Archiv des Autors: kuechenlatein

Möhrensuppe mit Kichererbsen und Orangen-Koriander-Bröseln

Es ist usseliges Wetter draußen, erst hat es geschneit, dann taut die weiße Pracht wieder weg. Gefühlt ist es sehr kalt, weil die Feuchtigkeit überall hinzieht. Da kommt eine wärmende

Möhrensuppe mit Kichererbsen und Orangen-Koriander-Bröseln

Möhrensuppe mit Kichererbsen und Orangen-Koriander-Bröseln (1)

gerade recht, um die feuchte Kälte zu vertreiben.

Möhrensuppe mit Kichererbsen und Orangen-Koriander-BröselnL

Menge: 4 Portionen

Möhrensuppe mit Kichererbsen und Orangen-Koriander-Bröseln (2)

Zu dieser Suppe, die auch noch mit Crème fraîche verfeinert werden kann, schmeckt Baguette.

Zutaten:

  • 1 kg Möhren, bunt, geschält, längs halbiert und in ca. 0,5 cm dicken Scheiben
  • 70 Gramm Zwiebeln, geschält, in feinen Würfeln
  • 2 Zehen Knoblauch, geschält, in feinen Würfeln
  • 1 rote Chilischote, gewaschen, geputzt, entkernt, in feinen Würfeln
  • 6 EL Rapsöl
  • 2 Lorbeerblätter
  • 2 Teel. Paprikapulver, edelsüß
  • 2 Teel. Currypulver
  • 600 ml Gemüsebrühe
  • 1 Glas Kichererbsen, Abtropfgewicht 240 Gramm, abgetropft
  • 500 g Tomaten, passiert
  • 3 Essl. Honig, Ulrike: Thymian-Küchenkräuter
  • Salz
  • Pfeffer, frisch gemahlen
  • BRÖSEL

    • 40 Gramm Grisini
    • 1 Orange, Abrieb und 100 ml Saft für die Möhrensuppe
    • 1 Bund Koriander, grob gehackt; Ulrike Mischung aus Petersilie und Koriander

    QUELLE

    Köstlich vegetarisch 01_2019

    abgewandelt von Ulrike Westphal nach:
    köstlich vegetarisch 01/2019

    ZUBEREITUNG

    1. 3 EL Öl in einem großen Torpf erhitzen und Zwiebeln, Knoblauch und Chili darin ca. 2 Minuten bei mittlerer Hitze anschwitzen. Möhrenstücke und Lorberblätter zufügen und ca. 2 Minuten mit anschwitzen. Mit Paprika- und currypulver bestäuben, Brühe angießen, aufkochen, Deckel aufsetzen und im geschlossenen Topf ca. 10 Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen.
    2. Inzwischen Grissini mit den Händen mittelgrob zerkleinern. Restlisches Öl in einer kleinen Pfanne erhitzen und Brösel darin unter Rühren ca. 2 Minuten hellbraun anbraten. Aus der Pfanne nehmen und in eine kleine Schüssel füllen. Koriander und Orangenabrieb zu den Bröseln geben und vermischen
    3. Abgetropfte Kichererbsen, Orangensaft, passierte Tomaten und Honig zur Suppe geben, unterrühren und mit erwärmen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Lorbeerblätter entfernen. Suppe mit Bröseln bestreut servieren.

    Gesamtzeit: 40 Minuten
    Vorbereitungszeit: 15 Minuten
    Koch-/Backzeit: 15 Minuten

     
     
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    Quarkknödel mit Schokokern und Aprikosensoße

    Osterreich ist das Land der Knödel, John Kabys ist ein leidenschaftlicher Fan davon. Ich erinnere mich, dass wir in einem unserer Urlaube unbedingt zum „Knödel all you can eat“ mussten. In den Sommermonaten werden Erdbeeren, Marillen und Zwetschken mit Knödelteig ummandelt . Im Winter liegt es dann nahe, Schokolade zu verwenden. Als dann in meiner Kochzeitschrift das Rezept für

