Bloggerplausch mit Nata

Persönlich kennengelernt habe ich Nata vor knapp 5 Jahren, vor drei Jahren habe ich ihretwegen alle Vorsätze zum Teufel gejagt. Und wenn Frau schon zu einem Blogger-Camp in Köln weilte, packte ich die Gelegenheit beim Schopfe, mich mit Nata zu treffen.

Trotz erschwerter Bedingungen – Nata besitzt ein Paar Socken und Blasenpflaster fressende Schuhe – gab es einen kleinen Fußmarsch zum Rhein, um uns dann in DEM angesagten Burger-Restaurant

PicMonkey Collage

des Foodbloggers liebsten Thema, nämlich das Essen, zu widmen.

© Burger in der Fetten Kuh

Essen und Schnacken macht durstig und es ging es Zum Alten Brauhaus Reissdorf, um höchst vergnüglich weiter zu reden. Ich bekam den Unterschied zwischen Brauwirtschaft und Brauhaus erklärt und was soll ich sagen, in so einer Atmosphäre schmeckt sogar mir das obergärige Kölsch. Weil es eben relativ wenig Kohlensäure hat, wird es in kleinen 0,2 Gläsern serviert.

©koelsch

Und manchmal, wenn man sich zu zweit nah an einen Kranz getrunken hat, wird auch schon mal ein Mini-Kölsch serviert ….

©Mini-Kölsch

Leider ging der Abend viel zu schnell vorbei.

Blogger-Camp 2015 “cook & meet” von Galeria Kaufhof #gkbc15

Galeria Kaufhof lud zu einem Blogger-Camp 2015 “cook & meet” nach Köln, die Einladung nahm ich gerne an.

Max und Anastasia organisierten mit vielen HelferInnen hinter den Kulissen ein perfektes Event mit spannenden Vorträgen und Workshops, in denen ich Einblicke in die Kochwelt von Galeria Kaufhof erhielt. Ganz wichtig: Da bleib auch genügend Zeit für Gespräche der Teilnehmer untereinander. Doch der Reihe nach:

Am ersten Tag gab es in der Vinothek des Kaufhauses eine Begrüßungsrunde, danach zauberte Manolo – nein nicht der Italiener mit dem Pizzablitz – sondern der Spanier, Gazpacho und Paella im Dinea. Wer davon noch nicht gesättigt war, konnte seinen Hunger noch mit Desserts stillen.

©Showcooking Collage

Zum Ausklang ging es dann noch in die Brauwirtschaft

©Brauwirtschaft Collage

Sehr beeindruckt hat mich die Geschichte des Kaufhauses, da ich ohne diese Kaufhauskette sozialisiert wurde. In Kiel hatten wir Kaufhäuser wie Defaka, Kepa, Merkur und Hertie. Übrig geblieben ist noch ein Karstadt-Haus, aber nicht mehr am ursprünglichen Standort. Es gibt keine Kauffhoffiliale in Schleswig-Holstein, aber wenn ich in Hamburg bin, schaue ich dort gerne vorbei. Das erste Kaufhaus von Leonard Tietz stand übrigens in Stralsund. Beeindruckend wie sich ein Traditionskaufhaus Gedanken um seine Zukunft in Zeiten von Internethandel macht und auf angenehme Art und Weise neue Wege wie z.B. Social Media beschreitet.

Der 2. Tag starte in dem denkmalgeschützten Verwaltungsgebäude der Galeria Kaufhof mit Frühstück im Aufsichtsratssaal.

©Verwaltungsgebäude Galeria Kaufhof

Die Eingangshalle – leider habe ich da kein Foto für euch – hätte ich vor 10 Jahren noch voll spießig gefunden, versprüht es mit Paternoster, Treppengeländer und Lampen voll den Charme der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts des letzten Jahrtausends. Jetzt finde ich es sehr schick und retro.

Im alten Hörsaal wurden die Vorträge gehalten.

© Vorträge Hörsaal Collage

Natürlich besitze ich schon Tischwäsche von Sander, jetzt hatte ich die Gelegenheit, das Gesicht dahinter persönlich kennenzulernen. Man merkte Herrn Sander die Leidenschaft an, mit der er für seine Produkte eintritt. Danach stellten die Herren Suich die Produkte von Würzwerk vor. Bei dem Vortrag von Kahla konnte ich mich der Begeisterung für den Becher touch! nicht anschließen. Der eine findet die Haptik des textilen Überzuges schön und kuschelig, bei mir erzeugt sie beim Anfassen eine Gänsehaut. Branimir Hrkac betreibt Bristol in Frankfurt und erklärte in seinem Vortrag den Werdegang des Gins. Um Punkt 12:00 Uhr war dann Gin o’clock, für mich eindeutig zu früh.

Eine Woche zuvor flatterte mir Jens von KochheldenTV zusammen mit Mel aus einer Zeitschrift entgegen. In Köln konnte ich ihn live erleben. Für seine Vorführung suchte er sich eine andere charmante Assistentin, um das Kerbelrisotto mit Lachs zu kochen.

