Archiv der Kategorie: Hausgemacht

Paneer

Diese Woche sollen die Mitglieder des I heart cooking clubs mit Zutaten kochen, die sie selten oder aber noch gar nicht verwendet haben. Meine geschätze Mitautorin Gabi hat mir schon mehrfach von Paneer vorgeschwärmt und könnte sich hineinlegen. Gegessen habe ich den auch schon, aber noch nie selbst gemacht, geschweige denn verarbeitet. Also eine Steilvorlage für das Thema der Woche bei I♥CC und

Paneer

Paneer

selbst gemacht. Heidi Swanson empfiehlt möglichst unbehandelte Milch, da habe ich ja eine gute Quelle. Gesche brachte mir gut gekühlte Rohmilch mit, die ich abends dann weiter verarbeitete.

Dithmarscher Landmilch

Joghurt hatte ich nicht zur Hand, ich habe Zitronensaft verwendet.

Paneer

Menge: etwa 250 Gramm

Paneer Collage

Den indischen Frischkäse gibt es nicht fertig zu kaufen. Die einfache Zubereitung ermöglicht es, schnell frischen Käse zu zaubern.

Zutaten:

QUELLE

abgewandelt von Ulrike Westphal nach:
Heidi Swanson und Anjum Anand

ZUBEREITUNG

  1. Milch erhitzen, bis sie aufsteigt.
  2. Joghurt bzw. Zitronensaft einrühren, die Hitze herunterstellen und leicht umrühren, bis die Milch gerinnt und dann von der Kochstelle nehmen. Das koagulierte (geronnene) Eiweiß trennt sich jetzt von der Molke.
    Milch geronnen
  3. Die Masse durch ein mit einem Küchentuch ausgelegten Sieb gießen, kurz mit Wasser abspülen und etwa 20 Minuten abtropfen lassen.
    Abtropfen
    Dann das Tuch zusammennehmen, „auswringen“
    Paneer auswringen
    und mit einer Schnur zubinden.
  4. Das Tuch in Form bringen und zwischen 2 Bretter legen, um weitere Flüssigkeit herauszupressen. Das obere Brett beschweren und etwa 30 – 40 Minuten warten.
    Pressen mit Kochbuchkollektion
  5. Je nach Verwendungszweck in Würfel schneiden oder zerkrümeln.
  6. Nicht benötigten Paneer in Wasser aufbewahren. Luftdicht verschlossen soll Paneer auch eingefroren werden können.

Gesamtzeit: 1 – 2 Stunden
Koch-/Backzeit: weniger als 10 Minuten

 
 
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Baharat Gewürzmischung

Baharat ist eine arabische Gewürzmischung, die je nach Region aus unterschiedlichen Gewürzen besteht. Typische Bestandteile sind Kreuzkümmel, Kardamom, Koriander, Muskat, Nelken, Paprikapulver, Pfeffer und Zimt. Natürlich ist die

Baharat Gewürzmischung

Baharat Gewürzmischung (2)

auch käuflich zu erwerben, wie z.B. dieseBaharat Gewürzmischung *. Da ich bereits alle Zutaten für dieses Rezept im Hause hatte und die Einzelkomponenten der Baharat Gewürzmischung auch vorhanden waren, klöppelte ich die Mischung selbst zusammen. Frau hat schließlich ein Klöppel-Diplom. Als Freundin der Waage habe ich die Zutaten abgewogen, nun weiß ich, dass eine Muskatnuss etwa 5,1 Gramm wiegt.

Baharat Gewürzmischung

Menge: 1 Rezept

Baharat Gewürzmischung (1)

Zutaten:

  • 1 Essl. Pfefferkörner, schwarz, etwa 7,4 Gramm
  • 1 Essl. Koriandersaat, geröstet, etwa 5 Gramm
  • 1 Essl. Kreuzkümmel, geröstet etwa 6,8 Gramm
  • 6 Kapseln Kardamom, grün, etwa 1 Gramm, die Samen
  • 1 kleine Stange Zimt, etwa 7 Gramm, fein gerieben
  • 1 – 2 Teel. Chilipulver; Ulrike 1 Teel., ewta 2 – 4 Gramm
  • 2 Essl. Paprika, edelsüß, etwa 17 Gramm
  • 1/4 Muskatnuss, etwa 1,3 Gramm, gerieben