    Quarkknödel mit Schokokern und Aprikosensoße

    Quarkknödel mit Schokokern und Aprikosensoße (1)

    erschien, musste ich die unbedingt servieren. Auf österreichisch dürften die dann Topfenknödel mit Schokokern und Marillensoße heißen. Geschmeckt haben die großartig, bei uns ging das sogar als süße Hauptspeise durch, andere servieren sie als Dessert

    Quarkknödel mit Schokokern und Aprikosensoße

    Menge: 4 Portionen

    Quarkknödel mit Schokokern und Aprikosensoße (2)

    Zutaten:

    KNÖDEL

    • 250 Gramm Sahnequark
    • 1 Ei,Größe M
    • 40 Gramm Butter, weich
    • 70 Gramm Hartweizengrieß
    • 85 Gramm Semmelbrösel, 55 Gramm + 30 Gramm
    • 1 Zitrone, der Abrieb
    • Salz
    • 8 Stücke Schokolade, ca. 40 Gramm, halbiert = 16 Stückchen
    • 1 Teel. Zimt
    • 1 – 2 Essl. Zucker

    SOẞE

    • 160 Gramm Aprikosen, soft, geviertelt
    • 75 ml Orangensaft
    • 200 ml Apfelsaft
    • 1 gestr. Teel. Anis, gemahlen

    QUELLE

    Köstlich vegetarisch 01_2019

    abgewandelt von Ulrike Westphal nach:
    köstlich vegetarisch 01/2019

    ZUBEREITUNG

    1. Für die Knödel Quark, Ei, Butter, Grieß und 55 g Semmelbrösel in eine Schüssel geben. Zitronenabrieb zufügen und mit den Händen zu einem festen Teig verkneten. 30 Minuten kühl stellen.
    2. Für die Soße Aprikosen mit den beiden Säften und Anis in einen kleinen Topf geben, aufkochen und mit Deckel etwa 8 Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen. Mit dem PürierstabB000A7N4EW* cremig pürieren.
    3. Wieder für die Knödel etwa 2 Liter leicht gesalzenes Wasser in einem ausreichend großem Topf zum Kochen bringen. Aus der Knödelmasse mit dem mittleren Eisportionierer abnehmen, in die Mitte ein Schokoladenstückchen setzen, erschließen und mit feuchten Händen zu Knödeln von Ø 4 cm formen. Im siedenden Wasser etwa 10 – 12 Minuten ziehen lassen, bis sie an die Oberfläche steigen.
    4. Inzwischen restliche 30 g Semmelbrösel in einer kleinen Pfanne ohne Fett unter Rühren goldbraun rösten. In einen tiefen Teller geben und mit Zimt und Zucker mischen. Die Knödel mit einer Schaumkelle aus dem Wasser heben, kurz abtropfen lassen und in der Bröselmischung wenden. Knödel auf 4 Teller portionieren und mit Aprikosensoße servieren

    Gesamtzeit: 1 h 30 Minuten
    Vorbereitungszeit: 15 Minuten
    Koch-/Backzeit:12 Minuten

     
     
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    Die kulinarische Weltreise Österreich

    Ich bin auf die Beiträge weiterer Mitreisenden gespannt:

    Turbohausfrau: Wiener Erdäpfelsuppe | Brotwein Vinschgauer – Vinschgerl Paarl + Spinatknödel mit brauner Butter und Parmesan aus Tirol + Kärntner Bauernbrot + Kaisersemmeln | Chili und Ciabatta: Birnen-Lebkuchen-Strudel + Krautauflauf mit Kalbsfaschiertem und Maroni + Hecht-Blätterteigstrudel mit Lachseinlage | auchwas: Krautfleckerln + Kaspressknödelsuppe | zimtkringel: Topfenpalatschinken | Sebastian Reichelt: Wiener Schnitzel und Steirischer Kartoffel-Vogerl-Salat mit Kürbiskernen | Brittas Kochbuch: Fiakergulasch | Volker mampft: Sachertorte| Gourmandise: Fiakergulasch

