Georgischer Kidneybohneneintopf mit fermentiertem Rotkohl

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Georgischer Kidneybohneneintopf mit fermentiertem Rotkohl und Polentafladen

Georgischer Kidneybohneneintopf mit fermentiertem Rotkohl und Polentafladen

mit eingelegtem Rotkohl serviert. Dabei stammt die Säure aus Rotwein- oder Apfelessig. Warum nicht den Rotkohl fermentieren, dachte ich mir und setzte bereits im Februar den Rotkohl zum Fermentieren an. Die Kidneybohnen kochten im Slowcooker fast wie von selbst. Mit vorgegarten Bohnen steht das Essen in weniger als 30 Minuten auf dem Tisch. In Ermangelung von Masa Harina gab es Polentafladen dazu.

Georgischer Kidneybohneneintopf mit fermentiertem Rotkohl und Polentafladen

Menge: 2 – 3 Portionen

Georgischer Kidneybohneneintopf mit fermentiertem Rotkohl und Polentafladen

Georgischer Kidneybohneneintopf mit fermentiertem Rotkohl wird als Beilage oder Fastenspeise serviert. Uns schmeckte es auch einfach so.

Zutaten:

FERMENTIERTER ROTKOHL

  • 250 Gramm Rotkohl, fein geschnitten
  • 1 Teel. Korianersaat
  • 5 Gramm Salz
  • 2 Zehen Knoblauch, geschält, fein gewürfelt
  • 1 Teel. Honig

LOBIO (Kidnebohneneintopf)

  • 1 Essl. Pflanzenöl, neutral
  • 1 kl. Zwiebel, etwa70 Gramm, geschält, fein gewürfelt
  • 1 – 2 Zehen Knoblauch, geschält, in feine Scheiben geschnitten
  • 1 Teel. Bockshornklee gemahlen
  • 1 Teel. Chilipulver, Aleppo oder Ancho, Ulrike: Homegrown
  • 1/2 Teel. Salz
  • 350 Gramm Kidneybohnen gegart, aus 150 Gramm getrockneten Bohnen
  • 180 ml Kochflüsigkeit der Bohnen
  • 2 Essl. Korianderblätter, gehackt; Ulrike: Petersilie
  • 2 Essl. Dill, gehackt
  • 2 Essl. Minze, gehackt

POLENTAFLADEN

  • 85 Gramm Instant-Polenta
  • 1/2 Teel. Salz
  • 170 Gramm Wasser, kochend

ZUBEREITUNG

  1. FERMENTIERER ROTKOHL: Den Rotkohl mit dem Salz bestreuen und über Nacht stehen lassen. Am nächsten Tag mit den anderen Zutaten – bis auf den Honig – gut vermischen, in 500-l-Glas mit Bügelverschluss einschichten, mit dem Gärgewicht beschweren und 24 h bei Zimmertemperatur stehen lassen. Danach im Keller weiter gären lassen.
  2. Für LOBIO, den Kidneybohneneintopf, das Öl in einem ausreichend großen Topf erhitzen. Bei mittlerer Hitze Zwiebeln und Knoblauch in etwa 8 Minuten glasig dünsten. Die Gewürze und das Salz zufügen und etwa 30 Sekunden erhitzen, bis die Aromen freigesetzt werden. Kidneybohnen und Flüssigkeit zufügen und etwa 2 Minuten erhitzen. Von der Kochstelle nehmen, die gehackten Kräuter zufügen und warm stellen.
  3. Für die POLENTAFLADEN den Maisgrieß mit dem Salz vermischen, das kochende Wasser zufügen und 2 Minuten quellen lassen. In 6 Portionen zu Kugeln formen und diese zu etwa 1 cm dicken Fladen flach drücken. Eine ausreichend große Pfanne erhitzen und die Polentafladen von jeder Seite etwa 3 – 4 Minuten braten, bis diese dunkelbraune Flecken bekommen.
  4. Zum Servieren den fermentierten Rotkohl mit dem Honig vermischen. Den Lobio auf Schüsseln verteilen und mit dem fermentierten Rotkohl bedecken und mit etwas gehackten Kräutern bestreuen. Mit den Polentafladen servieren.

Gesamtzeit: 30 Minuten + ggf. Garzeit für die Bohnen
Vorbereitungszeit: 20 Minuten
Koch-/Backzeit: 10 Minuten

 
 
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22 thoughts on “Georgischer Kidneybohneneintopf mit fermentiertem Rotkohl

  1. zunehmendwild

    Bin auch ganz verliebt in die georgische Küche, nachdem ich jüngst allerlei Köstliches darüber gelesen hatte. Es wird Zeit, deinen Bohnentopf und diverse andere Georgier nachzukochen. Ist das Rotkohl-Ferment auch nach georgischem rezept? (Ich frage, weils auf deinem Rotkohl-Etikett so steht)

    Antworten
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  10. Sabine

    Oh, du hast schon alle Links! Hab ich was übersehen? Ich bin ja gerade erst zur Weltreise dazugestoßen, nachdem mein Blog lange im Dornröschenschlaf lag.

    Deine Version von Lobio klingt jedenfalls toll! Ich war in Georgien ja auch wieder fasziniert davon, wie wunderbar selbst so ein schlichtes Gericht schmecken kann. Und den fermentierten Rotkohl würde ich gern ausprobieren. Aber vermutlich muss ich dafür auf den Winter warten …

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  11. Ronald

    Hallo Ulrike,
    danke für den Tipp, den Rotkohl zu fermentieren. Dein Rezept hört sich sehr vielversprechend an. Jetzt muss ich nur noch warten, bis mal wieder ein Blaukrautkopf in unserer Abo-Kiste auftaucht.
    Viele Grüße
    Ronald

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  13. Conny

    Liebe Ulrike,
    das hört sich wirklich lecker an. Ich mag Kidneybohnen sehr, aber das fermentierte Rotkraut weckt mein Interesse ganz besonders. Das probiere ich aus!
    Herzlichst, Conny

    Antworten
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  15. Britta Koch

    Ich bin auch ganz begeistert von der georgischen Küche.
    Dein Rezept klingt erst mal nach einer wilden Mischung, aber dann klingt es doch wieder sehr harmonisch.

    Liebe Grüße
    Britta

    Antworten

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