minuten
Koch-/Backzeit: 5 Minuten

 
 

16 thoughts on “Sauerteig-Crumpets

  1. Anna

    Leider geht die Teigmischung bei mir nicht ab wie Schmidts Katze. Das erste Mal dachte ich noch, es liegt am Roggensauerteig. Aber mit Weizen klappt es leider auch nur bisschen. Hast Du einen Tipp, woran es liegen könnte?

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    1. kuechenlatein Beitragsautor

      Ich würde sagen, es liegt am Sauerteig. Der war wohl etwas schwach auf der Brust und hatte nicht genügend Säure, um das Natron zum Sprudeln zu bringen.

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  2. Anna

    Klingt plausibel, ist aber glaube ich nicht die Ursache. Ich backe alle drei Tage ein Vollkornroggenbn – oder Mischbrot. Deshalb habe ich ständig eine recht große Menge Sauerteig im Haus. Mit einem unausgegorenem Teig würde das Brot ja gar nicht fluffig werden und da bin ich ziemlich empfindlich. Ziegelsteine esse ich nicht. Muss die Mischung vielleicht länger stehen? Ich hatte es beide Male nach etwa zehn Minuten schon in die Förmchen gegossen. Aber die Mischung von Säure und Natron reagiert ja normalerweise auch sofort. Allerdings habe ich das mit 100% Hydration nicht verstanden – vielleicht muss ich mir noch ein bisschen Sauerteigtheorie ranschaffen. Ich schaue mich mal in Deinem schönen Blog um. Vielen Dank!

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    1. kuechenlatein Beitragsautor

      Hier ist die Erklärung für Hydratation: https://kuechenlatein.com/definitionen-baeckerprozente-hydration-bzw-hydratation-und-teigausbeuten/. Und nein, die Mischung muss man nicht erst stehen lassen, steht auch nicht im Originalrezept, da habe ich extra noch einmal nachgeschaut.

      Aber ein Sauerteig – gerade Weizensauerteig – kann auch verhefen, heißt, das Brot wird trotzdem fluffig, weil die Hefen das Brot treiben, nur schmeckt es dann eben nicht so säuerlich. Deswegen bin ich nach wie vor der Meinung, dein Sauerteig ist einfach nicht sauer genug sondern hat eher CO2-produzierende Organismen als Säure produzierende. Meine schmecken schon knackig sauer und deine(r).

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      1. Anna

        Also der Teig ist ungefähr so sauer wie unreife Äpfel. Aber die Backware eher nicht – das fände ich auch gar nicht so lecker. Ich habe gerade schon überlegt, ob es daran liegen könnte, wann ich das letzte mal Mehl dazugetan habe. Dadurch, dass ich mehrmals in der Woche backe, ist es schon zur Routine geworden, spätestens alle anderthalb Tage Mehl zuzufüttern. Vielleicht achte ich beim nächsten Mal darauf, dass er lange genug steht, bevor ich mich an den Crumpets versuche. Ich werde berichten.

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  3. Anna

    …also ich glaube, der Knackpunkt ist „vernachlässigt“, sprich: Der Teig war in der Tat nicht sauer genug. Er steht wie gesagt nie lange rum, sondern ich füttere das Restchen immer sofort wieder auf. Ich werde jetzt gleich eine Weizenmischung anlegen und vergessen.

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    1. kuechenlatein Beitragsautor

      Nun, sauer wie unreife Äpfel ist ja eher mildsauer, meine sind schon gar knackig-sauer. Das hängt immer ganz von deiner Sauerteigführung und den Umgebungstemperaturen ab. Und – obwohl ich meine Sauerteige als nicht vernachlässigt ansehen würde – führe ich meine offensichtlich völlig anders als du und füttere die nicht alle paar Tage, weil 70 Gramm ganz schön lange reichen: Pflege eines Roggensauerteiges.

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