Zum Teufel mit den guten Vorsätzen: Das Menü

Nach drei Minuten Fußweg vom Hotel erreichten der beste Ehemann von allen und ich das durch das coole Schild umgestaltete

Vorgebirgsstr 47 003

Ich mich outete mich sofort als Foodbloggerin, weil ich das Essen fotografierte,

Gruß aus der Küche 001

aber ich war nicht allein, auch Little Jamie zückte die Kamera.

Nach kurzem Small Talk ging es zu Tisch

Tischdeko

Christoph stellte die Weinkarte vor, unser Tisch entschied sich für einen Rot- und einen Weißwein.

My creation

Und jetzt müsst ihr ganz tapfer sein: Von 20:05 Uhr bis 01:19 gab es folgende Köstlichkeiten:

Gruß aus der Küche

Gruß aus der Küche 003

Von links nach rechts: Apfel (Boskop mit wunderbarem Rosenaroma), Sellerie, Schafkäse

Kartoffelsuppe mit schwarzem Trüffel

Kartoffelsuppe mit schwarzem Trüffel

Die Meinung über die Trüffel an unserem Tisch war geteilt, erstaunlicherweise gibt es außer mir noch andere, die Trüffel für überbewertet halten.

Es folgte Zweierlei von Forelle und Feldsalat mit der absoluten Köstlichkeit: Kerbelknolle. Das Zweierlei der Forelle bekam ich aber erst auf Nachfrage ;-).

My creation

Finde den Fehler!

Ein guter Koch verwendet alles, so wurde aus den Karkassen der geräucherten und ungeräucherten Forelle noch eine wunderbare

Forellen-Essenz

Forellenessenz

zubereitet.

Käsekroketten mit eingelegten roten Zwiebeln, Schwarzbrot und Apfel-Birnenkraut

Käsekroketten mit roten Zwiebeln, Schwarzbrot und Apfel-Birnenkraut

Das Apfel-Birnenkraut sorgte für rege Tischgespräche. Man kann es zu Käse oder auf Butterbrot essen, oder auch zu Reibekuchen. Reibekuchen – norddeutsch Kartoffelpuffer – isst Mann und Frau im Rheinland auf Schwarzbrot mit Butter wurde uns versichert. Versuch macht kluch, wenn ich je wieder Hunger verspüren sollte, werde ich das probieren. Eine Packung Apfel-Birnenkraut bekam ich ja als Care-Paket mit nach Hause.

Der Wildgang verzögerte sich ein wenig, denn der Hirsch zeigte sich widerspenstig, er wollte und wollte nicht gar werden

My creation

Aber irgendwann ergab er sich und wurde als

Hirsch mit Wirsing und Blatz

Hirsch mit Wirsing um Kartoffel, Maronen-Ricotta und Blatz

serviert. Der Sonntag begann wunderbar: Kurz nach Mitternacht gab es

Sesammousse, Polnischen Schokoladenkuchen mit Matcha-Käsecreme und Strudel, gefüllt mit Erdbeerkonfitüre und Apfel

Sesammousse Polnischer Schokoladenkuchen mit Matcha_Käsecreme Apfel-Erdbeerstrudel

Die äußerst seltene Sesammousse ist ein Traum, zum Nachmachen unbedingt empfohlen. Den Abschluss dieses wunderbaren Abends bildeten

Kaffee und Gebäck

Kaffee mit zweierlei Gebäck

Beim Gatten und mir stellten sich dann doch Ermüdungserscheinungen ein, schließlich waren wir ja schon seit 07:21 Uhr des Vortages unterwegs, um alle diese Köstlichkeiten genießen zu können. Aber auch eine verdientermaßen zufrieden dreinschauende Nata zeigte leichte Anzeichen von Müdigkeit

Geschafft und zufrieden

Ich freue mich, dass ich an dieser wunderbaren Veranstaltung teilnehmen durfte und hoffe auf eine Wiederholung.

Nachtrag: Die Rezepte und Links zu weiteren Berichten gibt es hier

Und für meine beiden neuen Leserinnen hier die Links zum Tischgespräch

Kochen ohne Tüte

Coffee-Kuchen im Glas
Möhrenkuchen im Glas
Schottischer Frühstückskuchen im Glas

12 thoughts on “Zum Teufel mit den guten Vorsätzen: Das Menü

  1. Shermin (Gast)

    Hach…
    …das sieht nach einem sehr schönen Abend aus. Und da sind einige köstliche Sachen dabei, die meinen leeren Magen gerade sehr erfreuen würden (bis auf den Trüffel). ;-)
    Das Apfelkraut wird sicherlich exzellent gewesen sein, nur kurz der Hinweis für Nachkäufer (dank eigener grauenerregender Erfahrungen im Berliner Exil): Auch wenn die Zutaten stimmen – geschmacklich und von der Konsistenz her ist Apfelkraut nicht gleich Apfelkraut. Leider.

    Btw. ich bin zwar im Ruhrpott sozialisiert, aber Mama stammt ja aus Leipzig, deswegen gab es bei uns Kartoffelpuffer und nicht Reibekuchen, und diese dann mit Apfelmus und Roggenmischbrot.

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  2. ChezMatze (Gast)

    apfelbirnenkraut
    Als alter Belgier und Essteilnehmer fällt mir da der absolut beste „appel-perenstroop“ (wie es dort heißt) ein, den ich kenne. Und ich kenne viele, ich hatte dafür mal so eine Schwäche ;). Schaut mal hier, das ist der Hersteller:
    //www.pajottenlander.be/?nl/producten/fruitbereidingen/

    Gekauft habe ich den Apfel-Birnensirup bislang immer nur im „Pain Quotidien“ in Lüttich oder Brüssel, einen deutschen Verkaufspunkt haben sie auf der Website nicht gelistet. Richtig großartig ist übrigens auch ihr Apfel-Johannisbeersaft. Vielleicht haut Ihr in Hamburg ja mal einen Belgien-Fahrer wegen des Mitbringens an ;).

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  3. nata (Gast)

    Ach, ist das schön…
    … alles noch einmal zu sehen! Und sogar der Nachtisch wurde komplett abgebildet. Ich bin völlig begeistert! So verquollen und übermüdet, mit 3 Litern Erdnussöl wollte ich übrigens schon immer mal in der Öffentlichkeit auftreten.

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  4. terschies (Gast)

    Das sieht sehr lecker aus. Und so, dass sich die Reise ganz bestimmt gelohnt hat. Aber bestimmt wart ihr auch sehr, sehr froh, dass ihr nächtens die kürzeste Wegstrecke bewältigen musstet.

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  5. Katha (Gast)

    Ein Lob und etwas Neid
    Wow, das läuft mir ja fast das Wasser im Mund zusammen. Tolle Abfolge und schöne Bilder, danke für den Bericht. Und das mit dem Neid .. kann sich ja jeder denken :-)

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  6. multikulinaria (Gast)

    Ach wie schön! Ich konnte der Einladung von Nata leider nicht folgen, aber dein Bericht hier entschädigt (fast) vollkommen. Wow!
    Und Kerbelknollen kannte ich bisher überhaupt noch nicht. Danke für den aufklärenden Link!

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