    All you need is … Rotwein-Rindfleisch-Sugo

    Maja fragte nach Kochplänen für das Jahr 2019. Ich habe beschlossen im Jahr 2019 brutaler lokal zu kochen. Und diesen Vorsatz verwirkliche ich gleich beim ersten Event All you need is: … von Kleiner Kuriositätenladen. Den Anfang machen Schmorgerichte, eine Paradedisziplin des Slowcookers. Frau Kollegin lieferte die Idee für

    Nudeln mit Rotwein-Rindfleisch-Sugo

    Rotwein-Rindfleisch-Sugo (1)

    Das Rezept fand Sie in ihrer örtlichen Tageszeitung als Barolo-Rindfleisch-Sugo. Ich habe das Gericht mit so vielen Zutaten wie möglich aus Schleswig-Holstein gekocht. Und ja, es gibt Landwein aus Schleswig-Holstein. Bis auf Nelken, Pfeffer und Tomatenmark ist das Gericht „brutal lokal“. Das Gericht braucht etwas Zeit, bei mir übernahm der Slowcooker über Nacht das Schmoren des Suppenfleisches, vor dem Frühstück wurde das Suppenfleisch aus dem Slowcooker genommen, das Gemüse passiert und die Fleischbrühe aufgefangen. Dann war das Mittagessen Stunden später in 15 Minuten auf dem Tisch.

    Wer keinen Slowcooker hat, schmort das Rindfleisch im Kochtopf mindestens 3 Stunden mürbe. Das Rotwein-Rindfleisch-Sugo mit al dente gekochten Nudeln servieren. Meine hießen Trulla.

    Rotwein-Rindfleisch-Sugo

    Menge: 4 Portionen

    Rotwein-Rindfleisch-Sugo (2)

    Zutaten:

      Zutaten Rotwein-Rindfleisch-Sugo

    • 570 Gramm Suppenfleisch mit Knochen
    • 1 Bund Suppengrün
    • 1 Petersilienwurzel
    • 3 Zwiebeln
    • 2 Zweige Rosmarin
    • 1 Zweig Salbei
    • 3 Nelken
    • 1 Teel. Pfefferkörner
    • 1/2 Teel. Salz
    • 1 Essl. Rapsöl
    • 150 Gramm Tomatenmark
    • 150 ml Rotwein, z.B. Schleswig-Holsteinischen Landwein
    • 2 Lorbeerblätter
    • Knoblauch
    • 4 Möhren

    QUELLE

    abgewandelt von Ulrike Westphal nach:
    Süddeutsche Zeitung

    ZUBEREITUNG

    1. Eine der Zwiebeln ungeschält halbieren und die Nelken in die Schnittfläche stecken. Das Suppengrün und die Petersilienwurzel klein schneiden und zusammen mit dem Suppenfleisch, der halbierten Zwiebel, den Pfefferkörnen, und den Kräuterzweigen in den Keramikeinsatz des Slowcookers geben, mit Wasser bedecken und den Deckel aufsetzen. Auf LOW 12 – 14 h garen, bis das Fleisch schön mürbe ist.
    2. Das Suppenfleisch aus dem Topf nehmen und beiseite stellen. Die Fleischbrühe durch ein Sieb gießen, den Fond dabei auffangen und ebenfalls zur Seite stellen. Das Gemüse durch ein Siebpassieren.
    3. Die restlichen Zwiebeln und den Knoblauch klein würfeln und mit Papsöl scharf in einem Topf anbraten, das Tomatenmark dazugeben, kurz mit anrösten und dann mit einem guten Schuss Rotwein ablöschen. Das passierte Gemüse zugeben und so lange mit dem Fleischfond aufgießen, bis eine schöne sämige Soße entsteht.
    4. Die Möhren klein würfelnn und zusammen mit dem zerpflückten Rindfleisch und zwei Lorbeerblättern in die Soße geben. Alles offen köcheln lassen, bis die Möhren gar sind. Sollte die Soße zu dick sein, kann gerne ganz nach Geschmack noch etwas mit dem Fond aufgegossen werden. Das Ganze noch mal mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken.
    5. Das Rotwein-Rindfleisch-Sugo mit al dente gekochten Nudeln servieren.

