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Bolo do Caco – Scherbenkuchen zum #worldbreadday

Seit dem die jungen Herren ausgezogen sind und ihre eigenen Wege gehen, backe ich kaum noch Brot. Die kleinen Mengen, die wir benötigen, erstehen wir den Bäckern unseres Vertrauens. Aber auf Madeira habe ich Bolo do Caco, das spricht man [ˈkaku] lieben gelernt. Das ist in Deutschland käuflich nicht zu erwerben, da muss ich schon selber Hand anlegen, wenn wir so etwas essen wollen. Bolo heißt Kuchen und caco ist die Scherbe, aber die Übersetzung Scherbenkuchen wird diesem Fladenbrot mit Süßkartoffeln nicht gerecht. Das Brot wurde ursprünglich in Steinpfannen gebacken, man kann aber auch eine Eisenplatte nehmen. Ich habe unseren

Bolo do Caco

Bolo do Caco - Scherbenkuchen (1)

auf meinem Backstein gebacken. Das Rezept stammt aus der Markthalle in Funchal

Bolo do Caco-collage©

wo es als Hamburger Bun fungierte

Hamburger Markthalle Funchal

Der Unterschied zu meinem Exemplar ist offensichtlich: Die madeirensische Süßkartoffel gibt dem Brot nicht so viel Farbe, wie die hier käuflich zu erwerbende Süßkartoffel. Der Geschmack und die Form kommt dem Original schon sehr nahe.

Angeblich wird das Brot auf Madeira an jeder Ecke gebacken, uns ist nur ein Bäcker am Cristiano Ronaldo Campus begegnet.

Bolo do Caco – Scherbenkuchen

Menge: 6 Fladenbrote à 150 Gramm

Bolo do Caco - Scherbenkuchen (2)

Zutaten:

  • 500 Gramm Weizenmehl, Type 550
  • 375 Gramm Süßkartoffelpüree
  • 3,5 Gramm Trockenhefe, entsprechend 25 Gramm Frischhefe
  • 75 ml Wasser
  • 1 Teel. bis 1/2 Essl. Salz, je nach Geschmack

QUELLE

978-972-98929-5-0 *

abgewandelt von Ulrike Westphal nach:
Rezept Markhalle Funchal und
Gastronomy of Madeira *

ZUBEREITUNG

  1. Für das Süßkartoffelpüree etwa 500 Gramm Kartoffeln schälen, in Stücke schneiden und in leicht gesalzenem Wasser in etwa 10 – 15 Minuten gar kochen. Abgießen,mit einem Pürierstab fein pürieren und abkühlen lassen.
  2. Die Trockenhefe mit 3 Essl. Mehl und dem Wasser zu einem kleinen Vorteig anrühren und etwa 15 Minuten stehen lassen, bis sich kleine Bläschen gebildet haben.
  3. Süßkartoffelpüree, Mehl und Salz zum Vorteig geben und zu einem geschmeidigen Teig kneten. Den Teig abgedeckt 2 – 3 Stunden gehen lassen, bis der Teig sich mehr als verdoppelt hat.
  4. Den Teig in 6 Portionen von etwa 160 Gramm teilen und zu flachen Teiglingen von etwa 12,5 cm Durchmesser formen. Das klappt ganz gut, wenn man die Teiglinge in einer entsprechend großen Tonschale* platt drückt, bis diese ganz ausgefüllt ist. Die Teiglinge abgedeckt etwa 30 Minuten gut aufgehen lassen, bis ein Fingerabdruck nicht sofort wieder herausspringt.
  5. In der Zwischenzeit den mit einem Backstein bestückten Ofen auf 180 °C aufheizen lassen.
  6. Die Teiglinge in den Backofen einschießen und etwa 20 Minuten backen, dabei die Teiglinge nach etwa 10 Minuten wenden.
  7. Noch lauwarm mit Kräuterbutter genießen oder als Sandwich mit Thunfischpaste oder …

Gesamtzeit: 4 Stunden
Vorbereitungszeit:20 Minuten
Koch-/Backzeit: 20 Minuten

 
 
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Nach langer Abstinenz nehme ich mit diesem Beitrag am

World Bread Day, October 16, 2017

teil.

Erbsen und Kartoffeln in roter Curry-Sauce

Und wieder eine langsam gekochte, vegetarische Hauptspeise aus dem Slow Cooker.

Erbsen und Kartoffeln in roter Curry-Sauce

©Erbsen und Kartoffeln in roter Curry-Sauce (2)

Die Cashew-Kerne sorgen für den richtigen Biss, die Süßkartoffel macht die rote Curry-Sauce so richtig schön cremig. Wer mag serviert dazu Reis, wer nicht mag, lässt ihn weg und wird trotzdem satt. Das hat auch den Herren gemundet, obwohl oder gerade weil kein Fleisch enthalten war.

Erbsen und Kartoffeln in roter Curry-Sauce

Menge: 4 Portionen

Erbsen und Kartoffeln in roter Curry-Sauce (1)

Ein Thai-Curry aus Kartoffeln, Erbsen und Süßkaroffel zum Reis

Zutaten:

  • 700 Gramm Kartoffeln, geschält, in 3,5 cm Stücke geschnitten, vorbereitet gewogen
  • 1 Zwiebel = 140 Gramm, geschält, vertikal in Stücke geschnitten
  • 500 Gramm Kokosmilch
  • 2 – 3 Essl. Rote Curry-Paste; Ulrike: 50 Gramm Rote Curry Paste*
  • 2 Essl. brauner Zucker
  • 1 Teel. Sojasoße
  • 300 Gramm Süßkartoffel, geschält, in 3,5 cm Stücke geschnitten, vorbereitet gewogen
  • 160 Gramm Erbsen, frisch oder TK
  • Salz
  • 60 Gramm Cashew-Kerne, geröstet, zum Servierven
  • 2 Essl.Koriander, frisch gehackt: Ulrike wie immer durch Petersile ersetzt, zum Servieren

QUELLE

978-1580080743*

abgewandelt von Kuechen latein nach:
Gourmet Vegetarian Slow Cooker:
Simple and Sophisticated Meals from Around the World
*
ISBN: 978-1580080743

ZUBEREITUNG

  1. Die Kartoffeln mit den Zwiebeln in den Keramik-Einsatz des Slow Cookers geben.
  2. Die Kokosmilch mit der roten Currypaste, Zucker und Sojasoße vermischen und über die Kartoffeln gießen. Den Deckel aufsetzen und 3 Stunden auf „LOW“ kochen, bis die Kartoffeln beginnen gar zu werden.
  3. Die Süßkartoffelstücke unterrühren, den Deckel wieder aufsetzeen und auf „LOW“ weitere 2 – 3 Stunden garen, bis die Kartoffeln gar sind. Die Erbsen zufügen und ca. 15 Minuten ohne Deckel garen.
  4. Mit Reis servieren und jede Portion mit 1 – 2 Essl. Cashews und Koriander bzw. Petersilie servieren.

Topfgröße: 3,5 L; Ulrike: Rival Crock-Pot, 3.5 Liter*
Gesamtzeit: 6 Stunden 30 Minuten
Vorbereitungszeit: 15 Minuten
Koch-/Backzeit: 5-6 Stunden 15 Minuten auf LOW

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