Archiv der Kategorie: Suppen und Eintöpfe

Erbsensuppe – Arfensupp

Als Schleswig-Holsteinerin habe ich schon viele – über die Grenzen des Landes zwischen den Meeren hinaus bekannte – Gerichte im Blog verewigt. Aus nachvollziehbaren Gründen stehen nicht alle davon auf den Speisekarten. Dem Inschennör gelüstete es nach

Erbsensuppe – Arfensupp

Erbsensuppe-Arfensupp

Ich nahm dazu Ella Orth, Praktisches Kochbuch für die Schleswig-Holsteinische Küche * zur Hand und kochte die Variante mit Eisbein im Slowcooker für Sylvia, die sich näher mit Schleswig-Holstein beschäftigen möchte. Es gibt im Netz zahlreiche Rezepte für Holsteinische Erbsensuppe, die es weder bei uns noch beim Inschennör als „frische Suppe mit Erbsen und Klößen“ gab. Für die Erbsensuppe aus getrockneten Erbsen wurde extra Wasser aus einem anderen Brunnen geholt, erinnert der Inschenör, da die Erbsen sonst nicht weich wurden. Das lässt sich auch mit einem Teel. Natron bewerkstelligen.

Geschmeckt hat die Erbsensuppe hervorragend. Für den Vorrat haben wir die auch eingekocht, da freuen wir uns jetzt schon, ein Glas zu öffnen.

Erbsensuppe – Arfensupp

Menge: 8 Portionen

Erbsensuppe-Arfensupp

Zutaten

  • 1,5 kg Eisbein
  • 500 Gramm Grüne Erbsen, getrocknet, ungeschält, über Nacht eingeweicht
  • 1 groß. Zwiebel, geschält, gewürfelt
  • 1 Bund Suppengrün<, in feine Würfel geschnitten
  • 1 Lorbeerblatt
  • 500 Gramm Kartoffeln, mehlig kochend geschält, gewürfelt
  • Salz, Pfeffer
  • ggf. Weckgläser *, Einkochringe * und Klammern

QUELLE

B0000BM52S *

abgewandelt von Kuechen latein nach:
Praktisches Kochbuch für die
Schleswig-Holsteinische Küche
*

ZUBEREITUNG

  1. Eingeweichte Erbsen mit den Kartoffel- und Gemüsewürfeln in den Keramikeinsatz des Slowcookers geben. Eine Kuhle für das Fleisch eindrücken und dieses hineingeben. Wasser zugeben, bis alle Zutaten gerade bedeckt sind. Deckel aufsetzen und 6,5 bis 8,5 Stunden „high“ schmurgeln lassen, bis die Erbsen weich sind.
  2. Je nach dem wie hart die Erbsen noch sind, das gegarte Fleisch schon eher aus dem Topf nehmen.
  3. Lorbeerblatt entfernen und je nach gewünscher Konsistenz ein Teil der Suppe pürieren, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  4. Die Erbsensuppe bei Bedarf in Einmachgläser füllen. Gummiringe auf die Innenseite der Glasdeckel legen. Glasdeckel auflegen, die Gläser mit 2 Klammern verschließen und 90 Minuten bei 100 °C einkochen.

Topfgröße: 6,5 Liter Ulrike: Slow Cooker von Bartscher*
Gesamtzeit: 8,5 h
Vorbereitungszeit: 15 Minuten + Einweichzeit
Koch-/Backzeit: 6 – 8 h + Einkochzeit

 
 
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Brotwein Bloggerevent Deutsche Küche

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Scharfe Apfelsuppe

Der Apfelbaum hängt voller Äpfel, da wurde es Zeit, das bei der Fahrradtour ins Alte Land erstandene Kochbuch * wieder einmal zur Hand zu nehmen. Die Wahl fiel auf eine

Scharfe Apfelsuppe

Scharfe Apfelsuppe

Scharfe Apfelsuppe

Menge: 4 Portionen

Scharfe Apfelsuppe

Die scharfe Apfelsuppe kombiniert die Süße von Apfel mit der leichten Schärfe von Paprika in Form von Paprikastücken und -pulver