    Topfgröße: 3,5 L; Ulrike: Crock-Pot 3.5 Liter B005C476MO *
    Gesamtzeit: 14 Stunden
    Vorbereitungszeit: 15 Minuten
    Koch-/Backzeit: 12 – 14 Stunden

     
     
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    weitere köstliche Schmorgerichte gibt es bei:

    Kleiner Kuriositätenladen: Geschmorte Schweinebäckchen | Daube de joues de porc braisées | Lebkuchennest: Kalbsbäckchen in Portweinjus mit karamellisierter Senfsaat dazu Ofenwurzelgemüse mit Misoglasur und Sellerie-Maronenpüree | moey’s kitchen: Klassische Rinderrouladen mit Rotweinsauce und Petersilienkartoffeln | S-Küche: Barbacoa Style Beef Tacos – Langsam geschmortes mexikanisches Rindfleisch und Tacos mit Avocado Crema | Gaumenpoesie: Altwiener Wirtshausgulasch | Jankes*Soulfood: Sauerbraten nach Art des Hauses | Gernekochen: Boeuf Bourgignon | trickytine: ruck-zuck-coq-au-vin | Madam Rote Rübe: Vegetarisches Kartoffel-Gulasch mit Sauerkraut | Möhreneck: Wirsingpäckchen mit Frischkäse-Semmel-Füllung | Delicious Stories: Geschmorte Hähnchenkeulen mit Cider | Kartoffelwerkstatt: In Milch geschmorter Schweinebraten mit halbseidenen Knödeln | Foodistas: Geschmortes Schweinefilet | LECKER&Co: Geschmorter Ochsenschwanz mit Pommes Macaire und Endivie | zimtkringel: Svickova – Rind in böhmischer Sauce | speedelicious: Schmorhühnchen mit Steinpilzen | Brotwein: Ossobuco alla milanese mit Gremolata und Safran-Risotto | pinch of spice: Geschmorte Hirschnuss mit Maronen-Cranberrysauce und Haselnussspätzle | Kleines Kuliversum: Champignons à la bourguignonne | Ina Is(s)t: Geschmorter Lauch mit Honig-Hafercrunch und rauchigem Kartoffelstampf | pastasciutta: Geschmortes Wintergemüse mit Couscous | Barbaras Spielwiese: Rinder-Schmortopf, flämisch angehaucht | Küchenliebelei: Geschmortes Schweineherz mit Äpfeln | fräulein glücklich: Wintereinbruch {Veganes Schmorgericht} | Patrick Rosenthal: Italienischer Gulaschtopf | Langsam kocht besser: Spanferkel-Schwarzbierbraten aus dem Slowcooker

    Kulinarische Weltreise Österreich: Ödenburger Mohnauflauf

    Die erste kulinarische Weltreise im Jahr 2019 führt nach Österreich. Als Kind machte ich in Prägraten meine ersten Erfahrungen mit der Küche Österreichs und hatte dort meinen ersten richtigen Ski-Kurs. Der Almdudler aus der klassischen Glasflasche war das Highlight gefolgt von Backerbsensuppe. Die Backerbsen kamen zuerst in den Teller, steigerten die Vorfreude und ich wurde strengstens ermahnt, die nicht vorher aufzuessen, sondern auf die Suppe zu warten.

    Im Jahr 2007 verbrachten wir einen hier auf Küchenlatein dokumentierten Urlaub, als Urlaubserinnerung mussten unbedingt* Kochbücher3902351322* mit, aus denen und978-3-7066-2472-5* weiteren3-8000-9015-5* einiges der österreichischen Küche gekocht und gebacken wurde.

