Kost the Ost: Brötchen wie in der DDR

Papp-Brötchen
Nach Deichrunner und Foodfreak musste ich die DDR-Brötchen von Bäcker Süpke natürlich auch ausprobieren. Die sind ja der absolute Renner!

Die selbstgebackenen Brötchen wiegen etwa gleich viel wie das nebenstehend abgebildete käuflich erworbene, im Laden aufgebackene Pappbrötchen. Sie sind etwas kleiner, aber der Geschmack ist unvergleichlich viel besser. Unser Übernachtungsgast sagte, das seien die besten hellen Brötchen, die er seit langem gegessen hätte. Sprach’s und vertilgte 4 davon zum Abendbrot. Ich habe bisher 2 Varianten

Ost-Brötchen

Ost-Brötchen_Molke"

davon gebacken.Bei dieser Variante habe ich das Wasser durch 350 ml Molke ersetzt und 5 g Backmalz verwendet.

Ost-Brötchen_Schmalz 001

Dies ist die Variante mit 30 g Schmalz und 5 g Backmalz. Diese 12 Brötchen reichten gerade so für 2 Erwachsene und 2 im Wachstum befindliche Jugendliche. Ich habe nur eins davon gegessen. Im Moment liegt diese Variante geschmacklich leicht vorn.

Der Einsatz des Brötchenbleches neuen Backofen ergab eine rundum knusprige Kruste, hier zeigte sich der Unterschied zu meinem bisherigen Ofen ohne Dampfstoß. Leider bekam ich die Brötchen aber auch wesentlich schlechter vom Brötchenblech. Ich habe Bäcker Süpkes Rat befolgt und das Brötchenblech eingebrannt.

Ostbrötchen_Schmalz 002 Brötchenblech
Vorher Nachher

Die Feuerwehr ist nicht gekommen und schön dunkelbraun ist das Blech ja geworden, ich hoffe, es bringt den erwünschten Effekt.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Ost-Brötchen
Kategorien: Weizenbrötchen, Hefe
Menge: 12 Stück

Zutaten

500 Gramm   Weizenmehl Type 550
325 ml   Wasser
      Oder
350 ml   Molke *
10 Gramm   Salz
1 1/2 Teel.   Trockenhefe
5 Gramm   Malz *
      Oder
3 Gramm   Zucker
10 Gramm   Schmalz *

Quelle

  abgewandelt nach Bäcker Süpke`s Welt
  //baeckersuepke.wordpress.com/2008/03/27/ddr-
  brotchen-rezept/
  Erfasst *RK* 24.07.2008 von
  Ulrike Westphal

Zubereitung

Anmerkung: Die Zutaten mit * können verwendet werden, ist aber nicht zwingend. Sie schließen sich teilweise aus: Wenn man Molke nimmt, braucht man kein Schmalz. Wenn man Zucker nimmt, dann braucht man kein Malz.

Alle gewünschten Zutaten in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben und zunächst auf niedriger, dann auf mittlerer Stufe verkneten, bis ein weicher, geschmeidiger Teig entstanden ist. Das dauert etwa 10 Minuten.

Dann abgedeckt ca. 30 min – 1 h bei Raumtemperatur ruhen lassen. Den Teig zusammenfalten und erneut 30 min – 1 h ruhen lassen. Der Teig muss dabei langsam gehen. Nicht zu warm stellen, sonst geht der Teig zu schnell auf.

Den Teig in 12 gleich große Teile teilen (ca. 70 g), Teiglinge nach Wunsch formen und bis zur gewünschten Größe gehen lassen, etwa 30 min. Die Teiglinge rechtzeitig – damit sie nicht zusammenfallen einschneiden oder mit dem Brötchendrücker eindrücken. Die Teiglinge auf ein Brötchenblech setzen, gut abdecken, um eine Hautbildung zu vermeiden. Mit Wasser bestreichen und im heißen Ofen mit viel Wasserdampf bei 220°C ca. 20 min backen.

Miele H 5361: Klimagaren, 1 Dampfstoß direkt nach dem Einschieben.

:Ulrike: Variation 1: 350 ml Molke und 5 g Backmalz
:Variation 2: 5 g Backmalz und 10 g Schweineschmalz

Tipp: Bei kalter Teigführung zwischen 20 – 22°C Teigtemperatur kann der Teig gut abgedeckt sofort in den Kühlschrank gestellt werden und über Nacht geführt werden. Es gibt Bäckereien, die stellen ihre Spezialbrötchen aus Zeitgründen generell so her.

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7 Gedanken zu „Kost the Ost: Brötchen wie in der DDR

  1. Eva (Gast)

    Oh, die sehen ja gut aus und schon 2 Varianten hast du gebacken; wenn die Schmalz-Variante bei euch derzeit favorisiert wird, muss ich die unbedingt auch noch backen – danke für den Hinweis!

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  2. Beobachter (Gast)

    Oh, ja
    War vor einiger Zeit mal wieder in Dresden. Die Pensionswirtin hatte auch Brötchen nach altem DDR-Rezept. Hmmm. Wie ich diese Brötchen hier vermisse.
    Mir zieht es jedesmal die Socken aus, wenn ich die aufgeblasenen West-Brötchen essen muß.

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  3. chaosqueen.net

    Ich bin ja schon bei Eva neugierig auf das Rezept geworden, jetzt sehe ich die Brötchen auch bei Dir…
    Nun weiß ich, was es bei uns am Wochenende zum Frühstück geben wird. ;-)

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  4. Nils (Gast)

    DDR-Brötchen
    Sehen spítze aus. Habe die Version mit Schmal auch ausprobiert, nächstes Mal also mit Molke.

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  5. Sivie (Gast)

    Die Brötchen sehen Klasse aus. Bereits bei Eva hatte ich mir das Rezept gespeichert und bei Bäcker Süpke in den Kommentaren war noch ein Hinweis für „Über Nacht“. Das werde ich mal testen.

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  6. mafunga (Gast)

    Ich bin gad so am Stöbern. Die DDR-Brötchen werde ich wohl auch mal probieren.
    Bei unserem ersten Urlaub in die damals „noch“-DDR bekamen wir richtig leckere Brötchen, die sich abends auch prima aufbacken ließen.
    Was schon damals mit französischem Baguette oft nicht mehr ging.

    Aber sag mal, sind 500 kg für 12 Brötchen nicht ein bißchen viel?

    LG mafunga

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