Blogparade Blogger-Relations

Diese Blogparade Blogger-Relations kommt mir gerade recht, hatte ich doch erst vor kurzem einen Kontakt, der zeigte, wie es nicht geht. Anhand dieses Negativbeispiels möchte ich hier einfach einmal aufzeigen, was ich mir als Blogger wünsche.

Lieber Blogger,

[…] Lobgehudel über das Produkt […] Die Firma XY möchte Ihnen ein Produkt im Wert von z € Testen zur Verfügung stellen und freut sich, wenn Sie in Ihrem Blog über Ihre Erfahrungen damit berichten.
Interessiert? Dann freue ich mich über eine Nachricht an email-Adresse der PR-Agentur

Das jedes Blog ein Impressum hat, finde ich es nur höflich, wenn man auch seinem Namen angesprochen wird. Über das Du/Sie kann man streiten, aber ich bevorzuge in geschäftlichen Dingen das Sie. Und bei solchen Anfragen handelt es sich in meinen Augen um eine geschäftliche Beziehung. Ich habe aber auch nichts dagegen geduzt zu werden, wenn höflich nachgefragt wird, ob das denn auch in Ordnung sei. Zu diesem Thema finde ich diese Artikel oder den offenen Brief von Wolfgang Fassbender nach seiner Einladung zu einer Preisverleihung für Foodblogger einfach gelungen.

Bei dieser Anfrage fehlte es eindeutig an den Bedingungen. Erst nach einem regen Schriftkontakt rückte die PR-Agentur damit heraus, dass sie bis zu einem bestimmten Termin einen Blogbeitrag von ca. 300 – 1000 Wörter wünschte, meine Zugriffsraten (welche denn genau?) pro Tag und Monat mitzuliefern und dass erst dann entschieden würde, ob ich zum Testen in Frage käme. Und in der letzten email wurde ich dann ganz vertraulich geduzt.

So lautet dann auch meine Antwort:

Sehr geehrte Werbeagentur,

vielen Dank für die Information, für die Sie sich seit dem [… es waren über 2 Wochen] Zeit gelassen haben.

Ich gehe einmal davon aus, dass Sie noch sehr jung sind, ansonsten müsste ich das unhöfliche Duzen und Ihr ganzes Vorgehen als dilettantisch abtun.

Erst bieten erst ein Gerät zum Test ohne Bedingungen an, in der zweiten Mail knüpfen sie den Test an Bedingungen und jetzt teilen Sie mir mit, ich und mein Blog hätten es nicht in die Auswahl geschafft. Ich hatte Ihnen doch schon geschrieben, ich „bewerbe“ mich nicht. Eine zeitnah zugesandte höfliche Antwort auf meine Mail vom […] hätte es auch getan.
Das entspricht nicht dem Umgang von Agenturen mit Bloggern, den ich erwarte.

Ich sehe von weiteren Tests der Marken, die Ihre Agentur vertritt, ab. Bitte streichen Sie mich aus Ihrem Verteiler.

Bedingungen hätte ich mir im Vorfeld gewünscht, um entscheiden zu können, ob ich dann dazu bereit wäre, an so einem Produkttest teilzunehmen.

Wenn die Kontaktaufnahme durch eine PR-Agentur erfolgt, erwarte ich eigentlich, dass diese sich im Vorfeld mit den angeschriebenen Blogs grob befasst hat, heißt das Impressum schon einmal gelesen zu haben. In meinem Impressum steht mein Name und grob drin, zu welchen Bedingungen ich zu Produkttests bereit bin und für was das Blog nicht zur Verfügung steht.

Ich selbst nehme dann das Produkt als Honorar und muss schon Spaß an der Sache haben.

Wenn ich mich in Bloggergruppen für ein Projekt bewerbe, erwarte ich immer eine Antwort, egal ob positiv oder negativ und zwar innerhalb von maximal drei Arbeitstagen, zumindest ein Zwischenfeedback, wenn es länger dauert. Und wenn es eben länger dauert, dann sollte auch immer eine Absage erfolgen. Ein Einzeiler sollte doch wohl möglich sein.

Wenn ich dann in einer Bloggergruppe zum 2. Mal einen Aufruf für ein Produkt sehe, erwarte ich, dass diejenigen auch noch einmmal schauen, wer beim ersten Mal Interesse zeigte und guckt, welcher Mail-/Schriftverkehr noch offen ist.

Und die Agenturen sollten sich intensiv mit den Blogs beschäftigen, die ihre Produkte bewerben. Was nützt es, wenn ein Blogger ein sehr teures Produkt zwar verwendet, aber die Zielgruppe dieses Blogs sich das Produkt nie kaufen/leisten können würde. Oder aber einmal schauen, ob welche Art von Produkttests das angeschriebene Blog überhaupt schon gemacht hat und wo der Schwerpunkt liegt. Da nützt es auch nicht sich nur auf die letzten 3 Artikel zu beziehen.

Weitere Artikel zum Thema, die zeigen, wie es mir nicht gefällt.

Sowie es DEN Blogger nicht gibt, so gibt es auch nicht DIE PR-Agentur. Es gibt auch positive Beispiele von höflich formulierten Anfragen, die tatsächlich zum Blog passen. Wenn keine Bedingungen formuliert wurden, gibt es auch keine und werden nicht erst nach endlosem Schriftwechsel aus dem Hut gezaubert. Leider sind diese Anfragen bei mir in der Minderheit, aber es gibt sie und dann nehme ich Einladungen zu Events und Produkttests etc. auch an und berichte gerne darüber.

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