    Sehr praktisch, so ein Küchentagebuch in Form eines Blogs, da kann man feststellen wie viele süße und herzhafte Rezepte seit 2007 aus Österreich im Hause Küchenlatein serviert wurden. Beim Anblick dieser zahlreichen Köstlichkeiten,

    Apfelschlangerl
    Apfelschlangerl
    Fleckerl mit frischem Schotten, Blaumohn und Mohnöl
    Fleckerl mit frischem Schotten, Blaumohn und Mohnöl
    Germknödel
    Germknödel
    Grammelknödel mit Sauerkraut
    Grammelknödel mit Sauerkraut
    Grießbrei mit roten Johannisbeeren
    Grießbrei mit roten Johannisbeeren
    Pikantes Kartoffelgulasch
    Kartoffelgulasch, pikant
    Kartoffelroulade mit Kürbisragout
    Kartoffelroulade mit Kürbisragout
    Knödel mit Brokkoli-Schinken-Soße
    Knödel mit Brokkoli-Schinken-Soße
    Krautfleckerl
    Krautfleckerl
    Krautsuppe
    Krautsuppe
    Kürbiscremesuppe mit eingelegtem Kürbis
    Kürbiscremesuppe mit eingelegtem Kürbis
    Lauch, geschmort in Gemüsebrühe mit Zartweizen
    Lauch, geschmort in Gemüsebrühe mit Zartweizen
    Marillenknödel aus Topfenteig
    Marillenknödel aus Topfenteig
    Marmorgugelhupf
    Marmorgugelhupf
    Mohnpfandl aus dem Waldviertel
    Mohnpfandl aus dem Waldviertel
    Paradeiserspaghetti
    Paradeiserspaghetti
    Rahmgurken-Bandnudelsalat auf Dillmayonnaise mit Grilltomaten
    Rahmgurken-Bandnudelsalat auf Dillmayonnaise mit Grilltomaten
    Rhabarberkompott nach ÖVEG
    Rhabarberkompott nach ÖVEG
    Ribiselschnitten
    Ribiselschnitten
    Rotkohl
    Rotkohl
    Rotkohl mit Schupfnudeln
    Rotkohl mit Schupfnudeln
    Schinken-Rahm-Fleckerl
    Schinken-Rahm-Fleckerl
    Semmelknödel mit Linsensauce
    Semmelknödel mit Linsensauce
    Spaghetti in Ziegenkräuterbutter, Erbsen und Ziegenfrischkäse
    Spaghetti in Ziegenkräuterbutter, Erbsen und Ziegenfrischkäse
    Steirische Fleckerl mit Käferbohnen und Schweinebauch
    Steirische Fleckerl mit KäferBorlottibohnen und Schweinebauch
    Topfenknödel im Mohnkleid
    Topfenknödel im Mohnkleid
    Waldviertler Mohnzelten
    Waldviertler Mohnzelten
    Wiener Kartoffelsuppe
    Wiener Kartoffelsuppe
    Wiener Schnitzel
    Wiener Schnitzel
    Zwetschgenknödel aus Kartoffelteig
    Zwetschgenknödel aus Kartoffelteig

    dass in der Sammlung der

    Ödenburger Mohnauflauf

    Ödenburger Mohnauflauf

    noch fehlte. Das hole ich hiermit nach. Mit diesem köstlichen Auflauf lernt man auch gleich noch Geschichte:

    Sopron, das Ödenburg der k.u.k.-Monarchie liegt etwa eine Autostunde von Wien entfernt im Nordwesten von Ungarn, südwestlich des Neusiedler Sees. Nach dem Willen der Siegermächte des Ersten Weltkriegs sollte dort eine Volksabstimmung darüber befinden, ob die natürliche Hauptstadt neuen österreichischen Bundeslandes „Burgenland“ bei Ungarn bleiben oder Österreich zufallen sollte. Obwohl die Mehrheit der Bevölkerung deutschsprachig war, entschieden sich 65 % für Ungarn. Wahlmanipulation vor fast 100 Jahren … Die Wiener Regierung protestierte bei der Botschafterkonferenz dagegen erfolglos. Am 23. Dezember 1921 wurde das Ergebnis amtlich, am 1. Januar 1922 ging das Gebiet auch offiziell an Ungarn. Am 19. August 1989 fand in der Nähe von Sopron ein „Paneuropäisches Picknick“. statt. Mit Zustimmung ungarischer und österreichischer Behörden wurde bei der Veranstaltung ein Grenztor symbolisch für drei Stunden geöffnet. Bei dieser Gelegenheit gelang 661 DDR-Bürgern die Flucht über die Grenze nach Österreich in den Westen. Ein Meilenstein der Vorgänge, die zum Ende der DDR und zur deutschen Wiedervereinigung führten.