QUELLE

abgewandelt von Ulrike Westphal nach:
NDR-Ratgeber

ZUBEREITUNG

  1. Alle groben Zutaten in einem Mörser fein zerkleinern. Zimt, Chili-, Paprikapulver und Muskatnuss zufügen und alles miteinander vermengen.
  2. Das Gewürz hält sich gut verschlossen mehrere Monate

Gesamtzeit: 20 Minuten
Vorbereitungszeit:5 Minuten

 
 
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Gebrannte Nussmischung – Weihnachtsmarkt zu Hause

Da haben der Inschennör und ich den Sonnabend damit verbracht, das Haus in Adventsstimmung zu bringen und waren bereit, einen gemütlichen Abend einzuläuten, als mich ein unbändiger Appetit auf gebrannte Mandeln überkam. Ganz schlimm, es waren keine ganzen Mandeln im Hause, aber unser fußläufig zu erreichendes Außenlager in Gestalt eines Discounters hatte noch eine halbe Stunde auf. Ich stiefelte also los um festzustellen: schlimmer geht immer. Die ganzen Mandeln waren ausverkauft. Völlig verzweifelt griff ich zu Roasties, einer gerösteten und gesalzenen Nussmischung, bestehend aus Erdnusskernen, Cashewkernen, Mandeln und Haselnusskernen und kehrte an den heimischen Herd zurück. Da an Süßes immer eine Prise Salz gehört, habe ich für meine

Gebrannte Nussmischung

Gebrannte Nussmischung

das Salz nicht abgespült. Eine kluge Entscheidung, ich fand das Verhältnis von Zucker und Salz in dieser Mischung genau richtig, für den Inschennör hätte es etwas weniger sein können. Auf jeden Fall verbreitet sich beim Herstellen dieser Köstlichkeit ein wunderbarer Duft nach Weihnachtsmarkt im Haus, ohne dass dieser durch altes Frittenfett gestört wird.

©Weihnachtsmarkt

Gebrannte Nussmischung

Menge: 260 g, etwa

Gebrannte Nussmischung Collage

Holen Sie sich den Duft vom Weihnachtsmarkt nach Hause. Mit diesem Rezept für gebrannte Nüsse geht das ganz einfach

Zutaten:

  • 150 Gramm geröstete und gesalzene Nussmischung, hier Erdnusskerne, Cashewkerne, Mandeln und Haselnusskerne
  • 115 Gramm Zucker
  • 3/4 Teel. Zimt
  • 100 ml Wasser

QUELLE

abgewandelt von Ulrike Westphal nach:
eigene Vorgehensweise nach diversen Anregungen im WorldWideWeb

ZUBEREITUNG

  1. Ein Backblech einölen
  2. In einer Pfanne Zucker, Zimt und Wasser aufkochen. Die Nussmischung zufügen und unter Rühren einkochen, bis das Wasser verdampft ist. Dann sind die Kerne von Zucker ummantelt und erscheinen „trocken“.
  3. Jetzt beginnt das Karamellisieren. Die Hitze etwas reduzieren und weiterrühren, bis sich der Zucker verflüssigt und alle Kerne von einer glänzenden Schicht überzogen sind.
  4. Die Masse auf das geölte Backblech geben und mit einer Gabel die einzelnen Kerne voneinander trennen. Vorsicht (!) die Karamellmasse ist über 100 °C heiß, es dauert mindestens 5 Minuten, bis die Masse so weit abgekühlt ist, dass man die Kerne von Hand voneinander trennen kann.

Gesamtzeit:20 Minuten
Vorbereitungszeit:5 Minuten
Koch-/Backzeit: 15 Minuten

 
 

Zitronen-Buttermilch hausgemacht

Es ist Sommer, erkennbar daran, dass in den örtlichen Supermärkten die Kühlregale mit Buttermilch leergeräumt sind. Der Schleswig-Holsteiner trinkt gerne Buttermilch und genießt diese auch mit Zwieback als leichtes Sommeressen.

Schon im Jahre 2008 habe ich Zitronen-Buttermilch lieber selbst gemacht. Keine Ahnung was im Jahre 2008 in den fertigen Fruchtbuttermilchdrinks enthalten war.

