Blumenkohl-Pasta aglio e olio

Beim letzten Beitrag im Januar zu „Saisonal schmeckt’s besser! Der Foodblogger-Jahreskalender“ war die Welt noch leidlich in Ordnung, 3 Monate später ist nichts mehr so, wie es einmal war. Der Spargel aus der Gemüseliste im Frühling: Blumenkohl | Frühlingszwiebeln | Lauch/Porree | Kohlrabi | Mangold | Portulak/Postelein | Radieschen | Rhabarber | Schalotten | Spargel | Spinat | Spitzkohl | Wirsing lässt bei mir angesichts der weltweiten C-Krise zwiespältige Gefühle aufkommen. Zeigt dieses „Luxusgemüse“ doch, dass wir nur dank Erntehelfern aus dem Ausland zu diesem Genuss mit gewohntem Preis kommen können. Irgendetwas in der Landwirtschaft ist in den letzten Jahrzehnten schief gelaufen. Jeder durchschnittliche Bürger beansprucht ein Feld von 4.400 Quadratmetern Größe, zwei Drittel davon liegen im Ausland. Wir leben auf Kosten anderer: Weltweit stehen einem Menschen lediglich 2.200 Quadratmeter zur Verfügung. Ich hoffe, die derzeitigen Ereignisse bewirken ein Umdenken im Konsum und mehr heimischen Anbau. Ich entschied mich also gegen Spargel und für Blumenkohl für

Blumenkohl-Pasta aglio e olio

Blumenkohl-Pasta aglio e olio

mit Pasta, Pinienkernen, Olivenöl und Käse aus Italien. Eine winzige Unterstützung für dieses gebeutelte Land.

Blumenkohl-Pasta aglio e olio

Menge: 2 Portionen

Blumenkohl-Pasta aglio e olio

Blumenkohl-Pasta aglio e olio, ein schnelles Rezept mit Pinienkernen, die für den Biss sorgen. Chili bringt Schärfe, schmeckt nicht nur zum Lunch

Zutaten:

  • 2 Essl. Pinienkerne, geröstet
  • 400 Gramm Blumenkohl, in Röschen geschnitten
  • 1 Zehe Knoblauch, geschält, fein gehackt
  • 1 Chilischote, klein; Ulrike 1/2 Teel. Homegrown Chilipulver
  • 3 Stiele Petersilie, glatt, gehackt
  • 200 Gramm Spaghetti; Ulrike: Spaghettini 11B004E50LYW
  • Salz
  • 4 Essl. Olivenöl
  • 1 – 2 Spritzer Zitronensaft
  • 40 Gramm Parmesan, gerieben

QUELLE

abgewandelt von Ulrike Westphal nach:
Essen und Trinken

ZUBEREITUNG

  1. Nudeln in reichlich kochendem Salzwasser nach Packungsanweisung bissfest garen. Blumenkohl 4-6 Minuten vor Ende der Garzeit zugeben und mitkochen.
  2. Öl in einer Pfanne erhitzen. Knoblauch und Chili darin bei mittlerer Hitze 2 Min. dünsten. Nudeln und Blumenkohl abgießen und tropfnass mit der Petersilie in die Pfanne geben. Alles vermischen, mit 1–2 Spritzern Zitronensaft und Salz würzen. Blumenkohl-Pasta mit geriebenem Parmesan und Pinienkernen bestreut servieren.

Gesamtzeit: 25 Minten
Vorbereitungszeit: 15 Minuten
Koch-/Backzeit: 10 Minuten

 
 
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16 thoughts on “Blumenkohl-Pasta aglio e olio

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  2. Tine

    Hallo Ulrike,

    Danke für deine Zeilen und den Gedankenanstoß. Das ist wichtig.
    Und deine Pasta sieht unglaublich köstlich aus!

    Viele Grüße,
    Tine

    Antworten
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  4. Susanne

    Oh, das ist eine klasse Idee! Ich liebe Blumenkohl und Aglio Olio – also weiß ich, welches Gemüse mir beim nächsten Einkauf in den Wagen hüpfen wird.
    Spargel fällt bei uns, bis auf eine Ausnahme, diese Saison auch aus…..

    Antworten
  5. Ina

    Liebe Ulrike,

    das nenne ich mal eine pfiffige Idee! Werde ich mal ausprobieren, denn ich liebe Spaghetti Aglio e Olio.

    Lieben Gruß aus Kiel,
    Ina

    Antworten
  6. Janke

    Liebe Ulrike,
    hab vielen Dank für deine kritische Einleitung, es ist wichtig, diese Tatsachen nun zu diskutieren.
    Wie froh bin ich über meinen urwüchsigen Spargel im eigenen Garten.
    Wobei mich deine Pasta mit Blumenkohl auch sehr verführerisch von den Fotos anlächelt. Es gibt glücklicherweise immer noch Alternativen, wenn man möchte 💕

    Antworten
  7. Kall

    Vielen Dank für den Gedankenanstoß, aber ich habe so meine Zweifel, ob ein Blumenkohl um diese Jahreszeit regional sein kann oder ob nicht auch er aus Spanien, Frankreich oder Italien stammen muss. Und was ist mit Pinienkernen, Zitrone, Olivenöl?
    Ich habe vor langer Zeit selbst als Gärtner im Gemüsebau gearbeitet, schon in den späten 80er Jahren war es undenkbar ohne ausländische Hilfskräfte auszukommen ohne die Feldfrüchte zu Mondpreisen anbieten zu müssen.
    Auch heute erlebe ich es immer noch sehr oft im Freundes-, Bekannten- oder Kollegenkreis, dass gerne darüber gesprochen wird, wie wichtig es ist, regional angebaute, saisonale Lebensmittel in Bio-Qualität zu verwenden. Bei gezielten Nachfragen stellt sich aber leider immer wieder heraus, dass diese vermeintliche Einsicht (noch) nicht das persönliche Verhalten bestimmt.
    Sehr vereinfacht haben wir zwei Möglichkeiten: Regionales Gemüse im Frühjahr, Sommer und Herbst zu genießen, wohlwissend, dass dies zu diesen Preisen nur angeboten werden kann, weil Menschen aus Polen, Bulgarien und Rumänien anreisen, um bei Aussaat, Pflanzung, Pflege und Ernte unter unwürdigen Bedingungen zu helfen oder Gemüse aus dem Ausland zu kaufen, das lange Transportwege hinter sich hat, angebaut wird unter Aufwendung von Ressourcen (Wasser, Land, Nährstoffen…), die einen Raubbau an der Natur bedeuten und welche Erntehelfer in Spanien zum Einsatz kommen…. wissen wir das wirklich?
    Ich merke gerade, dass ich mich in dieses Thema reinsteigere… das bringt in der Regel nichts.
    Es bleibt der Appell an jeden Einzelnen gut abzuwägen, was einem im Leben wichtig ist. Für das Auto sind viele bereit, nur das allerbeste Motoröl zu verwenden, jedoch für das Salatdressing und die eigene Nahrung kann es nicht billig genug sein.

    Antworten
    1. kuechenlatein Beitragsautor

      Nun, nur Lebensmittel aus der Region bzw. Deutschland zu beziehen wird wohl nicht möglich sein. Und Bananen wurden schon immer importiert. Wenn wir alle nur etwas mehr darauf achten woher etwas kommt und wie es angebaut wurde, ist schon viel gewonnen. Und mein Automotor bekommt preiswertes Öl, in mich selbst schütte ich nur beste Qualität.

      Antworten

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