    Und hier nun noch das Rezept dies Auflaufes, der den Namen einer so geschichtsträchtigen Stadt trägt:

    Ödenburger Mohnauflauf

    Menge: 1 Auflaufform 30 x 40 cm

    Ein süßer Auflauf mit Mohn und Bandnudeln aus den K&K-Zeiten

    Zutaten:

    • 1/2 Ltr. Milch
    • 1 Prise Salz
    • 140 Gramm Bandnudeln
    • 100 Gramm Butter
    • 80 Gramm Zucker
    • 3 Eier, Größe M, Eidotter und Eiklar getrennt

    FÜLLUNG

    • 150 Gramm Mohn, gemahlen
    • 1/8 Ltr. Milch zum Aufkochen des Mohns; ca.
    • 40 Gramm Zucker
    • 1 Zitrone, abgeriebene Schale
    • 100 Gramm Rosinen

    QUELLE

    abgewandelt von Ulrike Westphal nach:
    Eva Bakos
    Mehlspeisen aus Österreich978-3800090150*
    ISBN: 978-3800090150

    ZUBEREITUNG

    1. 1/2 Liter Milch aufkochen, salzen und die Nudeln darin weich kochen. Dann auskühlen lassen.
    2. Die Butter mit dem Zucker und den Eidottern aufschlagen, die steifgeschlagenen Eiklar unterheben und diese Masse mit den Nudeln mischen. Den Mohn in der Milch mit Zucker und Zitronenschale aufkochen. Die Hälfte der Nudelmasse in eine gebutterte Form geben, darüber die Mohnfülle und die Rosinen, dann
      die restliche Nudelmasse darauflegen. Butterflocken darübergeben und im Backofen bei 180 °C ca. 40 Minuten überbacken. Angezuckert und mit Kompott servieren.

    Gesamtzeit: 1 Stunde
    Vorbereitungszeit:15 Minuten
    Koch-/Backzeit: 45 Minuten

     
     
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    Die kulinarische Weltreise Österreich

    Ich bin auf die Beiträge weiterer Mitreisenden gespannt:

    Turbohausfrau: Wiener Erdäpfelsuppe | Brotwein Vinschgauer – Vinschgerl Paarl + Spinatknödel mit brauner Butter und Parmesan aus Tirol + Kärntner Bauernbrot + Kaisersemmeln | Chili und Ciabatta: Birnen-Lebkuchen-Strudel + Krautauflauf mit Kalbsfaschiertem und Maroni + Hecht-Blätterteigstrudel mit Lachseinlage | auchwas: Krautfleckerln + Kaspressknödelsuppe | zimtkringel: Topfenpalatschinken | Sebastian Reichelt: Wiener Schnitzel und Steirischer Kartoffel-Vogerl-Salat mit Kürbiskernen | Brittas Kochbuch: Fiakergulasch | Volker mampft: Sachertorte| Gourmandise: Fiakergulasch

    Jahresrückblick #Foodblogbilanz2018

    Es ist Tradition Tradition, dies ist meine 5. Foodblogbilanz, nach #Foodblogbilanz2014, #Foodblogbilanz2015, #Foodblogbilanz 2016 und #Foodblogbilanz2017

    1. Was war 2018 dein erfolgreichster Blogartikel?

    Dieses Jahr verdrängt der

    Kartoffelsalat nach Alfons Schuhbeck

    Kartoffelsalat nach Alfons Schuhbeck

    aus dem Jahr 2010 die Bohnensuppe von Lea Linster aus dem Jahr 2011 von Platz 1 der all-time favourites. Der am meisten gelesene Artikel aus dem Jahre 2018 war