©Vorführung Fissler Collage

Ich habe ja erst vor kurzem ein kleines Vermögen in einen großen Schnellkochtopf von Fissler zum Einkochen investiert ….

Nach der Mittagspause im Brauhaus Reissdorf kam dann endlich DER Workshop für den ich den weiten Weg nach Köln gemacht hatte: Tischkultur mit der bezaubernden Simone Struve von Villeroy und Boch.

©Galeria Foodbloggercamp Köln Workshop Tischkultur mit Simone Struve

Simone gab einen Abriss der Geschichte des Hauses Villeroy und Boch und erklärte, wie sich die Bedürfnisse der Menschen und die Philosophie der Tischkultur in den letzen Jahrhunderten geändert hat. Der klassische “Aussteuertisch” stirbt langsam aus und die Überlegungen, was braucht der Kunde, gehen jetzt eher in die Richtung, was könnte sich der Kunde wünschen. Das System ist sehr durchdacht und in Anbetracht dieser wunderschönen Dinge

©Workshop V&B Collage

hätte ich den ganzen Tisch sofort mit nach Hause nehmen mögen. Dann hatten wir noch ausreichend Gelegenheit, einen Tisch selbst einzudecken.

Zum Ausklang der Veranstaltung gab es noch eine Gewinnspiel-Verlosung. Wenn man Bilder auf Social Media Kanälen hochlud, konnte man Preise gewinnen. Glücklicherweise besteht ja bei meinen Fotos nie die Gefahr auf einen Hauptpreis. Foodblogger sind ja im Allgemeinen nicht direkt schlecht ausgestattet.

Es war ein sehr gelungenes Camp: Ein breit gefächertes Informationsangebot, das Gelegenheit bot, Kontakte zu knüpfen und sich persönlich näher kennenzulernen. Ich habe mich sehr wohl gefühlt, alle waren mit Herzblut dabei: Sowohl die teilnehmenden Blogger als auch die Firmen, die sich vorstellten und natürlich auch die Veranstalter. Vielen Dank, dass ich als ein Teil des Ganzen dabei sein durfte.

Und zum Schluss noch der Inhalt der Goodie-Bag,

©Goodies

Aber auch ohne diese wäre ich von der Veranstaltung restlos begeistert gewesen.

Genusserbe Schleswig-Holstein: Holsteiner Katenschinken

Die Küche Schleswig-Holsteins ist ja nun nicht sehr berühmt, obwohl ich mir ja redlich Mühe gebe, das zu ändern. Und Schleswig-Holstein hat auch Produkte, die die EU für schützenswert hält. Wie z.B. den Holsteiner Katenschinken.

Über die Herstellung von Holsteiner Katenrauchschinken habe ich im Jahre 2009 schon ausführlich berichtet, seit 31.01.2012 ist dieser Begriff eine geschützte geographische Angabe. Aber Schleswig-Holstein bietet noch mehr, wie z.B.

Dithmarscher Kohl
Glückstedter Matjes
Holsteiner Karpfen
Holsteiner Tilsiter
Lübecker Marzipan

und sogar Landwein aus Schleswig-Holstein ist schützenswert.

Und hier für Peter zum Beweis: Weinanbau auf Föhr

©Weinanbau auf Föhr

©Weinanbau auf Föhr (2)

Nun was daraus kochen? Die Glückstedter Matjeswochen beginnen immer am 2. Donnerstag im Juni, finden also in diesem Jahr vom 11. bis 14. Juni 2015 statt, die Dithmarscher Kohltage sind immer dann, wenn der Kohl vom Feld geholt wird, also im Herbst und Lübecker Marzipan gibt es traditionell zur Weihnachtszeit. Und beim Karpfen kommt unweigerlich das Grätentrauma aus Kindheitstagen wieder hoch, geschützte Herkunftsbezeichnung hin oder her. Um diese Jahreszeit hat der Schinken zum Spargel seine Saison.

Seit dem 09.04.2015 ist die Schleswig-Holsteinische Spargelsaison eröffnet und seit gestern hat Bauer Reimers seinen Stand auf dem Blücherplatz, die Sonne am Wochenende tat dem Spargel gut.

©Bauer Reimers Padenstedt

Der Schleswig-Holsteiner an sich ist mit

Holsteiner Katenschinken mit Spargel, Pellkartoffeln und Butter

©Holsteiner Schinken mit Spargel (1)

zufrieden, da muss es keine Sauce Hollandaise oder Sauce Bernaise sein. Spargel und Kartoffeln wurden im Dampfgarer zubereitet, einfach köstlich.