Zutaten

  • 4 Äpfel, etwa 550 Gramm, geschält, entkernt, gewürfelt
  • 2 rote Paprikaschoten; etwa 300 Gramm entkernt, gewürfelt
  • 1 kleine Salatgurke, etwa 150 Gramm, geschält, entkernt gewürfelt
  • 1 Zehe Knoblauch, geschält, mit etwas Salz zu einer Paste gemörsert
  • 1 Stück Butter zum Braten
  • 750 ml Fleischbrühe
  • Salz
  • Pfeffer, frisch gemahlen
  • Paprikapulver, Rosen und edelsüß
  • 1 Teel. Zucker
  • 100 ml Sahne*
  • Schnittlauch

QUELLE

978-3000051395 *

abgewandelt von Ulrike Westphal nach:
Leckere Früchte in köstlichen Gerichten
aus dem Alten Land
*
ISBN: 978-3000051395

ZUBEREITUNG

  1. Apfel-, Paprika- und Gurkenwürfel mit der Knoblauchpaste in Butter weich dünsten. Mit der Fleischbrühe aufgießen, gut durchdochen lassen und mit dem Stabmixer * pürieren.
  2. Mit Salz, Pfeffer, Paprika und Zucker würzen, die Sahne zugießen und naochmals aufkochen lassen. Die Suppe mit Schnittlauch und Paprikastreifen garniert serieren.

Gesamtzeit: 30 Minuten
Vorbereitungszeit: 15 Minuten
Koch-/Backzeit: 15 Minuten

 
 
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Polnische saure Suppe – Żurek

Um es vorweg zu nehmen, von meiner Arbeitskollegin gab es für die

Polnische saure Suppe – Żurek

Polnische saure Suppe - Żurek

Abzüge in der B-Note für die dunkle Farbe. Frau Kollegin kennt die nur in heller, was dem Geschmack natürlich keinen Abbruch tat. The Polonist empfahl als Grundlage Hühnerbrühe, gemischte Fleischbrühe oder Rosół, polnische Hühnersuppe. Das interpretierte ich so, dass ich z.B. auch Rinderbrühe nehmen konnte. Mit dem Erstehen der kiełbasa ( Ziffer 2.211.15 Rohe Knoblauchwurst, Rohe Krakauer, Touristenwurst, Mettwurst in Enden (Mettenden), Räucherenden, Colbassa, Kabanossi, Kiolbasse der Leitsätze für Fleisch und Fleischerzeugnisse erwarb ich dann auch ein paar Knochen und kochte daraus eine Rinderknochenbrühe, die natürlich dunkler gefärbt ist als Hühnerbrühe. Anna Wrońska nimmt sogar Gemüsebrühe.

Eine sehr interessante, säuerlich schmeckende Suppe. Durch die Gärung entstandene Säure ist viel milder im Geschmack als Essig.

Polnische saure Suppe – Żurek

Menge: 6 – 8 Portionen

Polnische saure Suppe - Żurek

Polnische saure Suppe – Żurek wird traditionell zu Ostern gegessen, die aber auch sonst zu jeder Jahreszeit schmeckt. Der Unterschied zu Żur besteht in der Verwendung von Majoran und Sahne

Zutaten

  • 200 Gramm Speck, gewürfelt
  • 200 Gramm Zwieben, schälen und würfeln
  • 2 Liter Brühe, Hühner-, Fleisch oder auch Gemüsebrühe; Ulrike: Rinderknochenbrühe
  • 4 Lorbeerblätter
  • 5 Pimentkörner
  • 5 Pfefferkörner
  • 200 Gramm Karotten, etwa 2 mittlere, geschält, ganz
  • 2 Petersilienwurzeln, etwa 120 Gramm, geschält, alternativ Knollensellerie
  • 500 Gramm rohe Krakauerwürste
  • 500 ml Saurer Roggenstarter – Zakwas Żytni
    Saurer Roggenstarter – Zakwas Żytni
  • 1 Essl. Majoran, getrocknet
  • 1 Zehe Knoblauch, geschält
  • 3 Essl. Sahne, min. 30 % Fett
  • Salz, nach Geschmack
  • Pfeffer, schwarz, frisch gemahlen, nach Geschmack