    Kohlrabi-Tatar

    Kohlrabi-Tatar (1)

    2. Welche drei deiner eigenen Blogartikel aus diesem Jahr haben dir persönlich am meisten bedeutet?

    Der

    Rhabarber-Erdbeer-Kuchen

    Rhabarber-Erdbeer-Kuchen (1)

    wurde einen Tag nach der anzuwendenden Datenschutz-Grundverordnung veröffentlicht. Und es passierte … … … nichts, Küchenlatein machte weiter.

    3. Und welche drei aus anderen Blogs haben dich am meisten inspiriert?

    Gut gefallen mir die Rezepte, die im Rahmen Kulinarischen Weltreise, die im Februar dieses Jahres startete, veröffentlicht wurden. Großartige Rezeptanregungen bekomme ich von meinen Blogger-KollegInnen, die im Rahmen „Saisonal schmeckt’s besser! Der Foodblogger-Jahreskalender“ grandiose Rezeptideen für Gemüse der Saison veröffentlichen. Seit Juni dieses Jahres darf ich bei diesem vom Kleinen Kuriositätenladen ersonnenen Event dabei sein. Die Rezepte werden jeden Monat in einem ebook von Nadine zusammengestellt, mit einem click gelangt man zu den ebooks.

    4. Welches der Rezepte, die du 2018 veröffentlicht hast, hast du selbst am häufigsten gekocht – und warum?

    Von den 96 in diesem Jahr veröffentlichten Rezepten habe ich noch keins wiederholt.

    5. Was hat dich im Zusammenhang mit Kochen, Essen oder deinem Blog 2018 beschäftigt und warum?

    Besonders beschäftigt hat mich das Blogsterben nach in Krafttreten der Datenschutzgrundverordnung. Viele Blogs, die mich seit den Anfangstagen begleiteten, haben aufgegeben. Ich freue mich wie eine Schneekönigin, dass Chili und Ciabatta, Kaffeebohne und Schnuppschnüss ihre Blogs nicht aufgaben.

    6. Was war deine größte kulinarische Neuentdeckung dieses Jahres – welches Lebensmittel, welches Rezept, welche Küchentechnik, welcher Geschmack hat dir eine völlig neue Welt eröffnet?

    Schwarze Trüffel finde ich nach wie vor überbewertet, kurz vor Weihnachten durfte ich die im Rahmen meines Jobs wieder einmal verkosten.

    7. Was war der beste (oder lustigste) Suchbegriff, über den Besucher auf dein Blog gekommen sind?

    Besonders lustig ist „bouneschlupp“ nicht, aber führt zum 2. häufigsten aufgerufenen Artikel im Blog: Bouneschlupp

    8. Was wünschst du dir und deinem Blog für 2019?

    Gesundheit und Durchhaltevermögen für ein weiteres Jahr, das Küchentagebuch zu füllen.

    Vielen Dank an Sina für die erneute Anregung zum Jahresrückblick. Ihr Jahr im Blog ist hier zu lesen. Dort findet man auch die Links zu weiteren Bilanzen.

    Ich wünsche allen meinen LeserInnen und BlogkollegInnen einen guten Rutsch ins Jahr 2019 und hoffe, dass diese mir gewogen bleiben.

    Weitere Bilanzen von:

    Schmeckt nach mehr | Anna Antonia | Wienerbroed | Mein wunderbares Chaos | Feed me up before you gogo | Danielas Foodblog | Evchen kocht | Leberkasssemmel und mehr | Schöner Tag noch |Moey’s Kitchen | 1 x umrühren aka Kochtopf | Wallygusto | Jessies Schlemmerkitchen | The Apricot Lady | Feines Gemüse | Burgherrin’s Torten und Meer | Pinch of Spice | Zimtkringel | Gut essen in München | Die Kunst des Backens | Brotwein | Alle kochen | Brittas Kochbuch | Barbaras Spielwiese | Lunch for One