Rieslingspaschtéitchen

Sie liebt Rieslingspaschtéit ebenso wie Bouneschlupp. Netterweise hat mir Paule ein noch nicht erprobtes Rezept aus dem Kochbuch Kache bei all WiederBild, was so viel wie Kochen bei jedem Wetter heißt, überlassen.

Rieslingpaschtéitchen erfordern – wie der Name schon sagt – auch Riesling. Ich, die ab-so-lu-te Wein-Legasthenikerin habe mir dann hier ein Probierpaket von Rieslingen bestellt. Von den Weinen hatten Gäste von Arthurs Tochter vorgeschwärmt. Verwendet habe ich das Oestricher Lenchen Riesling Kabinett trocken, weil es in der Beschreibung hieß: Der trockene Kabinett lässt sich gut zu Speisen kombinieren und begeistert auch im Alleingang (Stimmt, mochte ich pur, wurde für tauglich befunden)

Als nächstes war die mittelfein gemahlene Schweineschulter zu bewältigen. Ich habe das ganze durch die feinere der beiden Scheiben des Fleischwolfes der KitchenAid gedreht. Beim Einhüllen der Füllung bekam ich plötzlich Muffensausen und habe das dann wie hier** in eine Kastenform gegeben. Eine Pastete habe ich „dicht“ bekommen die andere nicht von außen sahen beide

Rieslingspaschtéitchen

Rieslingspaschtéitchen 001

so aus. Und hier mit Rieslingsgelee gefüllt:

Rieslingspaschtéitchen 002

Für einen Stern reicht das natürlich nicht, aber ich bin mit meinem Erstlingswerk zufrieden. Geschmacklich sehr gut, vielleicht hätte die Füllung noch etwas lockerer sein können.

Rieslingspaschtéitchen 003   Rieslingspaschtéitchen 004

Hier wird ganz klar deutlich, welche Pastete ein Leck hatte. Dem ehemaligen Sternekoch Xavier Kieffer wäre so ein Missgeschick natürlich nicht passiert, aber es ist ja der Geschmack der zählt.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Rieslingspaschtéitchen
Kategorien: Pastete
Menge: 2 Pasteten

Zutaten

H FÜR DEN TEIG
500 Gramm   Weizenmehl Type 405
125 ml   Wasser
125 Gramm   Margarine (Ulrike: halb Butter, halb
      — Schweineschmalz)
      Salz
H FÜR DIE FÜLLUNG
1 kg   Schweineschulter, mittelfein gemahlen (?)*
300 Gramm   Mageres Kalbfleisch
2     Zwiebeln, fein gehackt
3     Lorbeerblätter
25 ml   Riesling
      Petersilie, fein gehackt
H FÜR DAS GELEE
4 Pack.   Gelee, Ulrike: 12 Blatt Gelatine
500 ml   Wasser
500 ml   Riesling
H ZUM BESTREICHEN
1     Eigelb

Quelle

978-2879542317978-2879542317*   Max Kuborn
Kache bei all Wieder978-2879542317*
ISBN: 978-2879542317
  Erfasst *RK* 29.07.2011 von
  Ulrike Westphal

Zubereitung

Mehl Ei, Margarine, eine Prise Salz und Wasser schnell zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. In Frischhaltefolie wickeln und 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.

Schweinefleisch mit den Zwiebelwürfeln, der Petersilie sowie den zerbröselten (Ulrike: feinst zermörsert) gut vermischen. Kalbfleisch in 1 cm große Würfel schneiden. Zusammen mit 25 ml Riesling unter das Schweinefleisch mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und 4 Stunden ziehen lassen.

Den Teig in 4 Portionen teilen. Jede Portion zu einem langen Streifen ausrollen. Zwei Teigstreifen mit der Füllun belegen und jeweils mit dem restlichen Teig bedecken. Nun die Ränder fest andrücken. Wichtig ist, dass beide Streifen fest miteinander verbunden sind. Die Pastete darf nicht "lecken". (Ulrike: ich habe zwei Backformen mit dem Teig ausgekleidet, 1 Form leckte, die andere nicht ;-)).