ZUM SERVIEREN

  • 4 Eier, hart gekocht, halbiert
  • frischer Majoran, optional

QUELLE

abgewandelt von Ulrike Westphal nach:
The Polonist

ZUBEREITUNG

  1. In einem ausreichend großen Topf die Speckwürfel auslassen, wenn genügend Fett ausgetreten ist, die Zwiebelwürfel zufügen und beides goldbraun anbraten.
  2. Die Brühe zufügen, Lorbeerblätter, Piment und Pfefferkörner in einem Gewürzsieb *zufügen. Die Karotten und Petersilienwurzel ebenfalls mit den Würsten in die Brühe geben und Aufkochen und 30 – 40 Minuten köcheln lassen.
  3. In der Zwischenzeit die Eier kochen, abkühlen, pellen und halbieren, wenn noch nicht geschehen.
  4. Das Gewürzsieb entfernen. Jetzt den Saurer Roggenstarter zufügen. Ulrike: erst die dünne, abgesetzte Flüssigkeit in ein Gefäß abgekippt und das „Dicke“ esslöffelweise nach Geschmack untergerührt.
  5. Majoran und die Knoblauchzehe zufügen und wietere 4 – 5 Minuten kochen.
  6. Den Topf von der Kochstelle nehmen, Würste und Gemüse mit einem Schaumlöffel aus der Suppe heben, in mundgerechte Stücke schneiden und wieder zurück in den Topf geben.
  7. In einer kleinen Schüssel 3 Essl. Sahne mit 1 Essl. der Suppe vermischen. Einen weitern Essl. Suppe zufügen und erneut mischen. Genau so noch 2 weitere Essl. Suppe unterrühren und dann in die Suppe geben.
  8. Die polnische saure Suppe – Żurek mit Salz (Ulrike: war genügend durch die Würste und den Speck vorhanden) und Pfeffer abschmecken und mit frischem Majoran (optional) und gekochten Eierhälften servieren.

Gesamtzeit: 1 Stunde 15 Minuten
Vorbereitungszeit: 15 Minuten
Koch-/Backzeit: 50 Minuten

 
 
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Saurer Roggenstarter – Zakwas Żytni

Eine weitere Empfehlung der typischen polnischen Küche von meiner Arbeitskollegin war Żurek, eine polnische saure Roggensuppe. Dazu muss aber ein saurer Roggenstarter her, damit die Suppe gekocht werden kann. The Polonist empfiehlt den Ansatz ohne Gewürze, Anna Wrońska lässt die Gewürze mit vergären. Ich entschied mich, den

Saurer Roggenstarter – Zakwas Żytni

Saurer Roggenstarter – Zakwas Żytni

ohne Gewürze fermentieren zu lassen. Der Ansatz ist denkbar einfach, es ist wie ein „normaler“ Roggensauerteig, nur mit einer Teigausbeute von 600 %. Bevor mir der Ansatz umkippte, fügte ich noch 10 Gramm von Roggenrot hinzu. Am Ende riecht der Teig mild-sauerlich, leicht nach Knoblauch und ein wenig nach saurem Bier.

Saurer Roggenstarter – Zakwas Żytni

Menge: 600 ml

Saurer Roggenstarter - Zakwas Żytni Ansatz Roggenstarter  fertig

Saurer Roggenstarter – Zakwas Żytni ist im Grunde ein Roggensauerteig mit einer Teigausbeute von 600 %, dem noch Knoblauchzehen zugefügt wurden.