Das ist der Beitrag von der Kieler Förde zu

Blogevent: Geschützte Produkte mit EU-Siegel

Pastrami-Style Rinderbrust aus dem Slow Cooker

Sohn 2 wünschte sich Pastrami-Sandwiches. Pastrami wird in den USA meist aus der Brust vom Rind hergestellt. Zunächst wird Pastrami mit einer Marinade aus Salz und verschiedenen Gewürzen gepökelt. Danach ummantelt man es mit Pfefferkörnern und räuchert es zwei bis zwölf Stunden über Holzspänen. Abschließend wird das Fleisch auch noch gekocht. Dieser Vorgang dauert noch einmal eine bis drei Stunden und macht das Pastrami schön faserig. Früher diente diese aufwendige Herstellung der notwendigen Konservierung. Der charakteristische und beliebte Geschmack von Pastrami erfordert aber weiterhin diesen aufwändigen Herstellungsprozess. Ja, ne ist klar. Für das lange Garen ist der SlowCooker ja bestens geeignet, aber Pökeln und dann räuchern, erschien mir für die hausgemachte Variante als Erstlingswerk etwas zu … ambitioniert. Da kam mir dieses Rezept gerade recht und den

Sandwiches mit Pastrami-Style Rinderbrust aus dem Slow Cooker

©Sandwiches Pastrami-Style Rinderbrust aus dem Slow Cooker

stand nichts mehr im Wege. Köstlich, das wird wiederholt, dann wird vielleicht auch selbst geräuchert.

Meine Herstellungsweise führt nur zu einer Rinderbrust Pastrami-Style, sozusagen Pastrami rückwärts. Der Geschmack ist schon einmal sehr vielverstprechend. Die nette Fleischfachverkäuferin an der Fleischtheke meines Lieblingssupermarktes fragte ganz entsetzt, wie lange ich denn die Rinderbrust weich köcheln wollte. Als ich trocken 8 h antwortete, war sie beruhigt und spritzpökelte mir das Stück Rinderbrust. Das Fleisch ließ ich im Kühlschrank etwa 4 Tage ruhen und ging dann nach unten stehendem Rezept vor. Statt Flüssigrauch nahm ich geräuchertes Paprikapulver. Die im SlowCooker entstandene Brühe habe ich gefiltert, entfettet und dann eingekocht.

Pastrami-Style Rinderbrust aus dem Slow Cooker

Menge: 2 – 4 Portionen

©Pastrami-Style Rinderbrust aus dem Slow Cooker

Rezept für Pastrami “rückwärts”: Gepökelte Rinderbrust wird im SlowCooker gegart. Der Rauchgeschmack und die Pfefferkruste werden durch Garen im Backofen erzeugt.

Zutaten:

  • 1,5 kg Rinderbrust, gepökelt, vollständig umgerötet
  • 1 Zwiebel, etwa 110 Gramm in Ringe geschnitten
  • 1 Zehe Knoblauch, zerdrückt
  • 1/2 Essl. Pfefferkörner
  • 1/2 Essl. Koriandersaat
  • 4-5 Nelken
  • 180 ml Wasser

RUB

  • 1,5 kg Rinderbrust, gepökelt, vollständig umgerötet
  • 1 Essl. Pfefferkörner
  • 1 Essl. Paprikapulver, Ulrike: geräuchert
  • Flüssigrauch, z.B. Painmaker`s Liquid Smoke HICKORY *, Ulrike: weggelassen, statt desses geräuchertes Paprikapulver verwendet und Wasser

ZUBEREITUNG

  1. Gepökelte Rinderbrust mit den Gewürzen, Zwiebel, Knoblauch und Wasser in den Keramikeinsatz des SlowCookers geben und auf LOW 8 h kochen. Das Fleisch herausheben, abtropfen und so weit abkühlen lassen, dass es sich gerade anfassen lässt.
  2. In einer kleinen Schüssel die Zutaten des Rub zu einer Paste verrühren und sorgfältig in das Fleisch einreiben.
  3. Das Fleischstück bei 190 °C 45 Minuten backen.
  4. Hauchdünn aufschneiden und mit Russian Dressing auf Sandwiches servieren. Dazu passt Coleslaw und einglegtes Gemüse.

Topfgröße: 3,5 L; Ulrike: Rival Crock-Pot, 3.5 LiterBild *
Gesamtzeit: 9 Stunden
Vorbereitungszeit:15 Minuten
Koch-/Backzeit: 8 h LOW + 45 Minuten bei 175 °C

 
 
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Rezepte für den 1,5-l-SlowCooker

©1,5-l-Crockyparade

Ich besitze zwei Mini-SlowCooker von 1,5-l-Inhalt, einen von Andrew James1,5 Liter * und einen von Lakeland.

Mir persönlich gefällt der ovale Topf viel besser, weil dort nämlich problemlos zwei Paprikaschoten nebeneinander hineinpassen, in den runden Topf nicht. Meine Mitautorin gab ihren zurück, weil sie findet, dass der runde Topf von Lakeland zu stark aufheizt und bei einem Mitglied einer Langsamkochgruppe bei Facebook gab es ein Loch in dem Außentopf und einen Riss im Innentopf und der Mini-Slowcooker hauchte sein Leben aus. Seit dem steht der runde Topf bei mir ungenutzt im Keller und ich benutze nur den ovalen. Fleißig Rezepte habe ich auch schon ausprobiert.

Hier habe ich einmal alle von mir erprobten Rezepte für den 1,5-l-SlowCooker zusammengestellt.