Wie Chili & Ciabatta bekam ich mit Ausgabe 7 der Zeitschrift Effilee ein Jahresabo überreicht. Das klappte offensichtlich nicht. So bekam ich dann auf Nachfrage, ob ich das mit dem Abonnement richtig verstanden hätte, Ausgabe 8 nachgereicht. Aber irgendwie werde ich mit der Zeitschrift nicht so richtig warm. Die Titelbilder beider Ausgaben sprachen mich nun so überhaupt nicht an. Die eine Ausgabe mit einem Model, der Frau das Serviermädchen überhaupt nicht abnimmt – noch nicht einmal für’s Photo, die andere mit einem verhungert wirkenden Model, die die Brote, die vor ihm liegen bestimmt nie essen wird. Dies und die Modestrecken törnen wirklich ab. Da werde ich das Gefühl nicht los, dass sich die Models tatsächlich nur satt lesen, anstatt eines der tollen Rezepte nachzukochen oder bei einem Gericht von den vorgestellten Köchen auch nur zuzugreifen. Aber das Foodstyling und die Rezepte von Stevan Paul auf der Effilee-Website haben mich meine Aversion überwinden lassen. Ich habe beide Zeitschriften noch einmal hervorgekramt und sorgfältig durchgeblättert, der Inhalt begeistert wirklich. Vielleicht kann die Zeitschrift in Zukunft auf die Modelgeschichtchen verzichten?

Diese Zutaten habe ich – bis auf das Ras el-Hanout und die selbstgekochte Brühe – beim „Türken“ erstanden. Für die Lammbratwurst habe ich sogar extra die Fleischerei Dilmun Süleyman aufgesucht, die das Fleisch für den Qualitätsdöner nebenan in Kiel herstellt. Darüber berichtete sogar der NDR**.
Die Knoblauchkarte* haben mir meine Herren geschenkt, ich finde das Teil wirklich praktisch, denn eine Knoblauchpresse habe ich nicht.
Aus allem habe ich nach diesem Rezept
Marokkanischer Linseneintopf mit Lammwurst
(nach)gekocht. Wirklich ein „Schneller Teller“, wenn man davon absieht, dass das Besorgen der Zutaten am gestrigen Tage wegen schlecht geräumter Straßen fast dreimal soviel Zeit in Anspruch genommen hat, wie das Gericht selbst. Aber der Geschmack hat für die Mühe entschädigt. Einfach köstlich, Lamm, Ras el-Hanout und die Linsen harmonieren wirlich gut miteinander und die milden, eingelegten Peperoni verleihen dem Eintopf einen frischen Schärfekick.
Edit: 24.11.2017: Die Zeitschrift Effilee hat ihre Website umgebaut, deshalb gibt es das Rezept jetzt hier:
Marokkanischer Linseneintopf mit Lammwurst
Menge: 4 Portionen

Die roten Linsen eignen sich perfekt für diesen schnellen Marokkanischer Linseneintopf: Sie sind bereits geschält und werden deshalb schnell weich. Die marokkanische Gewürzmischung Ras el-Hanout unterstützt den nussigen Geschmack der feinen Linsen.
Zutaten:
- 1 grüne Paprika, entkernt, in Würfel geschnitten
- 1 Zwiebel, ohne Schale, gewürfelt
- 1 Zehe Knoblauch, auf der Knoblauchcard gerieben, oder gepresst
- 3 Essl. Olivenöl
- 1 – 2 Messerspitzen Kreuzkümmel, gemahlen
- 1 Teel. Ras el-Hanout
- 1 Liter Gemüsebrühe
- 2 Tomaten, gewürfelt
- 2 Frühlingszwiebeln, gewürfelt
- 250 Gramm rote Linsen
- 4 Lammbratwürste; z. B. Merguez
- 2 Essl. Öl
- 1 – 3 Teel. Weißweinessig; Ulrike Apfelessig
- Salz
- Pfeffer, frisch gemahlen
- 6 Zweige Petersilie
- Peperoni, mild eingelegt, aus dem Glas
QUELLE
abgewandelt von Ulrike Westphal nach:
Effilee
ZUBEREITUNG
- Paprika-. Zwiebelwürfel und Knoblauch in dem Olivenöl glasig dünsten. Die gemahlenen Gewürze darüberstäuben, diese kurz mit anschwitzen. Die Brühe angießen, zum Kochen bringen und 5 Minuten ohne Deckel kochen
- Tomaten- und Frühlingszwiebelwürfel mit den Linsen zur Suppe geben und weitere 10 Minuten kochen. Die Würste in einer Pfanne im heißen Öl 8–10 Minuten unter Wenden braten.
- Die Suppe mit Essig, Salz und Pfeffer würzen. Petersilie hacken und unterrühren. Auf vorgewärmten Tellern mit Wurst und abgetropften Peperoni anrichten.
Gesamtzeit: 45 Minuten
Vorbereitungszeit: 15 Minuten
Koch-/Backzeit: 20 Minuten
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**http://www3.ndr.de/sendungen/s-h_magazin/videos/shmag4124.html nicht mehr verfügbar.