Zutaten

Saurer Roggenstarter – Zakwas Żytni

  • 90 Gramm Roggenvollkornmehl
  • 490 Gramm Wasser
  • 4 Zehen Knoblauch, geschält
  • 10 Gramm Roggensauerteig, 100 % Hydration

QUELLE

abgewandelt von Ulrike Westphal nach:
The Polonist

ZUBEREITUNG

  1. Das Roggenvollmehl in ein Drahtbügelglas geben und mit 60 ml kochendem Wasser übergießen und verrühren. Es entsteht eine kleistrige Masse
  2. Knoblauch und restliches Wasser mit Zimmertemperatur zufügen und gut verrühren, dabei den „Kleister“ so gut wie möglich verteilen.
  3. Den Roggensauerteig zufügen, unterrühren und das Glas mit einem Tuch abdecken und 4-5 Tage stehen lassen.
  4. Wenn der Ansatz mild-sauerlich, leicht nach Knoblauch und ein wenig nach saurem Bier riecht, kann er verwendet werden

Zutaten Roggenstarter

Ansatz Roggenstarter (1)

Ansatz Roggenstarter (2)

Ansatz Roggenstarter fertig

Der Ansatz hält sich etwa 1 Woche im Kühlschrank, dafür aber den Knoblauch entfernen.
Gesamtzeit: 5 Tage
Vorbereitungszeit: 5 Minuten

 
 
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Bigos aus dem Slowcooker

Eigentlich war dieses Bigos aus dem Slowcooker als Beitrag für die kulinarische Weltreise mit Halt in Polen nicht geplant. Aber wir hatten noch Krakauer und dann stolperte bei The Polonist über das Rezept Krakauer mit geschmortem Sauerkraut, das auch als „schnelles Bigos“ bezeichnet wurde. Knusprig angegebratene Scheiben Krakauer werden mit Sauerkraut 3 Stunden im Ofen geschmort, ich ersetzte die Zubereitung im Ofen durch den Slowcooker und dem

Bigos aus dem Slowcooker

Bigos aus dem Slowcooker

stand nichts mehr im Weg. Durch die lange Schmorzeit im Slowcooker verbinden sich die Aromen von Sauerkraut und Wurst zu köstlichstem Comfort Food.

Bigos aus dem Slowcooker

Menge: 4 Portionen

Bigos aus dem Slowcooker

Bigos aus dem Slowcooker ist eine vereinfachte Variante des klassischen Bigos-Eintopfes.

Zutaten

  • 2 Essl. Butter
  • 200 Gramm Zwiebeln, geschält, gewürfelt
  • 2 Äpfel, geschält, entkernt, in Spalten; Ulrike: 1 Jakob Lebel, 263 Gramm
  • 500 Gramm Krakauer, gebrüht, in Scheiben von 1 cm
  • 100 Gramm Speck, gewürfelt
  • 700 Gramm Sauerkraut, gehackt, es sollte maximal 2,5 cm lang sein
  • 4 Lorbeerblätter
  • 4 Pimentkörner
  • 5 Wacholderbeeren
  • Pfeffer, frisch gemahlen
  • Salz; Ulrike: war durch den kräftig gewürzten Speck und Krakauer nicht nötig
  • 250 ml Hühnerbrühe

QUELLE

abgewandelt von Ulrike Westphal nach:
The Polonist

ZUBEREITUNG

  1. Butter in einer Pfanne erhitzen, Zwiebelwürfel zufügen und unter rühren 1 Minute anbraten.
  2. Speck und Krakauer zufügen und so lange mit anbraten, bis die Zwiebeln anfangen zu bräunen. Die Masse in den Keramikeinsatz des Slowcookers geben.
  3. Lorbeerblätter, Pimentkörner und Wacholderbeeren in ein Gewürzsieb * füllen und mit dem gehackten Sauerkraut und Apfelspalten zu der angebratenen Zwiebelmischung in den Slowcooker geben. Hühnerbrühe angießen und auf LOW 6 h garen.

Mit Brot oder Kartoffeln servieren.
Topfgröße: 3,5 L; Ulrike: Crockpot 3.5 Liter *
Gesamtzeit: 6,5 h
Vorbereitungszeit: 20 Minuten
Koch-/Backzeit: 6 Stunden LOW

 
 
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