©Buttermilchdrink Zitrone
Dieses Produkt aus dem Jahre 2015 enthält folgende Zutaten: 70 % Buttermilch, Sauermolke, Zucker, 2,4 % Zitronensaft aus Zitronensaftkonzentrat, Verdickungsmittel E 466, Säuerungsmittel Zitronensäure, Aroma.

E 466 ist Natrium-Carboxymethylcellulose und ein Abkömmling der Cellulose und wird aus Holz gewonnen. Es kann Flüssigkeiten zähflüssig machen oder Gele ausbilden. Außerdem kann der Stoff das Verklumpen von anderen Substanzen verhindern und, im Gegensatz zu anderen Cellulose-Abkömmlingen, auch Schäume ausbilden und stabilisieren. Ja, genau wie Methyl-Cellulose in Tapetenkleister, was mir als erstes dazu in den Sinn kam. Also immer schön die Zutatenverzeichnisse lesen und dann entscheiden, ob man das wirklich in seinem Lebensmittel haben möchte. Nicht von Aussagen wie: ohne Zusatz von Konservierungsstoffen, künstlichen Farbstoffen und Süßstoffen blenden lassen, es sind meist noch genügend vermeidbare Zusatzstoffe enthalten.

Wir wollten nicht nur einen Buttermilch-Drink sondern

Zitronen-Buttermilch

©Zitronen-Buttermilch (1)

ohne vermeidbare Zusatzstoffe und stellten die aus folgenden Zutaten: Buttermilch, Zucker, Zitronensaft, Zitronenabrieb, her.

Erfrischend und köstlich. Ob Buttermilch wirklich schön macht? Die Hoffnung stirbt zuletzt

Zitronen-Buttermilch hausgemacht

Menge: > 1 Liter

©Zitronen-Buttermilch (2)

Rezept für hausgemachte Zitronen-Buttermilch

Zutaten:

  • 1 Liter Buttermilch
  • 70 Gramm Zucker
  • 1 Zitrone, Saft und abgeriebene Schale

QUELLE

von Ulrike Westphal nach:
einer Nährwert-Kennzeichnung eines Fertigproduktes.

ZUBEREITUNG

  1. Alle Zutaten miteinander vermischen und genießen.

Gesamtzeit: 5 Minuten
Vorbereitungszeit: weniger als 5 Minuten

 
 

Pastrami hausgemacht – selbst geräuchert

Angehörige von Foodbloggern haben es bekanntermaßen nicht leicht. Sehr selten gibt es Dinge nach kurzer Zeit wieder. Aber diese Rinderbrust Pastrami-style weckte unseren Ehrgeiz. Letztes Jahr bekam der Gatte von mir einen Tischräucherofen,

©Tischräucherofen

der endlich eingeweiht werden sollte.

Also wieder etwa 1,5 kg Rinderbrust spritzpökeln und in Ruhe umröten lassen. Anschließend mit einer groben Gewürzmischung aus 3 TL Paprikapulver süß, 2 TL brauner Zucker, 2 TL Knoblauchpulver, 3 TL Pfefferkörner schwarz, 2 TL Senfsamen und 2 TL Koriandersamen einreiben.

©Pastrami hausgemacht rub

Den Räucherofen mit Räucherspäne befüllen

©Räucherspäne einfüllen

und die Rinderbrust etwa 80 – 120 Minuten räuchern,

©Pastrami hausgemacht räuchert vor sich hin

bis eine Temperatur von ca. 72 °C erreicht wurde

©Pastrami fertig geräuchert

Die geräucherte Rinderbrust über Nacht in den Kühlschrank stellen und am nächsten Tag im SlowCooker wie hier, nur mit 120 ml Wasser etwa 6 h garen.

©Pastrami hausgemacht fertig vor Anschnitt

Und so sieht der Anschnitt aus:

Pastrami hausgemacht

©Pastrami hausgemacht fertig  Anschnitt (1)

Köstlich. Außen eine fast schwarze Gewürzkruste, innen rot. Würzig, saftig im Geschmack und mit schönem Raucharoma. Das selber Räuchern lohnt sich geschmacklich auf jeden Fall und ist kein Hexenwerk.