Auf der Oberseite 2 Öffnungen in den Teig stechen. Um diesen "Dampfabzug kann man eventuell Teigverzierungen anbringen. Die Pastete mit dem Eigelb bepinseln und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Im vorgeheizten Ofen bei 200 °C ungeführ 45 – 50 Minuten backen. herausnehmen und vollständig abkühlen lassen.

Für das Gelee Wasser, Riesling und Gelee aufkochen und leicht abkühlen lassen. Die Masse darf noch nicht gelieren. Durch die Öffnungn in die Pastete einfüllen und noch einmal für 3 – 4 Stunden in den Kühlschrank stellen.

*Ulrike: Durch die feine Scheibe des Fleischwolfes der KitchenAid gedreht. Beim nächsten Mal doch lieber die grobe Scheibe.

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** http://www.betz.lu/index.php/2009/03/18/rieslingspaschteit-pate-au-riesling-meat?blog=5 nicht mehr verfügbar

11 thoughts on “Rieslingspaschtéitchen

  1. daniela (Gast)

    Toll!
    Über eine Terrine hab ich mich ja schon mal d’rübergetraut, eine Pastete steht mir noch bevor. Lt. Rezept wird auch wirklich keine Backform verwendet sondern „free-style“ eine Pastete hergestellt? Das würd ich mich nicht trauen…

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  2. nata (Gast)

    Ein heißer Sommertag an der luxemburgischen Mosel…
    … vor ganz vielen Jahren, als es noch heiße Sommertage gab. Ich war mit Freunden zum Essen verabredet und traf mit Hunger bis unter die Arme dort ein. Zum Glück gab es frische kleine Rieslingpastetchen beim Bäcker und vermutlich haben sie mir das Leben gerettet.

    Der luxemburgische Riesling ist ein echter Geheimtipp. Den kennt in Deutschland kaum jemand. Aber der Wein von Desirée Eser passt zu diesem Rezept mindestens genauso gut. – In die Pastete könnte ich jetzt so reinbeißen!

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  3. Arthurs Tochter (Gast)

    Wieviele Lenchen sind denn im Paket? Nur eine Flasche? Dann schnell nochmal nachbestellen! Der ist nämlich auch zum Trinken sehr schön! :))
    Fahre für die Frau „Hamburg Kocht“ übrigens auch einige Flaschen nach HH im August. ;) So´n Kistchen mehr bekomme ich bestimmt noch ins Auto.

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  4. Paule (Gast)

    Mir läuft auf jeden Fall beim Anblick der Fotos schon das Wasser im Munde zusammen. Sieht toll aus. Hab‘ das Buch angefangen zu lesen. Jetzt verstehe ich wieso du gerade nach Rieslingspaschtéit und Huesenziwwi gefragt hast ;-)

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  5. Evi1M4chine

    Es gibt keine Wein-„Experten”. Die besten und bekanntesten sogenannten „Experten“ der Welt konnten in Doppelblindtests nicht erkennen, ob es sich um einen Rotwein oder einen gefärbten Weißwein handelte, und bewerteten den selben Champagner abwechselnd sehr positiv und sehr negativ, je nachdem ob ein prestigeträchtig-teures oder ein billiges Etikett drauf war.

    Das Ganze ist genauso kompletter Unsinn wie „Kunstexperten“ oder all die anderen Snobs, von „Audiophilen“ bis zu Leuten die behaupten ausschließlich schwarzen ungesüßten Kaffe und >80%-Schokolade zu mögen. Und Hummer und Kaviar für das höchste halten. Reine Einbildung. Und zwar wissenschaftlich nachgewiesen.

    Von daher bist du auch keine Wein-Legasthenikerin, sondern einfach /normal/.

    Und Wein ist sowieso eher ein simples oder sogar Gossengetränk, was es Jahrtausende auch war. Die Römer z.B. mischten Wein gern mit Wasser, Saft, Honig, Gewürzen, u.s.w. Also all die Dinge, die heutzutage ja soo “tabu” sind. ^^ Obwohl das Zeug erst dann trinkbar wird. :)

    Und unterschätze niemals die Psychosomatik! ^^

    *Seinen ungeschüttelten Mojito mit etwas frischem Ingwer, Roh-Vollrohrzucher und Strohhalm hebt…*

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